1. Trennung mit 8 Monate altem Baby. Wie damit umgehen?

    Hallo, Leute.
    Ich bin neu hier und will mir nur ein paar andere Meinungen einholen (vorallem von Männern), da ich auf Arbeit und im privaten Umfeld viel mit Frauen zu tun habe.
    Es steht eine Trennung ins Haus. Kurze Situationsschilderung -> am Samstag der letzten Woche war noch alles i.O. und ich war gerade im Badezimmer um mich fertig zu machen, ergo war meine Freundin gerade im Wohnzimmer und hatte "Aufsicht" auf das Kind. Auf einmal höre ich einen lauten, dumpfen Knall ... renne ins Wohnzimmer und frage "was ist passiert?!" Das Kind ist auf den Boden gefallen.
    Daraufhin fragte ich, wie das passieren konnte wenn sie doch gerade im Wohnzimmer ist ... "Ich sei ja nie da"
    Das war natürlich eine Aussage aus dem Affekt heraus, aber eig. sitzt der Stachel viel tiefer, da ich wohl nie da bin. Sie sitzt den ganzen Tag zu Hause und guckt TV, sie geht auch kaum mit dem Kind raus usw. und ich bin da halt ein wenig anders, denn ich gehe noch 3x die Woche zum Sport (seit einem halben Jahr ca.) und treffe mich (nurnoch) 1x im Monat ca. mit meinen Jungs um irgendwas zu unternehmen, einfach mal rauszukommen. Sie hat kaum soziale Kontakte, da sie sich von all ihren falschen Freunden abgewandt hat - was auch richtig ist, aber jetzt hat sie sogut wie niemanden mehr. Auch ein Problem, aber das eigentliche Problem ist, dass sie mir (sind seit knapp 3 Jahren ein Paar) in den 2-3 Streits die wir hatten jedes mal an den Kopf wirft ich soll ausziehen und bla. Das gibt mir nicht gerade das Gefühl als wäre es ihr ernst mit mir.
    Ich mache gerade eine Ausbildung und sie zahlt die Wohnung (Fixkosten), aber sie wollte auch das ich diese Ausbildung mache und somit war ihr auch von vornherein klar, das ich z.Z. eher weniger Geld habe, aber von meinen 600€ gebe ich auch 3/4 des Geldes Ihr (Bar) um mich sogut es geht halt auch zu beteiligen. Das hat alles nicht viel mit dem Thema an sich zu tun, aber damit ihr einen kleinen Einblick habt.
    Jetzt zum eigentlichen: Ich will mich natürlich um mein Kind kümmern, aber habe ein riesen Problem. Wenn sie nach gewisser Zeit einen neuen Freund findet und dieser bei ihr einzieht, die kleine jeden Tag mit ihm aufwächst und er sich um sie kümmert, dann wird die kleine, früher oder später, ihn als "Papa" sehen und meine ganzen Bemühungen waren für die Katz. Bitte versteht mich nicht falsch, es war natürlich nicht fürn Arsch, aber dann zahle ich, sehe sie trtz. nur 2x die Woche und der neue ist dann der, der meine eigentliche Position einnimmt und damit komme ich nicht klar. Ich meine, das ganze ist jetzt erst eine knappe Woche her und nachher rede ich mich das erste mal mit ihr aus.
    Es gibt das Beziehungs-Ich-und-du und das Eltern-ich-und-du wenn das Erste zu Bruch geht, dann kann ich damit leben, aber wir sollten erwachen genug sein um das Zweite uns korrekt und zu kümmern und da habe ich Angst.
     
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  3. Und was ist nun deine Frage?
    Du willst dem Kind ein guter Vater sein, aber gleichzeitig ist ja dir Freiheitsdrang wichtiger, als auf die Vorwürfe deiner Freundin in der Beziehung einzugehen.

    Ist dir schon mal in den Sinn gekommen dass deine Freundin mit dem Kind wenig Möglichkeit hat, neue Leute kennenzulernen oder rauszugehen, so wie du? Oder auch keine große Lust hat, das Kind immer mitschleifen zu müssen?

    Wenn man ein Kind hat, kann man sich nun nicht mehr wie ein Single verhalten und ein solches Leben führen.

    Dass deine Freundin sauer ist, dass du dieses Leben weiterhin führst, sie aber sich um alles andere kümmern soll und das auch noch finanziert, ist für mich verständlich.

