1. Trennungsschmerz, Selbstzweifel - Wie komme ich da wieder raus?

    Liebe Forumsmitglieder,
    Ich wende mich heute an euch, weil ich mir keinen Rat mehr weiß, bzw mich im Kreis drehe und es einfach nicht schaffe "alles" hinter mir zu lassen. Ich hatte ja letztes Jahr schon mal berichtet, dass ich mich selbst als Dauersingle sehe, bei dem es einfach nicht klappen mag.
    Seit sich meine Langzeitbeziehung aus Teenie-Zeiten nach 10 Jahren getrennt hat (er verliebte sich in eine andere) sehe ich einfach keine Sonne mehr. Nach 4 Single Jahren lernte ich dann endlich 2014 jmd kennen und daraus entwickelte sich eine on/off Beziehung die bis Herbst 2016 anhielt. Er trennte sich dann, weil er "mich nicht liebte". Das war ein harter Schlag für mich; denn ich war sehr verliebt und (leider) auch immer darauf aus ihm zu gefallen, weil er sehr kritisch war. Ich hatte großen Liebeskummer, habe viel geweint und als ich an Ostern diesen Jahres erfuhr, dass er bereits jemand neuen hat, hat es mich wieder stark getroffen. Ich dachte eigentlich, dass es wieder so langsam bergauf geht mit wir, weil die Trennung eben auch schon 9 Monate her ist. Aber dem ist nicht so.
    Es geht mittlerweile nicht mehr nur um ihn und dass ich ihn verloren habe; sondern auch darum, dass ich das Gefühl habe einfach nie wieder einen Fuß in die (Beziehungs-) Tür zu bekommen. Ich Zweifel sehr oft an mir selbst, an meiner Bildung (ich habe leider nicht studiert), an meinem Wohnort, an meinem aktuellen Job, an meiner Optik sowieso. Ich weiß einfach nicht woran es liegt, dass ich die einzigen beiden Männer die ich bisher geliebt habe nicht halten konnte und dass sich für mich auch nur Männer interessieren, die mir absolut nicht gefallen.
    Manchmal habe ich richtig Angst alleine zu bleiben, mich damit abfinden zu müssen nie eine eigene Familie haben zu können. Ich gehe wirklich viel raus, mache 2-3x pro Woche Sport und bin auch in meinem Job sehr fleißig. Aber mit einer Partnerschaft will es einfach nicht klappen. Auch eine 3 jährige Therapie hat mich kaum weiter gebracht. Alle Männer die mir gefallen würden sehen mich nicht/ wollen mich nicht. Mittlerweile stelle ich alles was ich bin und was mich ausmacht in Frage und ob ich in der Vergangenheit zu viele Fehler gemacht habe, die mich nun in diese Situation gebracht haben. Mein Ex Partner kritisierte häufig an mir ich würde mich nur "für oberflächliche Dinge" interessieren und sei nicht gebildet genug. Das hat mir sehr zu schaffen gemacht und lässt mich immer wieder zweifeln...Ich wäre über eure Ratschläge und Denkanstöße sehr dankbar!
     
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  3. Liebe Carry,

    Dein Post stimmt mich traurig. Fühl Dich mal gedrückt.

    Leider haben wir heute in der Gesellschaft schon oft, dass Gefühl, kein Studium = nichts wert. Doch das ist Quatsch. Wie viele Leute kennst Du, die nicht studiert haben, erfolgreich sind (oder auch nicht) und dennoch Anerkennung finden? Wie viele Akademiker kennst Du, die oberflächlich sind? Ich kenne es kreuz und quer in alle Richtungen. Meine (Ex-?) Frau hat ihr Studium mit Bestnote abgeschlossen (aber nicht promoviert). Sie nahm mich (Studium nicht beendet) und es lief Jahre gut. Intelligenz hat nicht mit akademischem Abschluss zu tun. Eine Korrelation ist da nicht zwingend gegeben. Schlimm ist, dass er es so zu Dir gesagt hat. Es mag für ihn so gewesen sein. Aber warum war er denn mit dir zusammen?

