1. So wie Du schreibst, bist Du gedanklich schon getrennt. Ich nehme an, das mit dieser Einstellung nichts mehr zu machen ist. Dann trenne dich, Du scheinst das ganz einfach zu sehen.
     
  2. Erst einmal Danke für eure Zeit und Gedanken! Einige davon waren für mich kurz irritierend, aber so hat jeder auch seine eigenen Interpretationen und Ansichten - wie so oft im Leben. Ich konnte mir für mich auf jeden Fall die eine oder andere sehr gute Anregung herausnehmen, und muss nun mal schauen was ich daraus mache.
     
  3. Das war nicht die Frage und ist destruktiv. Rein finanziell ist es besser ein Haus früh zu kaufen bzw. zu bauen, wenn es sich ggü. der Miete rechnen soll und 30 ist jetzt nicht so jung. Bei mir um Umfeld war ich mit 40 eher alt. Da gibt es einige unter 30 - nur mal so. Und egal wie alt. Ehen halten weniger lang, werden öfter geschieden als früher. Man kann das negativ sehen: 50 % trennen sich. Man kann es positiv: 50% bleiben zusammen!

    Viele schrieben hier von Verantwortungslosigkeit, sofortiger Trennung, von Deppentum, nicht Kompatibilität von Beginn an, Haus wäre eh total doof usw. usf. Alles Interpretation. Keiner von uns kennt Dich / Euch. ´

    Viele schrieben auch, dass Du nicht aufgeben sollst. Auch ich bin dieser Meinung.

    Da ist außer den Streitigkeit und dem sexlosen Leben viel positives. Was ist Henne, was ist Ei. Gibt es Streit weil der Sex fehlt, fehlt der Sex, weil es Streit gibt, worüber streitet Ihr? Warum lief es früher besser? Hinterfrag das mal, schildere mal, wie es dazu kommen konnte. Es gibt so viele Ursachen.

    Ein Beispiel von mir (auch mittlerweile Vater - als alter Sack noch geworden). Es gibt Leute, die behauptet ich hätte einen Putzfimmel. Es stimmt, dass ich es sehr sauber mag. Und nun ist mit dem Zwerg zwar nicht total verdreckt, aber eben nicht mehr so wie früher. Es liegt überall was rum. Es stört mich total, wenn ich nach Hause komm und jeder Raum ist unordentlich. Was tun? Ich bringe, sofern ich früh genug wach wurde morgens (passiert in 80% der Fälle) die Küche noch weitestgehend wieder auf Vordermann und die Freundin versucht zumindest den Wohnbereich aufzuräumen. Mein Kompromiss, um nicht total frustriert zu sein, ist ein aufgeräumter Flur und neben der Küche und Bad (da herrscht selten Unordnung) ein weiteres Zimmer. Das kriegen wir hin, indem wir abends noch einiges erledigen und ich oft noch morgens noch etwas. Es bleiben also genügen Räume in einem großes Haus für Unordnung übrig.

    Nochwas anderes: Ich hatte Angst vor einer von mir genannten mütterlichen Mutter. Eine die sich in Jogginghose und mit fettigen Haaren nur noch um´s Kind kümmert. Nein sie hat nie eine Jogginghose an und wenn wir zusammen was unternehmen, hat sie schicke Klamotten und trägt oft Pumps. Schau mal, ob Ihr Euch da beide habt gehen lassen.

    M 49
     
  4. Fazit: Du willst nicht. Dann helfen auch gut gemeinte Ratschläge nicht. Sag einfach: so kann es mit uns nicht weitergehen und gib den Ball an ihn.

    Falls Du noch nicht aufgegeben hast: Die Wandlung kann auch von Dir ausgehen. Respekt für ihn gewinnen, der Kuss zur Begrüßung, kleine liebe Gesten. Sie kommen wahrscheinlich von ihm zurück, und dann findet Ihr zueinander. Dafür braucht man keinen Therapeuten. Ich kenne Paare, die das geschafft haben.
     
  5. Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, wenn man nach Problemen entschlossen sein Leben ändert. Das habe ich schon mehrfach getan.
    Aber ich habe bis zu einem gewissen Zeitpunkt immer darauf geachtet, dass ich auch frei genug bin, solche Entscheidungen zu treffen (keine Kinder, nicht heiraten, nicht bauen).

    Ich lese immer nur Du und "alleine auf seine Stimme hören" . Die FS ist nicht alleine. Es ist alles nicht nur ihre Entscheidung.

    Sie hat sich erst vor kurzem entschieden, in einer eigenen Familie mit zusätzlicher äußeren Verpflichtungen zu leben. Die Familie ist offensichtlich auch finanziell auf einen Wohnsitz angewiesen.
    Man kann sich nicht jeden Tag mal eben um das eigene Eckfähnchen drehen, wenn man sich für eine solche Konstallastion entschieden hat.

    Das sehe hier genauso wie @moobesa, der ja auch darauf hinweist, das IN DIESEM FALLE schon eine grundsätzliche Indikation vorliegen muss (z.B. körperliche Gewalt, äußere Katatrophen, Krankheiten ...etc.) um den Schritt der FS mal eben so zu gehen.

