• # 30
    • 24.03.2019
    • void
    LOL. Aber es stimmt ja.
    Ich hab mal auf einem Fensterplatz gesessen, auf dem Boden lag die Tasche des mir Gegenübersitzenden. Ich musste meine Beine mehr zur Mitte stellen. Ein Typ stieg ein und warf sich neben mir in den Sitz, natürlich die Beine weit gespreizt. Er erwartete, dass ich Platz mache. Konnte ich ja nicht, also dachte ich mir, "Pech, mein Lieber, nimm du deine Beine wieder weg, ich kann nicht". Rate, was passiert ist ... Er dachte, ich finde die Tuchfühlung schön, und fing ein flirty Gespräch an.
    Das ist mir ein paar wenige Male passiert, dass wenn ein Mann in "meinen Bereich" trat und ich nicht wegging oder wegkonnte, der Mann das als Flirt sah, z.B. wenn man in der Schlange an der Kasse steht. Und ja, es ist ja auch ne Flirtgeste, aber doch nicht in solchen Situationen.
    Im Bus ist mir auch schon passiert, dass Männer sich an mich drückten. Wenn man eng zwischen zwei Leuten sitzt, kann man nirgendwohin und merkt aber, dass der andere absichtlich die Enge ausnutzt. Ein ekliger Typ presste seine Schenkel an meine, obwohl überall noch Plätze frei waren. Als ich näher ans Busfenster rückte, rückte er nach. Zum Glück hatte ich den tödlichen Blick schon gelernt und wusste ja auch den Busfahrer in der Nähe. Im Zug wird das schwieriger, wenn niemand in der Nähe ist.
    Also für @dr34mup : Wenn Frauen sowas erlebt haben, haben sie auch lieber die Tasche neben sich sitzen.

    Ist mir immer noch viel lieber, als mit Normalauto Massentierhaltungsware einzukaufen. Aber es stimmt schon, so manche kaufen da auch nicht ein wegen der Tiere, sondern weil sie Angst haben vor Giftstoffen, die ihren tollen Körper schädigen könnten.
     
  1. Deswegen reserviere ich nicht mehr im Ruheabteil. Tatsächlich ist es im normalen Großraumabteil meist ruhiger als dort.

    Ich kann aber noch eine andere Story zu diesem Thread beitragen.

    Ab und zu nutze ich morgens die gleiche Bahn wie ein junger Mann, ca. Mitte 20. Der hat immer einen dieser Coffee-to-go Becher dabei, stellt diesen auf den Platz neben sich ab, und schaut die nächsten 10-15 Minuten auf sein Handy. Ich hoffe mittlerweile, dass er sich nicht mehr (schräg) gegenüber von mir hinsetzt, bzw. habe ich mir für's nächste Mal vorgenommen was zu sagen. Normalerweise mache ich morgens nämlich gerne die Augen zu und versinke in meine Gedanken. Das geht nicht, wenn in meinem Kopf die Gedanken herumkreisen, was bei der nächsten Vollbremsung passieren könnte. Das Verhalten dieses Mannes finde ich nicht nur aus Platzgründen dreist, sondern vor allem gefährlich. Ich habe keine Lust, den brühheißen Kaffee auf meinen Beinen zu haben.

    In den Situationen, die ich erlebt habe, haben die Männer vermutlich keine schmierigen Hintergedanken gehabt. Trotzdem finde ich es schlimm, Oberschenkel und Po eines fremden Mannes an meinem zu haben. Das würde ich im normalen Alltag stehend ja auch nie zulassen. Ich glaube die Männer machen sich gar keinen Kopf darüber, dass das für die Frau in dem Moment unangenehm ist. Ich hab mich deswegen auch schon umgesetzt bzw. nutze bestimmte Sitze, wie die eine dreier Sitzreihe bei uns in der U-Bahn von vorne herein nicht.
    Einen habe ich mal reflexartig leicht in die Seite geboxt, als er sich zu eng neben mich setzen wollte. Das war mir irgendwie peinlich, aber war auf der anderen Seite eine natürliche Schutzreaktion meines Körpers.
    Männer setzen sich meist dicht an den Sitznachbarn ran, während die Frauen lieber 2-3 cm Abstand lassen und mit einem Teil ihres Pos dafür im Gang sitzen - so ist meine Erfahrung in der U-Bahn.
     