    Mein Vorschlag daher: schaffe ihr Freiräume, indem du mal das Kind nimmst, hilft bei der Hausarbeit und beschäftige dich mit dem Kind, unternimm etwas mit ihr gemeinsam und eurem Kind.

    Wenn sie dich als Partner und kümmernden Vater wahrnimmt, wird sie wohl eher kein Interesse haben sich von Dir zu trennen. Demzufolge brauchst auch du keine Angst zu haben dein Kind nicht aufwachsen sehen zu können und nur Zahlvater zu sein.

    Ich habe irgendwie das Gefühl, dass du dich selbst blockierst eine emotionale Bindung zum Kind aufzubauen aus Angst, dass die Beziehung scheitern könnte.

    Aber ob du eine gute Bindung zum Kind hast entscheidest du lebenslang durch dein Verhalten und um durch dein Kümmern ums Kind.

    Eine guter Vater wird man nicht durch reine Anwesenheit beim Wohnen.
     
  4. Hallo Fragesteller,
    das, was ich in Deiner Frage überhaupt nicht sehe, ist eine große innerliche Verbindung zu Deiner Frau - das ist Euer größtes Problem, nicht die Kinderbetreuung. Entweder verschweigst Du uns hier viel oder Du bist halt so ein pragmatischer Typ. Mir ist nicht klar, was jetzt der Trennungsgrund ist: Sehe ich das richtig, dass Du Dich trennen möchtest, weil Du mit der Kinderbetreuung durch sie nicht zufrieden bist? Ich weiß, kein Kind sollte je von einer Couch oder von sonst etwas runterfallen....aber, wenn Du diesen Fehler nicht verzeihen kannst und keine andere Verbindung zu Deiner Frau findest, dann wirst Du möglicherweise an einen viel schlimmeren Punkt kommen, vor dem Du selbst ja auch Angst hast.
    Der Schlüssel ist die Verbindung zu Deiner Frau und ihr seid gerade in der kritischsten Phase, die ein Paar durchleben kann: nämlich in der ersten Zeit mit Kind. Wenn sie Dir sagst, Du wärst "nie da", dann nimm das ernst! Es gibt wohl keinen größeren Männerfehler, als eine frischgebackene Mutter alleine zu lassen! 3mal die Woche zum Sport zu gehen, ist momentan einfach nicht drin! Damit hast Du begonnen, als Dein Kind gerade zwei Monate alt war! Das geht einfach gar nicht! Stell das unbedingt ein, bis Deine Frau aus ihrer Krise heraus ist.
    Viele Frauen kriegen mit einem kleinen Baby eine Krise, fühlen sich unattraktiv und sind nervlich gereizt, weil sie zu wenig schlafen und null Freizeit mehr haben, zumindest fühlt sich das für viele Frauen so an. Und wenn dann der Mann an drei Abenden nicht da ist, dann ist das eben für viele Jungmütter ein Grund zum Verzweifeln. Nimm sie in ihrer Verzweiflung unbedingt ernst und kümmer Dich mehr um sie, wenn Du die Katastrophe abwenden möchtest.
    Geh einfach abends mit ihr und dem Baby im Kinderwagen mit ihr spazieren, aber sei kein solch ein Egoist mehr, der alleine geht. Verstehst Du, Du schreist gerade nach Freiheit, weswegen Du zum Sport gehst, sie schreit auch nach Freiheit, ihr habt an sich beide eine Krise, weil ihr es noch nicht kapiert habt, was ein Kind wirklich bedeutet.
    Alles Gute. w, 37 J.
     
  5. Nun ja falls es wirklich zur Trennung kommt, könnt ihr Euch ja evtl. auf die 50-50 Regel einigen. Dann hat dein Kind, wenn du auch wieder eine neue Partnerin hast, eben 2 Paar Eltern.

    Oder du übernimmst (möglichst im Einverständnis mit der Mutter) die hauptsächliche Betreuung und die Mutter hat nur Besuchsrecht.

    Ich kenne 2 Fälle, in denen die Mütter das gern so geregelt hätten. Leider wollten aber die Ex-Männer sich nicht beruflich einschränken bzw. sahen das bei der Suche nach einer neuen Partnerin als großes Hindernis.