    Ich drehe mich auch heute (mehr als 2 Jahre nach der Trennung) noch immer mal wieder im Kreis - aber es hält sich in Grenzen. Mein Selbstbewusstsein hab ich gestärkt. Ich hätte zwar auch lieber das Studium beenden sollen. Mittlerweile ist es o.k. (auch wenn es mich immer mal wieder ärgert, aber dann ärgere ich mich, dass ich es nicht nochmal gewagt habe etc. pp).

    Schlimm ist, dass du an so vielem zweifelst. Was ist falsch an Deinem Wohnort? Wäge hier ab. Ich habe an meinem Wohnort keine guten Job Chancen - an der Grenze zu Österreich und 150 km weg von München. Ich wohne sehr schön, kann die Berge und mein Umfeld für allen möglich Sport nutzen. Biergärten usw. Was fehlt sind die Jobmöglichkeiten, etwas Kultur. Würde ich in München wohnen, wäre es mir zu voll, zu laut. Es gäbe mehr Kultur, bessere Jobs - alles gut soweit. Fehlen würden mir die Berge, die Lebenshaltungskosten wären sehr hoch. Also wäge ich ab und bleibe hier. Mit meinem Aussehen war ich auch nicht immer einverstanden, aber ich bin nicht hässlich. Und das bist du bestimmt auch nicht. Mit meinem Job bin ich auch nicht zufrieden - aber der bietet viel Freizeitmöglichkeiten. Auch da wäge ich ab.
    Such doch mal bitte bei Dir das Positive. Vielleicht hast Du eine wunderschöne Nase, vllt. hast du ein Super Sofa. Vielleicht ist es angenehm, dass du ausschlafen kannst. Was weiß ich - aber es wird doch viel positives geben bei Dir. Du siehst es nur nicht. Schreib mal was zu Deinem Aussehen, Deinem Job, Deinem Wohnort. Dann können wir mehr sagen.

    Kopf hoch

    M47
     
  4. Liebe FS,

    dass du keinen Partner findest, muss nicht daran liegen, dass du nicht studiert hast. Millionen Frauen, die ebenfalls nicht studiert haben, leben in einer Partnerschaft.

    Darunter viele Frauen, die selber nicht studiert haben, ihr Partner aber schon. Ich kenne z.B. einen Matheprofessor, dessen Vater ebenfalls Matheprofessor ist, wobei seine Mutter nicht mal Abitur hat.

    Oder suchst du gezielt Männer mit Studium?
    Was machten deine beiden Ex-Freunde beruflich?
    Was machst du?

    Wenn du denkst, dass es nicht an deiner Persönlichkeit liegt, sondern an einem fehlenden Studium und du deswegen todunglücklich bist, dann mach halt dein Abitur nach und studiere. Es gibt keine Altersgrenze, um Bildung zu erwerben.

    Ich befürchte allerdings, dass es nicht an der angeblich fehlenden Bildung liegt, weswegen zwei Männer sich von dir getrennt haben. Bestimmt gibt es dafür auch andere Gründe.

    Viele Männer verlieben sich, ohne dass ihnen primär der soziale Status wichtig ist oder ob du studiert hast oder nicht.

    Andere achten gezielt auf eine gebildete Frau, mit einem sozialen oder finanziellen Hintergrund.

    Falls dir überwiegend der letztere Typus Mann gefällt und du entsprechendes nicht zu bieten hast, ist es natürlich ungleich schwerer einen Partner zu finden.
     