  2. 1. Alles im Leben ist Strategie. Jeder lernt aus Lebenserfahrungen und verhält sich nach seinem besten Wissen und eigenem Moralverständnis. Wenn dir das Moralverständnis anderer nicht gefällt, bist du selbst zu schwächlich und nicht fähig zu leben. (Darwinismus, natürliche Selektion)

    2. Wärst du eine junge, schöne Frau, würdest du auch den äußersten Rand bei den Schmierbeuteln unserer Gesellschaft aussuchen.

    3. Ich weiß zwar nicht, wie man von "purer Selbstsucht" auf "fehlende Selbstständigkeit" kommt ... "Fehlendes Mitdenken" ist ein Moralwunsch von dir, der dich leicht unterlegen wirken lässt. Ich würde sagen, werde selber etwas härter und sei nicht so ein sensibles Kerlchen, der von anderen etwas erwartet, sondern mal ein stahlharter Mann, der auch auf so "üble" Sachen klar kommt, offenbar ist dir das aber schon zu hart. Du wärst der Erste, der weg wäre, wenn eine Frau im Zug den Säbel zieht. (Darwinismus, natürliche Auslese)

    Ich selbst stelle meine Tasche nirgendwo ab, weil ich es im Zug allgemein dreckig findet. Ich wechsle daheim auch immer sofort die Hose und wasche meine Haare. Wer weiß, welche Bazille sich vorher an den Sitz angelehnt hat!

    Außerdem halte ich zurechnungsfähige, starke, mittelständige Menschen für fähig, den Führerschein zu machen und ihn auch zu halten, als Basisvoraussetzungen fürs Leben. (Darwinismus, natürliche Auslese)

    Der Mensch muss allgemeinhin nichts tun! Der Mensch ist nicht mal der Gesellschaft eine Rechenschaft oder Moral schuldig. Das nenne ich Selbstständigkeit. Wer das anders sieht, ist zu weich fürs Leben.

    Ein Kampfhahn hat mir mal erklärt, ich hätte seinem Freund nicht die Hand gereicht (ich habe es nicht gesehen). Seine hohe Moral fand ich sehr beklemmend und schwächlich für einen Mann.

    Aus dem Grund: Werd mal bisschen erwachsener, kümmer dich weniger um das, was andere so tun. Sei kein so Beta-Mann!
     
  3. Da fehlt aber der Gutmenschen-Anspruch, der vom bio-kaufenden SUV Fahrer wie eine Monstranz vor sich hergetragen wird.
    Ist wahrscheinlich beides nicht so optimal.
    Ich hab mich auch schon umgesetzt, um unangenehmen Zeitgenossen aus dem Weg zu gehen.
    Wie neulich in der S-Bahn, als vor mir 4-5 angetrunkene Männer standen, die sich für Superhelden hielten.
    Angemacht worden bin ich noch nicht, aber ich gehe gern potentiellen Unruheherden aus dem Weg.
    Der Sicherheitsaspekt spielt bei mir auch eine Rolle, weshalb ich auch Gangplätze bevorzuge. Da besteht gar nicht die Gefahr, mich von Typen einklemmen zu lassen. Ansonsten bin ich auch schon einfach aufgestanden, und hab mich umgesetzt. Allerdings auch schon bei Frauen, die aufgrund ihrer Körperfülle und den beigeführten 5 Taschen mehr Platz beanspruchten.
     