    Am besten wäre aber natürlich, dass ihr gemeinsam Euer Problem löst und eine Trennung vermeidet. Dazu müsst ihr Euch gegenseitig gut zuhören, versuchen, die Situation des anderen zu verstehen und schauen, wo ihr Euch gegenseitig entlasten und helfen könnt. Falls ihr das allein nicht schafft, kommt vielleicht eine Paartherapie in Frage.
     
  6. Was mir als Außenstehenden Sorge macht, ist die Schilderung deiner Freundin. Kaum soziale Kontakte, geht mit dem Kind kaum raus, den ganzen Tag vorm TV und dann fällt einfach mal so das Kind auf den Boden. Da schrillen bei mir sämtliche Alarmglocken. Ihr seid wahrscheinlich noch sehr jung und beide mit dem Kind total überfordert, wie es auf mich wirkt. Bitte vergegenwärtige dir das und sprich unbedingt mit jemanden, der deiner Freundin und dir mit dem Kind helfen kann. Wende dich bitte am besten an eine professionell Anlaufstelle. Das Wohl eures Kindes ist in Gefahr!
     
  7. Liebst du sie noch? Davon ist irgendwie gar nichts zu lesen. Klingt, als würdest du sie als WG-Mitbewohner betrachten, die eben euer Kind betreut.
    Wie hier schon gesagt wurde: Die ersten Monate/Jahre mit Kind sind kritisch, da geht auch hormonell bei den Frauen alles hoch und runter und die Beziehung leidet eigentlich immer, weil sich alle erst einmal zu dritt neu justieren müssen und die Zeit, die man weniger für die Partnerschaft hat, verschmerzen müssen.
    Okay, sie hat sich von ihren falschen Freunden losgesagt - hast du sie dazu gebracht? Was heißt falsche Freunde? Habt ihr keine gemeinsamen? Und jetzt ist sie ganz alleine und ohne Kontakte? Mit Baby neue Leute kennenlernen geht, über Babygruppen etc., aber dafür muss die Frau auch die Energie haben. Ist sie nach der Geburt depressiv geworden, hat sie sich geändert? Vielleicht hat sie eine postnatale Depression, das ist gefährlich und muss behandelt werden. Warum gehst du mindestens vier Mal die Woche weg und lässt sie alleine und bist ja tagsüber bei der Ausbildung (!), aber es ist dir egal, dass sie scheinbar nie mal ohne das Baby raus kann? Du machst dir gar keine Sorgen, dass sie keine Freunde mehr hat...? Also das liest sich alles total gefühlskalt und seltsam. Man weiß hier nicht, was ihr Anteil ist, aber sie leidet scheinbar sehr, wenn sie dir bei jedem Streit sagt, du sollst besser ausziehen. Ich nehme an, sie geht auf dem Zahnfleisch.
    Es ist ja löblich, dass du dir um das Kind Sorgen machst und um deine Vaterrolle, aber entweder ihr arbeitet an eurer Beziehung oder ihr trennt euch und du musst dann eben von außen ein engagierter Vater sein. In so einer lieblosen Beziehung wie bei euch momentan will man kein Kind aufwachsen sehen.

    w, 35
     
  8. Von meinen Eltern würde ich als 8monatiges Baby schon etwas mehr Ernsthaftigkeit erwarten...
    Und ich denke, man kann auch erwarten, dass sich Eltern absprechen, ihre Beziehung gestalten und nicht bei jedem kleinen Streit gleich ausziehen wollen. Das geht eben nur, wenn man Single ist.

    Das wirst Du wohl mit Deiner Partnerin klären müssen. Rein grundsätzlich würde ja auch die Möglichkeit bestehen, dass Du Dich ums Kind kümmerst (wer tut das eigentlich jetzt, wenn Du in Ausbildung bist und nichts verdienst?). Oder ihr teilt euch das 50/50.
     
  9. Du schreibst selbst, dass du kein Problem mit einer Trennung als Paar siehst, wirkst deiner Freundin ohnehin überdrüssig. Du erträgst sie, solange sie dir keinen Stress macht, aber schon ihre Äußerung, du wärst nie da, ist deinem Ego zuviel. Sei es drum. Nun zur Elternseite:

    Da sehe ich zwei Ebenen, die eng mit einander zusammenhängen: Die materielle Betreuungsebene und die emotionale Verbindungsebene.