  5. Liebe FS. Ich Weiss wovon du sprichst und wie du dich fühlst. Mir ist auch etwas ähnliches passiert - ich leide seit ca. 5 Jahren wie du - habe auch gedacht das spaete Glueck gefunden zu haben - hat sich als größter Narzisst mit vielen Nebenaffären herausgestellt. Zwischendurch habe ich auch die Hoffnung verloren zumal ich auch schon Ü50 bin. Es stimmt schon das man als Ü50 nur noch sehr, sehr schwer jemand Passendes findet. Manchmal möchte ich alles beenden weil es so hoffnungslos aussieht. Ab und an gibt es noch mal einen LIchtblick wie z.B. ein Date - leider sind die Guten sehr rar. Es gibt jedoch so viel mehr als in einer Partnerschaft zu leben. Richte dich ein, das da nie wieder jemand sein wird. Es wird leichter wenn man sich damit abfindet das man für immer alleine bleiben wird. Such dir etwas, z.B. ein Hobby das dich begeistert. Es kann schön sein zu reisen, evtl. tanzen oder ein Ehrenamt. Dann fühlt man sich nicht so allein und kann ab und zu ein wenig menschliche Nähe geniessen. Alles Gute wünsche ich dir noch.
     
  6. Liebe Carry,
    das ist ein trauriger Post und man spürt richtig Deine Verzweiflung.
    Es liegt ganz sicher nicht an Deiner mangelnden Bildung, wenn Du keinen Partner findest. Ich habe auch kein Abitur, obwohl ich aus einem promovierten Haushalt komme. Mein Ziel war ein anderes.
    Abitur und Studium ist nicht das Maß aller Dinge. An Deinem Aussehen kannst Du einiges ändern, was, dürfte Dir bekannt sein.
    Was Du jedoch mehr denn je benötigst ist Zuspruch für Dich als Mensch. Egal ob da nun ein Partner da ist oder nicht. Vielleicht kannst Du Dich ehrenamtlich engagieren. Hier ist enormer Bedarf und Du bekommst viel zurück.
    Du erinnerst mich an einen Seminarteilnehmer in einem Seminar wo es um Selbstliebe etc. ging. Ich hatte es besucht, da nach einer schmerzvollen Trennung mein Selbstwert empfindlich gestört war. Dieser Mann war echt unsymapthisch, ablehnend, er sah zudem nicht gut aus, wirkte ungepflegt. Keiner wollte gerne Übungen mit ihm machen. Am letzten Tag gab es eine Übung, bei der sich nacheinander jeder Teilnehmer auf einen Stuhl setzen musste , dieser stand auf einem Tisch, also wie eine Art Thron. Dann sollte jeder der anwesenden Teilnehmer, demjenigen der auf dem Thron sass, etwas gutes sagen. was er an ihm schätzt und was ihm gefällt usw. Du kannst Dir vorstellen, dass es uns nicht leicht fiel , diesem Teilnehmer etwas gutes zu sagen. Doch es war die Aufgabe und so kramten wir und jeden fiel dann etwas ein. Du glaubst es nicht: der Mann sass da und es liefen ihm einfach nur die Tränen herunter. Er war tief berührt und sein Herz öffnete sich. Ich glaube ihm hatte seit vielen Jahren kein Mensch mehr etwas Liebes gesagt. Er war überwältigt. Danach war er wie ausgewechselt und wir anderen konnten ihn zum Abschied von Herzen umarmen. So etwas brauchst Du. Nähre Dich mit solchen Sachen, damit Du wieder freier wirst und merkst und vor allem spürst: ich bin ok so, wie ich bin, Und wer mich so nicht mag, der gehört nicht zu mir. Solltest Du in der Nähe von München wohnen, das Seminar war im Haus Buchenried in Starnberg. Es gehört mit zu VHS in München. Alles Gute für Dich und fühl Dich virtuell herzlich umarmt.
     
  7. Liebe carry33,
    drei Jahre Arbeit an dir selbst....und worin hat dich das nicht weiter gebracht? Eigentlich kann man eine Therapie prima nutzen, um vor allem mal den Focus auf sich selbst zu legen. Und das ist es auch, was ich dir schreiben möchte. Ja, dein Beitrag liest sich verzweifelt. Diese Stimmung kennen hier viele, die lange auf der Suche sind. Und ich werde dir auch nicht schreiben, dass da nur der Richtige zu kommen braucht... Denn das ist nicht der Blickwinkel, der dir wirklich hilft. Sondern schau auf dich selbst. Schau dich selbst an und sei dir selbst eine liebevolle "Partnerin" (das wäre eben, was du in einer Therapie gut lernen könntest - und ich kann mir kaum vorstellen, dass da in drei Jahren nicht doch etwas hängen geblieben ist!).