  4. Geil ist auch die Situation im Winter, wo ich als Frau mit Winterjacke mich in den Fenstereckplatz neben Mann mit megadicker Winterjacke quetsche. Gegen sein Revierverhalten quetsche ich dann etwas an, aber eigentlich entdecke ich bei mir da leider auch ein Ellenbogenverhalten. Bei den fetten Jacken und oft auch breitem Körperbau des Nachbarn kann der ja manchmal nix dafür.
    Aber bei extra breitgestellten Beinen des Mannes als explizites Territorialverhalten sage ich auch schon höflich was, da kenne ich nix. Wir Frauen lassen uns sowas aus Scham oder falsch verstandener Höflichkeit immer wieder bieten, und solche Leute muss man ab und zu auf ihr Verhalten aufmerksam machen, vielleicht bringt es ja was. Soll nicht in das typisch deutsche Rummeckern ausarten, aber wenn es wirklich um meinen angemessenen Platzbedarf geht, möchte ich mich nicht mehr in meine Ecke quetschen lassen.
    w35
     
  5. Manchmal sind die Gründe für Vermeidung der Öffis ganz einfach.

    Sie fahren kaum - denn sobald man außerhalb der Stadt wohnt, wird es auch in Metropolregionen mehr als dürftig.
    Die Fahrtzeiten dauern doppelt solange wie mit dem Auto, ich prüfe jedesmal. Die Distanzgrenze liegt so bei ca. 300 km, je nachdem, welches Ziel. Stadt zu Stadt geht super, aber Land zu Land ist eine Katastrophe.

    Fahrt zu mehreren mit Gepäck evtl auch noch Rädern - da ist Auto vor allem praktischer und günstiger.
    Koffer und ICE, am besten noch mit Umsteigen, macht keine Freude.

    Aber warum hier ein Thema?

    Am Anfang ist ein Zug leer, da nehme ich mir den Platz. Tasche neben mir , etc.
    Wenn es voller wird, und jemand kommt und fragt, räumt man den Platz - alles kein Problem.

    Und ganz ehrlich, die meisten schätzen es, wenn der Platz neben einem frei bleibt.
    Die Sitze sind schmal, und wenn man Pech hat, kommt eine etwas fülligere Person, und der Körperkontakt wird unvermeidbar.
    Manchmal kommen noch Gerüche dazu, ob es die Extraportion Parfum ist, die Düfte der letzten Mahlzeit, oder schlicht nicht ganz so frisch...

    Das ist eben Öffentlicher Verkehr, nah oder fern, Bus, Bahn, Flieger.

    Übrigens, ich hatte schon viele nette Gespräche in Zügen, gerade als es noch die 6er Anteile gab. Bei einigen Zügen hier gibt es das noch.

    W,49
     
  6. Ich kenne das auch so, dass sich viele Männer mit ihren Beinen immer wieder doppelt so breit machen, als sie eigentlich sind...
    Wenn man dann am Fenster sitzt & sich so einer daneben setzt, hat man plötzlich selbst fast keinen Platz mehr & kann sich ans Fenster kleben, wenn man keinen Körperkontakt mit einem Wildfremden will.

    Hatte auch schon einen Mann, der seine Füße ständig auf meine stellte, mich damit immer weiter in die Ecke gedrängt hatte, da ich meine logischerweise wegzog (zu Beginn dachte ich noch das wäre unbeabsichtigt) & dann hat er mich auch noch extrem schmierig angemacht, nachdem er eh schon viel zu nahe war.

    Von dem her, sitze ich selbst auch sehr ungern beim Fenster & wenn, dann mache ich mir mit meinem Rucksack oder meinen Beinen selbst so viel Platz, dass eben einfach gar keiner auf die Idee kommt, sich da so breitbeinig dazu zu setzen.
    Ich besetze dabei keine freien Sitzplätze mit meiner Tasche etc, aber ich nehme meinen eigenen Sitzplatz schon ganz ein & wenn jemand will, stehe ich auch gerne auf, damit er/sie sich zum Fenster quetschen kann.
     