    Wenn du Verantwortung übernehmen, eine Bindung aufbauen möchtest, weil du dein Kind liebst und dir seine Entwicklung wichtig ist, wirst du angemessene Zeit mit ihr verbringen müssen, in der ihr Schönes zusammen erlebt, du dich ein zuverlässiger und stabiler Part in ihrem Leben wirst. Das "Mindestmodel" dazu wäre die 14-Tage-Wochenendregelung, vielleicht noch einen Tag innerhalb jeder Woche und die Hälfte der Ferienbetreuung, wenn sie mal zur Schule geht. Dann kannst du weiterhin deinen Sport machen, hast sogar jedes zweite Wochenende "kinderfrei" für Kumpels, Abenteuer oder Partnersuche. Wenn du die anderen beiden Wochenenden echt cool und liebevoll mit deinem Kind verbringst und dir in den Ferien wirklich Zeit nimmst, bleibst/wirst du trotzdem eine wichtige Bezugsperson und ein toller (Wochenend)Papa. Egal ob es noch einen Stiefpapa geben sollte. Hauptsache du machst deine "Sache" gut, mit Liebe und Engagement und die Mutter schießt nicht quer. Für die Hauptbetreuungsarbeit der Mutter im Alltag zahlst du dann zum Ausgleich Alimente.

    Oder du einigst dich auf ein 50:50 Wechselmodell. Dann hat jeder das Kind eine ganze Woche im Wechsel 24/7. Dann muss die Wohnung natürlich entsprechend eingerichtet sein, du musst Wäsche machen, Essen ranschaffen, in die Kita bringen, zum Arzt gehen, später Schulaufgaben machen/durchsehen etc.. Da ist in "deiner" Woche dann natürlich der Sport oder andere Freiheit eingeschränkt, solange das Kind so klein ist. Später kannst du sie bei vielem mitnehmen/ miteinbinden, ist ganz sicher besser, als vor der Glotze hocken. Ob Fitnessstudio, Volleyball oder Joggen- Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Mich hat meine Tochter auf ihrem kleinen Fahrrad begleitet, wenn ich eine Rund um den See joggen gegangen bin, da war sie noch nicht mal ganz fünf Jahre alt.

    Aber egal wie- Vielleicht denkst du nochmal drüber nach, ob deine Freundin nicht doch recht hat und du es dir viel zu leicht gemacht hast. Objektiv betrachtet finde ich eure "Arbeitsteilung" nach Feierabend nicht gerade fair. Klar ist es nicht schön, wenn einer sich hängen lässt, keine Freundschaften pflegt und in die Fernseh- und Computerwelt flüchtet. Vielleicht fühlt sie sich einfach nur ungeliebt und im Stich gelassen in einer besonderen Bewährungs- und Belastungssituation?

    Bin übrigens w50, wüsste aber nicht, was ein seinem Kind positiv eingestellter Mann dir anderes raten sollte.
     
  10. Ihr klingt noch sehr, sehr jung.

    Ich würde Euch / Dir empfehlen, mal bei einer Familienberatungsstelle einen Termin auszumachen, vielleicht können sie besser beude Seiten anschauen.

    Nun, aber wenn Ihr Euch trennt, dann ist es so, dass Du irgendwann eine neue Partnerin hast - und Dein Kind eine Stiefmutter zu seiner Mutter.
    Und analog einen Stiefvater.

    Es liegt an Dir, ob Du Vater bleibst oder nicht.
    Mit Krieg verlierst Du Dein Kind ganz sicher.

    W,49
     
  11. Ich sehe hier in erster Linie die Sorge des FS um seine Position als Vater - leider nicht einmal die »Position eines liebenden Vaters«, sondern eher die des »Besitzers«. @ztiivn betont, dass
    Wenn er sein Kind wirklich liebt, die Beziehung in der jetzigen Form nicht zu halten ist, müsste er sich darüber freuen, dass die Kleine womöglich später in einer liebevolleren Umgebung aufwächst, in der ein Stief-Papa auch wirklich für sie da ist. Schon mal vom »Kreidekreis« gehört?!

    Bis hierhin lese ich nur, dass der FS den Anspruch hat, mindestens 3-4x wöchentlich (Sport und seine Jungs) unterwegs zu sein - ohne Frau und Kind. Die Mutter dagegen kaum soziale Kontakte mehr hat. Absage an ihre bisherigen Freund auf deinen Druck hin, lieber @ztiivn?
    Und wie sollte sie soziale Kontakte aufbauen und halten, wenn sie auf dich nicht zählen kann, weil du ständig unterwegs bist?