    Und erzählt mir nicht, dass man dann ja grundsätzlioch unglücklich leben müsste und die Kinder darunter leiden.
    Ich habe an mir selbst gesehen, dass wir Menschen durchaus in der Lage sind, unser Mindsettung so zu beeinflussen (Abspachen, Freiräume einrichten, das Positive im Partner sehen ...etc), dass wir unseren Verantwortungen auch Rechnung tragen können.

    Ja, aber wieso passiert das im vorliegenden Falle direkt nach dem zweiten Kind.
    Dieser Mann wird sich doch nicht plötzlich total geändert haben,
    oder war das Kind ein Unfall ?
     
  6. Dann weißt du doch "eigentlich" schon was du willst, @Gabi123 und was gut für dich/ euch wäre.

    Von "schnell aufgeben" kann man nicht sprechen, wenn ihr euch schon länger damit beschäftigt, weil die gesamte Situation für euch unbefriedigend ist.

    Irgendwann ist die Luft eben raus und dann muss man ins Handeln kommen. Da ihr noch finanziell zusammen hängt, könntet ihr vielleicht in eurem Haus räumlich getrennt wohnen, so dass jeder seinen Bereich hat, wie in einer WG, die Kinder euch aber beide vor Ort haben.

    Problematisch kann es in so einer Konstellation unter Umständen werden, wenn einer von euch eine neue Beziehung eingehen will. Dann müsste man neu über die Wohnsituation und das Finanzielle sprechen. Sind erst einmal klare Verhältnisse geschaffen, werdet ihr auch anders miteinander umgehen können.

    Eine freundschaftliche Basis der Eltern ist für Kinder immer besser als ein Rosenkrieg, ganz gleich, ob Trennung oder nicht. Wenn ihr die Situation alleine nicht klären könnt, holt euch eine unbeteiligte dritte Person dazu. Solange man miteinander reden kann, lässt sich auch eine zufrieden stellende Regelung treffen.
     
  7. Ich bin der Ansicht, dass man sich mit kleinen Kinder besser trennen kann als mit großen. Die Kinder gewöhnen sich recht schnell an den neuen Zustand und die neue Umgebung. Ältere Trennungskinder leiden oft ihr Leben lang unter der Scheidung der Eltern und wollen dann im Erwachsenenleben das wieder gut machen, was die Eltern in ihren Augen schlecht gemacht haben. Dann kann das Erwachsenen-Ich gar nicht aufwachen und sie bleiben ewig traumatisierte Kinder. Können also auch für ihre eigenen Kinder nicht das Eltern-Gegenüber sein, was nötig wäre. Ich kenne da einige Familien, da kann ich echt nicht verstehen, warum sie weiter zusammen bleiben. OK, das stimmt nicht ganz, denn es ist meistens das Geld, was zusammen hält, das aushalten lässt. Wie armselig, wie traurig, es ist nicht schön anzusehen. Man muss nicht gleich alles wegwerfen, aber man muss faule Äpfel auch nicht behalten und verbieten, über faule Äpfel zu reden.
     
  8. Aber garantiert, wo die Liebe fehlt, hat es keinen Sinn zu bleiben, denn alle leiden darunter, später bereut man es, nicht schon viel früher gegangen zu sein.
    Leiden in der Beziehung lehne ich ab!
    Wenn die Liebe wegfällt, dann passiert das, Liebe aber auch fehlende Liebe nehmen keine Rücksicht, meistens hat es schon von anfang an nicht richtig von innen her gepasst, von innen nicht gestimmt und kommt dann später zum totalen Ausbruch, das läuft doch so bei den Allermeisten ab, sie kommen überwiegend im Außen zusammen, nicht im Innen, jedoch das Innen rächt sich dann irgendwann, warum gehen denn so viele Beziehungen und Ehen auseinander, immerhin geht jede 2. Ehe in Scheidung, ob kleine Kinder oder schon größere Kinder da sind, spielt dabei keine Rolle.
     
  9. Du kommst nicht zum Kern.
    Ja wenn die Liebe wegfällt. Aber sowas passiert nicht einfach so.

    Aber da muss eine oder mehrere Auslöser geben. Die finden wir im Forum auch oft. Hier im Falle der FS gibt es einfach keinen.

    Deswegen verstehe ich die FS nicht.
    Irgendwas muss da sein, über das sie uns nicht informiert, nicht informieren will. Sie will unseren Segen zur Trennung, obwohl wir uns kein richtiges Bild machen können. Träumt sie von einem anderen Mann?

    Sie reißt die finanzielle Seite nur an; erklärt aber auch hier nichts.

    Dann könnte man ihr zumindest raten, wie sie sich am besten trennt. Soll könnet eine Vollzeitjob annehmen und braucht nun Kinderbetreuung oder hat sie schon einen ?

    Reicht ihr Einkommen für eine neue Wohnung?
    Kommt man bei dem Haus finanziell irgendwie auseinander ?
    Das sind Themen für den Anwalt. Mir wird schlecht wo ich das hier schreibe.
     

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