  7. Komisch, muss an mir liegen. Mich hat bisher noch keiner in den Öffis angemacht. Bin ich zu alt, zu häßlich? Fragen über Fragen. Oder liegt es daran, dass ich mir meinen Raum nehme ohne Mama oder Papa um Erlaubnis zu fragen? Dieser Thread kommt aus der Ecke "selber schuld". Ich saß mal im Flieger von Singapur nach Frankfurt im 4er Mitte. Neben mir ein Riese. Alles riesig und breit. Der Arme Mann saß da wie zusammen geklappt, Tuchfühlung nicht abzuwenden. Dann fügt man sich halt in sein Schicksal, man/frau/irgendwas wird´s überleben. Hat er nicht extra gemacht, so groß zu werden. In den Öffis sitze ich gerne auch am Rand, aber wenn jemand auf den freien Platz am Fenster möchte, dreh ich mich gerne zur Seite. Wo also ist jetzt das Problem?
     
  8. Was bei den Männer das breitbeinige Sitzen, ist bei den Frauen die Unart, sich den Fußraum vollzustellen. Das hier von Frauenseite beklagt "breitbeinige Sitzen" nehme ich nicht so wahr, das wird geschlechtsspezifisch sein. Doppelt so breit ist ganz sicher übertrieben.
    Es sollte selbstverständlich sein, dass jeder etwas Rücksicht auf den anderen nimmt. Natürlich sitze ich auch mit gestreckten Beinen bequem, bis sich jemand gegenüber platziert. Und dann rütteln sich die Beine eben auf beiden Seiten so zurecht, dass alle gut sitzen können.
     
  9. Große und starke Worte an alle genervten Bahnfahrer.
    Allerdings hast Du, @Callabria vergessen, Darwinismus, natürliche Auslese, unter den Abschnitt zu schreiben, wo Du erwähnst, dass Du nach dem Zugfahren sofort die Hose wechselst und die Haare wäschst.
    Mensch, das Umziehen und Haarewaschen nach dem Zugfahren haben doch große starke Kerle gar nicht nötig!
    Denn wie Du schreibst, muss der Mensch allgemeinhin nichts tun und wer das anders sieht, ist zu weich fürs Leben... Bin etwas verwirrt.
     
  10. Hallo dr34mup,
    ob sich dahinter eine Strategie wie z.B. Dumm-Anstellerei, "Totstellen" oder Dreistigkeit dahintersteckt, kann ich nicht beurteilen. Oft dürfte es schlicht Gedankenlosigkeit sein.

    Zwar mag ich es auch nicht, wenn man mir im Bus zu doll auf die Pelle rückt, aber trotzdem ist das m.E. kein Grund, gleich zwei Plätze zu blockieren. Dann auch noch erwarten, der andere soll eben fragen, anstatt von sich aus seinen Mist beiseite zu räumen, halte ich schon für eine Frechheit. Wenn mir so eine Zeitgenossin im vollen Bus (bzw. ein Handtuchkrieger im Sportstudio) unterkommt, halte ich nicht hinter dem Berg.

    In Öffis geht's nun mal eng zu, so dass ein Zusammenrücken sich nicht vermeiden lässt. Wem das nicht passt, findet im Taxi m.E. bessere Entfaltungsmöglichkeiten. :D
     
  11. Ich stelle nicht den gesamten Fußraum voll.
    Ich stelle MEINEN Fußraum auf meinen Sitzplatz voll, so dass derjenige neben mir noch SEINEN Fußraum frei hat, aber nicht auf die Idee kommt sein Knie oder seine Tasche in meinen Bereich rüber zu schieben.
    Es geht nicht freie Plätze zu besetzen, oder anderen Leuten den Platz weg zunehmen, das habe ich nie so gemeint. Ich lasse mir meinen nur auch nicht mehr von anderen Leuten wegnehmen.
     
    • # 42
    • 25.03.2019
    • void
    Ich weiß nicht, ob ich Dich richtig verstehe. In den Öffentlichen Körperkontakt zu vermeiden, geht tatsächlich nur in welchen, in denen kaum einer mitfährt. Würde mich auch nicht aufregen, finde ich auch nicht eklig.
    Aber dass sich Männer absichtlich an Frauen quetschen gibt es auch, auch wenn es Dir noch nicht passiert ist. Und das liegt nicht in jedem Fall daran, dass die Frauen Mama und Papa sonst um Erlaubnis fragen, wenn sie Raum haben wollen. Allerdings ist die Person gekniffen, die sich nicht traut, ihren Raum zu verteidigen. Ist aber in einem vollen Verkehrsmittel quasi unmöglich, selbst wenn man merkt, dass einer gerade mit Absicht näher rückt als nötig.
    Und ich denke schon, dass es am Alter liegt. Es wird in jungen Jahren eher passieren als in reiferen, dass jemand seinen Spaß dran hat.
     