    DU willst, dass zu Hause - ohne dein Zutun - alles läuft. Ganz nebenbei darf dir deine Frau auch noch den Großteil deiner Ausbildungskosten bezahlen (weil SIE wollte, dass du diese Ausbildung machst? Was für eine erbärmliche Erklärung!).

    Ich glaube, dass euer Kind in einer ruhigen und ausgeglichenen Beziehung besser aufgehoben wäre, als in eurer angestrengten Umgebung. Und wenn sie dabei noch einen »Papa« findet, der freiwillig öfters zu Hause ist und sie mit großzieht - umso besser!
     
    • # 10
    • 17.01.2019
    • void
    Wieso, sie nimmt Dich doch auch wahr als eben den leiblichen Vater. Wenn Du für das Kind da bist, nimmt es Dich wahr, das ist ganz einfach. Außer, Deine Noch-Partnerin zieht weg. Vielleicht will sie das Kind auch gar nicht. Es wirkt auf mich so, als sei ihr das Kind egal, wenn es runterfällt, obwohl sie im Raum ist und als Begründung gesagt wird, dass Du ja nie da seist. Also lässt man mal eben das Kind ruhig runterfallen, damit Dir bewusst wird, dass Du hättest dasein sollen? Oder versteh ich das gerade falsch?

    Sieh Dir auch mal an, was Du machst - Du machst ne Ausbildung. Das ist gut. Aber dann gehst Du DREImal die Woche zum Sport. Wann kann Deine Frau denn mal zum Sport gehen oder was unternehmen, also ohne Kind? Es sieht schon so aus, als hättest Du weiter Deinen Spaß wie als Nicht-Vater, und alles bleibt an ihr hängen. Da kannst Du doch dann nicht so rangehen, dass Du Angst hast, das Kind würde einen anderen "Papa" nennen. Du bist ja nicht mal da, wenn Du Zeit hättest.
    Ich denke auch, dass Du noch sehr jung bist. Aber selbst ältere Männer denken, ein Baby zu betreuen, sei wie zu Hause chillen und ab und an mal einen Handschlag zu machen, und sie fühlen sich nicht zuständig. Das ist WEIT daneben, denn es ist ein Rund-um-die-Uhr-Job, das Kind schläft, wann es will und nicht, wann die Mutter gerade auch einschlafen kann oder es gebrauchen könnte, weil irgendwas zu tun sei. Und wenn der Vater dann auch noch sein Leben einfach weiter wie vorher lebt, weggeht und sich um sich kümmert, kriegt die Frau natürlich den Eindruck, dass ihm gar nicht klar ist, dass er auch Elternteil geworden ist. Sie musste ihr ganzes Leben umstellen, Du fühlst Dich vielleicht - keine Ahnung - ne Stunde am Tag? als Vater? Wieviel Zeit verbringst Du am Tag mit Deinem Kind?

    Vielleicht hat Deine Partnerin auch eine postnatale Depression.

    Ich hoffe, jemand schreibt Dir hier noch, wohin Du Dich wenden kannst, denn ich finde, ihr solltet euch Hilfe von außen holen. Ein unbeteiligter Dritter, der Ahnung davon hat, kann euch helfen, richtig miteinander zu reden und dem anderen ohne Streit und Stress aufzuzeigen, was er falsch sieht und falsch macht.

    Jedenfalls - wenn Du als Vater von Deiner Kleinen gesehen werden willst, dann verbringe so viel Zeit, wie es geht, mit dem Kind, lass Dich auf es ein, statt dreimal in der Woche zum Sport zu rennen. Und frag nicht, ob sich die Mühe FÜR DICH lohnt, wenn Du Dich mit Deinem Kind beschäftigst. Es geht um zwischenmenschliche Bindungen und welchen Eindruck Dein Kind von seinem Vater bekommt. Es geht um die Interessen des Kindes, nicht um die seiner erwachsenen Eltern dabei.
     