    Es ist das einzig Mögliche, das einzig Verlässliche, wenn du dir selbst wirst, was du bisher vergeblich und ausschließlich in anderen gesucht und nicht dauerhaft gefunden hast: Zu dir selbst gut zu sein und mit dir selbst ein gutes Verhältnis zu entwickeln. Daneben gibt es "Werkzeuge", Tools, die einem helfen, solche Verzweiflungsphasen besser zu überstehen. Denn sie verschwinden dann nicht einfach, aber sie werden im Laufe einer inneren Entwicklung zu mehr Zufriedenheit und Realismus kleiner, besser überschaubar. Denn du findest am Ende immer eine, die dir treu ist: Das bist du selbst.

    Ich wünsche dir Freude an dir selbst!

    Und diesen Rat hier: den vergiss getrost.
    Du hast nämlich dich.
     
  8. Ich würde mich mit auf das Positive konzentrieren und aufhören, zu werten. Was magst du? Was füllt dich aus? Und das, ohne darüber zu urteilen, ob es oberflächlich sein könnte oder nicht. Umgib dich mit Leuten, die die gleichen Sachen mögen wie du. Da hat dein Ex echt Mist gebaut, dir sowas ins Ohr zu setzen. Es gibt eben A*löcher, die andere klein machen müssen, um sich selbst groß zu fühlen.

    Mein Freundeskreis ist übrigens bunt durchmischt, Studium, kein Studium, Promotion. Wenn dir dein Job gefällt und du damit zufrieden bist, dann sei stolz auf dich. Mich interessiert die berufliche Tätigkeit bei der Partnersuche nicht im Ansatz.
     
  9. Liebe FS,

    Deine Verzweiflung kann ich verstehen. Dennoch würde ich Dir raten, Deine Erfahrungen als Chance zu sehen. Vieles im Leben hängt von der inneren Einstellung ab. Männer, die man anzieht, sind oft ein guter Spiegel. Sie nutzen Dich aus, weil Du es zulässt. Wo bleibt Deine Wut, Deine Selbstachtung, Dein Stolz ? Wenn Du mit Deinem Leben/Wohnort unzufrieden bist, ändere es. Du allein hast in der Hand, wie Dein Leben und die Personen, die Dich umgeben, aussehen.

    Mach Dich gross, umgebe Dich mit Menschen, die Dich unterstützen und Dir wohlgesonnen sind. Hab Spass, hol die Stöckelschuhe und den Lippenstift raus. Du bist ein wertvoller Mensch, egal, ob mit oder ohne Studium.

    Schau auf Deine Stärken und was Dir im Leben Freude bereitet. Vielleicht ist der Frust jetzt auch ein Zeichen, dass Dinge sich ändern müssen oder ein Neuanfang notwendig ist. Es kann eine Reise sein, VHS-Kurs, berufliche Veränderung, Kleiderschrank ausmisten... was auch immer.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und positive Energie !
     
  10. Ich vermute daß es daran liegt, daß Du Dich über Deine Männer aufzuwerten versuchst, vor allem intellektuell.

    Du fällst in dieses altbekannte und absolut zerstörerische Muster Mann=Narzisst/ Frau=bewundernde Co-Narzisstin.

    Allerdings kommst Du rüber als eine nette (!) Co-Narzisstin und keine strenge, toughe wie die Goldgräberinnen im TV.

    Mache weiter eine Therapie, weil Dein Text absolut einengend und verzweifelt klingt - Du mußt verstehen, daß wir alle im Grunde alleine sind. Wir sind separate Entitäten und diese Verbindung Mann/ Frau im Gegensatz zur Mutter-Kindbeziehung, eigentlich künstlich ist und absolut auf freiwilliger Basis stattfindet (und oft zerbricht).

    Und Du mußt lernen, an Deiner Persönlichkeit arbeiten, um 1) auf andere Gedanken zu kommen und 2) interessanter zu werden.