  12. Räusper.... Wenn Deine Widerstandskraft nicht ausreicht, um die Bazille aus dem ÖPNV zu bekämpfen, hat bei Dir aber der Darwinismus ziemlich spektakulär versagt....

    Entschuldige bitte, aber die Haare zu waschen wegen einer Fahrt im öffentlichen Verkehrsmittel, ist mehr als albern. Welche entsetzlichen Erreger oder Gifte sollten denn in der Mähne lauern? Da müssten ja Millionen Menschen ununterbrochen tödlich krank sein...

    Lieber FS, Deine Frage ist nicht zu beantworten. Menschen, die höflich und rücksichtsvoll leben und agieren, tun das auch im öffentlichen Vekehr - andere tun es nicht.

    Ein Problem der gesamten Gesellschaft? Seltsam, dass man mir nahezu immer sehr angemessen begegnet, ich habe selten Konflikte, die sich meist sehr schnell lösen lassen. Vielleicht geht das nach dem Prinzip "Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es zurück"?
     
  13. Wenn die U-Bahn zur Rush Hour so voll ist, dass die Menschen stehen wie die Ölsardinen, ich denke von solchen Situationen reden wir nicht, sondern von Situationen, wo für alle genug Platz da ist und es im Grunde ganz angenehm sein könnte, wenn da nicht diese Zeitgenossen wären, die sich übermäßig breit machen oder das weibliche Pendant: Beine übereinander schlagen. Ist mir ein Rätsel, wie man bei dem engen Fußraum überhaupt auf die fragwürdige Idee kommen kann.

    Letztlich läuft es so, dass genau diese Summe der nervigen Angewohnheiten diverser fremder Menschen die Benutzung der Öffis eben so unentspannt macht. In der Theorie immer entspannter als mit dem Auto, praktisch dann doch wieder nicht. Und wenn ich da was von langfristig geplanten Einschränkungen des Individualverkehrs lese, dann läuft es mir eiskalt den Rücken hinunter und ich sehe zu, wie ich das für mich regel. Denn aufgrund der sagen wir mal unterschiedlichen Ansichten der Nutzer ist weder Carsharing, noch Öffis eine dauerhafte Option für mich.
     
  14. Frau sagt dann :könnten sie bitte platz machen, mir nicht auf den Pelz rücken usw. Lebt in Berlin, da lernt ihr das
     
  15. Also, wenn wir hier schon solch wichtige und tiefgründige Fragen beleuchten, wäre ich froh, wenn ein Mann mir dieses Rätsel beantworten kann:
    Ist das sogenannte "man-spreading" - was ich übrigens eher selten antreffe - tatsächlich gewolltes Territorialverhalten? Sitzt man breitbeinig da, um andere zu verdrängen? Oder ist es lediglich die weichteilschonendste und daher bequemste Art zu sitzen?
     
  16. Haha, liebe @saepe_inscia, Du sprichst mir aus dem Herzen! Aber, nachdem ich letztens hier tatsächlich las, dass Menschen ihre Einkäufe vor dem Einräumen in den Kühlschrank abwaschen, bin ich über nix mehr erstaunt. Wenn etwas nicht passt, dann kann man es ansprechen und dann ist doch auch gut. Letztens auf dem Flughafen Ffm habe ich auch einen jungen Mann gefragt, ob er denn unbedingt seinen Kopf auf den seitlich angebrachten Tisch legen muss, nun, manchmal denkt man halt auch nicht weiter oder ist eben sehr müde!
     