  12. Welche Bemühungen?

    Du bist sicher mit der Ausbildung beschäftigt, das fordert Einsatz, davon wirst DU profitieren
    Mit dem Geld, das Du verdienst, ernährst Du die Familie nicht.
    Zeit hast Du nicht viel und wenn Du nicht arbeitest, bist Du seitdem die Kleine da ist, von 7 Abenden 3 weg. 1x im Monat noch einen 4.
    Deine Freundin kümmert sich um die Kleine.
    Ob dies ein aktives Baby ist, wie die Geburt war, wie die Kleine schläft, etc. steht hier nicht.
    Aber auf jeden Fall hat sie Haushalt und Baby. Das macht sich gerade wenn das Baby noch klein ist, gar nicht von selbst, schon gar nicht, wenn die Mutter eben chronischen Schlafenszeit hat.

    Also Deinen Beitrag lese ich momentan - Du hast es gezeugt.
    Und jetzt gibt es in der wenigen Zeit, wo Du da bist, noch Stress und Streit.

    Verheiratet seid Ihr auch nicht .

    Ehrlich, ich könnte mir als Frau und Mutter gut vorstellen, dass es Deine Freundin ohne Dich besser hat.
    Warum eigentlich willst Du die Meinung von Frauen nicht?
    Weil sie Dir alle das sagen, was Du nicht hören willst?
    Dass Du Dich benimmst wie ein egoistisches ...?
    Dir geht es nur um Dich, und um Eifersucht.

    Nun, vielleicht solltest Du mal darüber nachdenken.

    Und erwachsen werden. Du bist Vater.

    W,49
     
  13. Wie meine Vorschreiber kann auch ich euch nur raten, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

    1. für deine Freundin: Ich dachte ebenfalls an eine postpartale Depression, denn eigentlich könnte sie ja mit dem Kind z.B. in der Krabbelgruppe oder beim Känguruturnen u.ä. neue Freundinnen kennen lernen. Sprecht dazu nochmal mit der Nachsorgehebamme, dem Frauen- oder Kinderarzt oder einer Schwangerenberatungsstelle.

    2. Für euch als Paar: Es gibt ehe- und Familienberatungsstellen wie pro familia, Diakonie oder Caritas, deren Beratungsangebot kostenlos ist. Zu finden bei den entsprechenenden Organisationen eurer Stadt als Familien-, Partnerschafts- und Lebensberatung.

    3. Und ebenfalls als Paar um im Gespräch zu lernen Probleme zu lösen: googelt mal epl- oder kek- kurs.

    4. Ansonsten auch das Jugendamt, z.B. die KOKI-Beratungsstellen für Prävention im Kleinkindalter.
     
  14. Hallo,
    du hast einen kleinen Menschen, der zu dir gehört.
    Du gibst deiner Lebensgefährtin, mangelnde Aufsicht vor?
    Was tust du?
    Machst dir Gedanken ob ein anderer, es wohl besser macht?
    Sorry, du musst doch wissen wie man ein Kind wickelt, oder für es da ist.
    Tausch einfach deine Gedanken...
     
  15. Aus deinem Beitrag lese ich nur wie wichtig deine eigenen Bedürfnisse sind! Bis jetzt bist du lediglich ein Erzeuger, der noch lernen muss, was es bedeutet Vater zu sein.
     
  16. Deine Freundin kümmert sich während deiner Arbeitszeit um Kind und Haushalt und auch noch an drei Abenden, an denen du zum Sport gehen kannst. Versetze dich doch mal in ihre Lage. Sie ist zuhause und 24/7 klebt ein Baby an ihr und du bist ziemlich frei.
    Statt zum Sport zu gehen könntest du dein Kind einpacken und ne Stunde spazieren gehen, bald könntest du mit einem ordentlichen Kinderwagen sogar joggen gehen mit Baby. Dann hätte deine Freundin Zeit mal eine lange Dusche zu nehmen oder in Ruhe den Haushalt zu machen.
    Klar darf ein Baby nicht auf den Boden fallen aber solche Sachen passieren leider und sicher hat sich deine Freundin deswegen schlecht gefühlt!
    Liebst du diese Frau überhaupt? Oder ist es grade nur praktisch, weil sie die Wohnung bezahlt und dir den Rücken freihält? Ich bin neben meiner Ausbildung am Wochenende noch kellnern gegangen und habe babysitting gemacht... du gehst 3 (!) mal die Woche zum Sport trotz Freundin und Säugling zuhause.
    Vielleicht gehst du mal mit deiner Freundin zum Babyschwimmen oder zur Babymassage, Väter in meinem Bekanntenkreis machen solche Dinge... da sind die Frauen auch besser drauf!
     

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