    Es gibt Studium Generale um sich fortzubilden. Es gibt VHS und Selbststudium. Es gibt öffentliche Debatten und Lesungen. Frau muß sich nur dafür interessieren. Versuche es mal um Deinen geistigen Horizont zu erweitern, aber um des Wissens willen und nicht als Ort für die Männerjagd (obwohl vielleicht ergibt sich das eine oder andere dabei an Flirts/ Bekanntschaften).

    Fazit: ich fühle mit Dir aber Du machst mir trotzdem zu viel Drama.

    Männer dürfen NIE den Mittelpunkt der Identität einer Frau bilden, sondern ihre ausgereifte und kluge Haltung & allg. Integrität ist das Zentrum.
     
  11. Diese Selbstzweifel kennen vermutlich die meisten Menschen, die plötzlich wieder alleine sind, weil Partner oder Partnerin sich getrennt haben. Objektiv betrachtet sind sie meist weder notwendig noch hilfreich.

    Bildung, Wohnort, Job und auch die Optik sind in erster Näherung unproblematisch. Es gibt ja in Deinem Ort, mit Deinem Job oder mit Deiner Bildung Menschen, die eine Beziehung haben. Und Deine Optik war für 2 Männer auch akzeptabel.

    Das könnte einen Hinweis liefern. Dass Du nicht studiert hast, kann nur dann zum Problem werden, wenn Du nur studierte Männer attraktiv findest. Für Job, Wohnort und Aussehen gilt das im Grunde auch. Natürlich muss man sich verlieben, damit es passt, aber die Kompatibilität oder die "Augenhöhe" spielen auch eine Rolle. Vielleicht sind Deine Ansprüche einfach zu hoch?

    Das weist auch in diese Richtung. Mangelnde Bildung wird nur dann zum Problem, wenn die Verkäuferin es nicht unter dem promovierten Akademiker macht (ich übertreibe hier mal). Vielleicht probierst Du es mal mit "ungebildeteren" Partnern, die vielleicht weniger wählerisch sind? Es ist ja nicht nur Bildung, die einen Menschen interessant macht.
     
  12. Finde den Fehler.

    Worauf immer dieses „für oberflächliche Dinge interessieren” abzielt, Nachbesserungen am visuellen Erscheinungsbild sind definitiv kein Weg, das Problem in den Griff zu bekommen. Um welche Interessen ging es denn? Ich selber wüßte mit einer Frau, die bei Wagner an eine Pizza denkt und bei Bauhaus an einen Baumarkt, auch nichts rechtes anzufangen, selbst wenn sie noch so rattenscharf daherkäme.
     
    • # 11
    • 03.07.2017
    • void
    Es tut mir sehr leid, dass Du so unglücklich bist. Ich sehe eine Hauptsache: Du bist so drauf aus, Dich zu verbiegen, dass Du nur solche Typen anziehst wie den Nörgler, die eine Machtposition in der Beziehung einnehmen. Je mehr Du Dich dem Druck eines anderen Menschen anpasst, umso unattraktiver wirst Du. Er weiß dann auch gar nicht, mit wem er es zu tun hat und findet keine Persönlichkeit vor, die er einzigartig finden kann, in die er sich verlieben kann.

    Mein Rat an Dich ist (obwohl ich weiß, dass Du das nicht ad hoc umsetzen wirst): Lerne, Dich selbst zu schätzen und zu lieben. Anscheinend hast Du ja nicht viel Liebe erfahren, solltest vielleicht auch für Deine Eltern immer anders sein, warst nicht gut genug. Dieses Programm hast Du noch im Kopf, deswegen denkst Du auch, ein Partner sollte so mit Dir umgehen.