  17. Woanders auch.
    Einfach fragen, oder sagen, was man möchte.
    Nirgendwo leichter aus hier.

    Mir wird es zwar inzwischen (zu) eng in den Öffis, bin da etwas empfindlich geworden, aber bewusst bedrängend habe ich Mitfahrer sehr selten erlebt. Und auch kein Nein gehört, wenn ich den freien Platz wollte, der erstmal mit Tasche / Jacken und sonstigem bestückt war .

    W,49
     
  18. Ich frage notfalls "haben Sie 2 Tickets?" oder "Hat Ihre Tasche auch ein Ticket?". Dann wird immer genervt geräumt. Fertig ist der Lack.
     
  19. Natürlich steckt im Verhalten der Frauen eine Strategie - sich vor unerwünschtem Koerperkontakt zu schützen. Das ist nun wirklich nichts Verwerfliches und das machen nicht nur Frauen.
    Ich habe in den letzen 10 Jahren ausschließlich öffentliche Verkehrsmittel genutzt und kenne mich bestens damit aus.

    Bevorzugt schnelle ich in Oeffis auf Einzelplaetze. In den Hamburger Bussen gibt es wenige extrabreite Einzelplätze. Manche dreisten Leute glauben, sich dort noch hinquetschen zu müssen, wenn ich da sitze und forderten mich auf, meine Tasche wegzunehmen. Ich lehnte das immer ab, mit der Begründung: ist ein Einzelsitz und ich bin nicht so ein Kuscheltyp. Dann müssen sie beim Einsteigen galt mehrvauf Zack sein.
    Nur weil ich dünn bin und darum meine Sporttasche noch dahin passte, lasse ich mich nicht bedrängen.

    Ausser im Flieger, wo das explizit verboten ist, hatte ich auch immer eine etwas voluminönse Businesstasche als Abgrenzung zwischen mir und meinem Nachbarn - auf meinem Sitz. Es gab durchaus Chrashs mit übergewichtigen Personen, die dann nicht mehr auf ihren Sitz passten - nicht mein Problem. Dann müssen sie halt versuchen 2 freie Sitze zu finden, auf denen sie ihre Ausmaße unterbringen können.

    Aber ich, und es hat einen Grund, warum es im Ausland Schilder gibt, die Männer auf ihr raumgreifendes Fehlverhalten hinweisen.
    Es hat mich etliche Trainingsstunden mit meinem Personaltrainer gekostet, aber zu guter Letzt war ich in der Lage, einen breitbeinig sitzenden Mann darauf hinzuweisen, dass seine Eier nicht das Format von Kürbissen haben, es also keinen Grund gibt, sich zu einem Drittel auf meinen Sitz zu flaetzen.

    Vorher habe ich es mit vorsichtigen Formulierungen versucht "raumsparende Sitzweise" - wurde nicht begriffen, darum jetzt per Holzhammer. In der Regel ergreifen Männer dann die Flucht - kann ich nur jeder Frau empfehlen sich gegen Bedrängung unmissverständlich und für das Umfeld wahrnehmbar zu wehren, statt es schweigend zu ertragen .
     
  20. Ich halte es für unangemessen aufwertend, ein im Kern egotistisches und sehr unsoziales Verhalten zu intellektualisieren. Menschen, die in vollem ÖPNV Sitzplätze blockieren, haben es meiner Meinung nach nicht verdient, dass man ihnen Strategie zutraut.
    Ich glaube übrigens nicht, dass Frauen sich häufiger so verhalten als Männer.
     
  21. Mach ich auch so.

    Und wenn ich sitzen möchte, wo eine Tasche steht, frage ich höflich: "wären sie so nett, die wegzunehmen? " Da hat noch keiner Nein zu mir gesagt.

    Wenn man nett, bestimmt und freundlich ist, bekommt man auch meist eine bessere Reaktion als wenn man jemanden anschnauzt.

    Also ich bin bisher immer von letzterem ausgegangen. Hab auch noch keinen Mann gesehen, der sonst lieber mit übereinandergeschlagenen Beinen dasitzt, auch wenn er kein Territorium einnehmen muss.
     
  22. Ich sitze nicht übermäßig breit. Ich sitze bequem. Mit Weichteilen hat das nichts zu tun. Ich finde aber auch ganz normal, mich so hinzusetzen wie ich möchte, solange ich niemand anderen störe. Ich strecke zum Beispiel die Beine aus, wenn niemand gegenüber sitzt.
    Das mit dem "Menspreading" ist für mich völlig übertriebenes weibliches Getue. Mir ist das auch noch nie wirklich aufgefallen und als Mann brauche ich ja genauso Platz, wenn ich mich irgendwohin setze. Natürlich gibt es Menschen, die viel Platz beanspruchen, aber das sind dann genauso Frauen mit Handtaschen wie auch Menschen mit Übergewicht.
    Da macht man halt den Mund auf, genauso wie bei Gesprächen in der Ruhezone.
     
  23. Schön für dich, wenn du noch nie die Knie eines fremden Mannes so weit auf deiner Seite der Sitzbank hattest.
    Fakt ist aber, viele Frauen hier haben unangenehme Erfahrungen damit gemacht & die kannst du niemanden absprechen nur weil DU das noch nie bemerkt hast oder selbst nicht machst.
     
  24. Lieber Lebens_Lust, dann achte mal darauf. Ich sehe täglich breitbeinig sitzende Männer. Wäre alles ok, wenn sie nur einen Sitz damit in Beschlag nehmen würden, tun sie aber nicht und beanspruchen ihren Sitz und die Hälfte des Sitzes daneben. Das fällt eben nicht unter "Ich brauche genauso Platz". Ich glaube auch, dass es euch Männern nicht so auffällt, aber achte mal drauf ob du deine Sitz Nachbarin ebenfalls einengst. Es sind wirklich viele Männer die das machen (ich fahre täglich U-Bahn und sehe das deswegen sehr oft).
     
  25. Ich bin wenn es um Gepäck auf Plätzen geht sehr hilfsbereit "darf ihnen ihr Gepäck auf die Ablage heben?"

    Ich kann aber auch schon einmal sagen "Nein für sie ist kein Platz hier frei. Gehen sie weiter.", zu einem hochalkoholisierten äußerst ungewaschen riechenden Reisenden

    Es stimmt das Männer dazu neigen dich breiter zu machen als sie sind. Deswegen setze ich mich gern neben Frauen.
     
  26. Fragen gibt's, die gibt's gar nicht. Man müßte eigentlich glauben, dass die Eingangsfrage nur rhetorisch gemeint sein kann. Da sich die Frage aber selbst beantwortet, gehe ich lieber zu diesen Juwelen weiter...

    Haha. Was für Gedanken. Ja, die armen Weichteile werden ja furchtbar beansprucht, wenn man "normal" dasitzt. Über die Weichteile macht man sich im normalen Tagesablauf ca. so viele Gedanken wie über die Arme.

    Das extrabreite Platzieren der Beine ist eindeutig ein Reviermarkieren.
     
  27. Aber hoffentlich nicht um deinerseits Menspreading zu betreiben ;-)
     
  28. Tue ich nicht, ich äußere schlicht meine Sichtweise. Ich fahre ab und an mal Bahn und letztlich breitet ja jemand nicht die Beine aus, wenn eine Frau im Anmarsch ist und faltet sie zusammen, wenn ein Mann kommt. Ja, es gibt Menschen, die sitzen sehr breit und das sind mehr Männer als Frauen. Dafür schirmen sich Frauen mit Mantel oder Tasche ab.
    Ja, es gibt Menschen, die breiten sich so aus, dass klar ist, dass sie lieber zwei Sitze für sich haben. Männer wie Frauen. Ich muss eine Frau ja auch fragen, ob sie freundlicherweise ihre Handtasche vom Sitz nimmt. Also: fragen.
     

Jetzt Partnersuche starten

Ich bin
Ich suche

Es gelten die AGB und Datenschutzbestimmungen. Mit der kostenlosen Mitgliedschaft erhalten Sie regelmäßig Angebote zur kostenpflichtigen Mitgliedschaft und weiteren Produkten der PE Digital GmbH per Email (Widerspruch jederzeit möglich)