    Wenn man sich selbst nicht achtet und seine eigenen Bedürfnisse nicht wertschätzt in einer Beziehung, wird man unglücklich, weil der Partner sie von sich aus nicht mehr beachten wird, wenn Du vermittelst, dass es Dir gar nichts bedeutet. Auch sind viele Menschen so drauf, dass sie es ausnutzen, wenn einer sagt "ich tu alles, nur bitte bleib bei mir". Du bietest nichts Wertvolles von Dir an, weil Du denkst, Du hast davon nichts. Deswegen schützt Du es auch nicht vor den Umerziehungsversuchen anderer, sondern fängst an, Dich zu verbiegen.

    Vielleicht hilft es Dir, mal anzugucken, welche Frauen die Männer gut finden, die Du als Partner wolltest. Es geht mir nicht um die Optik, sondern um das Wesen der Frauen. Ich war mal in einen verheirateten Mann verliebt. Irgendwann ist mir aufgefallen, welches Leben an seiner Seite die Frau führt - und da dachte ich "nein, danke. Das bin ich nicht und das will ich nicht für mich".
    Vielleicht entdeckst Du, dass die Frauen eigensinnig sind, zickig wirken. Dann würde ich nicht denken: Oh, der Arme, er ist mit einem Drachen zusammen. Mit mir hätte er es viel besser. Sondern: Aha, so eine Frau braucht er also, wenn die Beziehung mit ihm funktionieren soll. Und dann kannst Du gucken, ob Dir das liegt.

    Charakter, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zu entwickeln passiert nicht, wenn man immer guckt, wie man sich machen muss, damit man anderen gefällt.
    Ich denke, das beste ist, wenn Du Dich loslöst von dem verkrampften Wunsch, unbedingt einen Partner zu finden, und mal entdeckst, was schön sein kann am Singlesein. Das geht gut, wenn man bestehende Beziehungen mal objektiv betrachtet und nicht nur die schöne Oberfläche. Dann wirst Du entspannter und kannst mal Deine Persönlichkeit zum Vorschein kommen lassen. Die verteidigst Du dann auch, wenn Dir jemand einreden will, Du müsstest anders sein.
     
  13. Liebe Carry. Nach Deinem Nick bist Du 34 Jahre alt?

    Und jetzt fang doch mal an zu sehen, was Du alles hast. Genaugenommen bist Du reich, denn Du lebst (vermutlich) gesund und autonom, bist (vermutlich) nicht behindert.

    Wenn wir uns nur noch mit unserem Mangel beschäftigen, dann wird dieser riesengroß. Dort, wo Deine Energie hingeht, dort ist Wachstum. Du investierst alles in Dein Unglücklichsein.

    Ja, ich war auch unglücklich, weil ich keine Partnerschaft mehr hatte. Ich musste leider erkennen, dass ich mit meinem Beuteschema auch keinen Erfolg haben konnte. Es hat mich einige Mühe gekostet, ein zufriedenes und glückliches Leben zu führen. Zum Schluss war es mir fast egal, ob ich noch jemanden finde, denn ich war gut gesattelt. Ich habe es geschafft, mein Glück nicht vom Vorhandensein eines Partners abhängig zu machen. Und genau in diesem Moment habe ich IHN kennengelernt. VERÄNDERE DICH UND DEINE WELT WIRD SICH VERÄNDERN

    Sei Dir wertvoll, dann wirst Du auch Partner anziehen, die Dich nicht kritisieren und runterziehen. Unsere Partner spiegeln uns. Wenn wir schlecht von uns denken, ziehen wir auch nur Menschen in unser Leben, die diese ebenfalls tun.

    Ich habe mir immer wieder gesagt: niemand hat immer alles. Die Kunst im Leben besteht darin, immer aus dem, was man hat, das allerbeste zu machen. Viel Glück.
     
    Moderationsanmerkung: Nebenthema entfernt, bitte kommen Sie zur Ausgangsfrage zurück. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
  14. Ich denke, void trifft es ziemlich gut.
    Es muss doch ziemlich anstrengend sein, mit einem Mann zusammenzusetzen, der dich dauernd kritisiert.
    Also kannst du doch zur Abwechslung mal du selbst sein.
    Waß hast du da zu verlieren?
     
  15. Dein Ex war möglicherweise narzisstisch. Dazu gehört es, den Partner zu demontieren. Der Narzisst wertet sich auf, indem er seinen Partner abwertet. Von narzisstischem Missbrauch (googel das mal) erholt man sich nicht so schnell. Erkenne erst einmal dieses Problem. Pack das Problem in eine Kiste und stell es in die hinterste Ecke des Kellers. Zieh Dir den Schuh nicht an!

    Und danach arbeite gründlich an Deinem Selbstvertrauen. Es ist völlig egal, was Du so oder so anders machst als andere, ob Du studiert hast oder was auch immer. Du bist eine einzigartige Person und hast das Recht, genau als solche geliebt zu werden. Fang mit Dir selbst an. Liebe Du Dich selbst. Erkenne, was an Dir gut ist und nicht nur, worin Du Mängel siehst. Und als nächstes höre auf, über die Zukunft oder Vergangenheit nachzudenken, sondern lebe im Hier und Jetzt. Freue Dich über das Hier und Jetzt. Du kannst die Zukunft ohnehin nicht kontrollieren, egal wie Du gestrickt bist. Niemand auf der Welt kann die Zukunft kontrollieren! Schau doch mal, wie die ganzen Stars ihre Beziehungsprobleme und Ehescheidungen im Internet zur Schau stellen. Es nützt ihnen gar nichts, wenn sie reich und schön sind. Sie sind trotzdem unglücklich. Das Glück findest Du nur in Dir selbst, nicht in äußeren Dingen. Und wenn Du das Glück dort findest, ergibt sich der Rest von selbst.

    Lies ansonsten vielleicht mal den Bestseller von Eckart Tolle: "Jetzt".
     
  16. Lieben Dank für eure Antworten! Da ist einiges dabei was mir wirklich weiterhilft und worüber ich nachdenken werde!
    Einige Fragen mag ich gerne noch beantworten; vielleicht wird dann manches noch klarer.
    Zu meinem Aussehen, Job, etc:
    Ich bin groß, schlank (36/38) und habe lange braune Haare. Meine Figur versuche ich mit Sport zu halten. Ich liebe es zu essen ;) und gehe sehr gerne aus. Außerdem reise ich so viel wie es geht und interessiere mich für Kunst und Fotografie.
    Ich habe nicht klassisch studiert, sondern nach meinem Abitur ein duales Studium gemacht mit einem sog. "Fachwirt" Abschluss. Ich bin (leider?!) seitdem in einer oberflächlichen (aber auch schönen) Branche tätig.
    Ich habe eine Funktion im mittleren Management; seit Anfang des Jahres auch mit Personalverantwortung. Eigentlich war ich mal stolz darauf, weil ich mich hochgearbeitet habe und trotz schwieriger Bedingungen immer durchgehalten habe.
    Aber seitdem ich immer öfter höre, dass sei angeblich nichts Wert weil die Branche so oberflächlich sei und sich mit "unwichtigem Luxus" beschäftigt, habe ich auch immer mehr begonnen zu zweifeln ob ich dort noch richtig bin...
    Ich wohne in einer Großstadt im Süden ;)
    Ich bin auch sehr verliebt in "meine" Stadt- sie war absolute Wahlheimat und ich liebe die Nähe zu den Bergen und habe trotzdem Kultur, Menschen, Shopping, etc um mich rum. Die Stadt hat mir bisher beziehungstechnisch aber nicht viel Glück gebracht. Ich empfinde die Männer dort fast alle als sehr oberflächlich, unverbindlich und distanziert. Es hat generell sehr lange gedauert Freunde zu finden und mir einen inner circle aufzubauen. Mittlerweile lebe ich seit 13 Jahren in einem südlichen Stadtteil der City.

    Ein Mann muss nicht unbedingt studiert haben um für mich als Partner interessant zu sein. (Mein erster Partner war auch ein Fachwirt wie ich). Der letzte Ex Partner war Anwalt und bewegte sich in Kreisen die ich sehr interessant fand und auch anziehend, aber gleichzeitig habe ich mich nie wohl gefühlt und es schüchterte mich ein. Ich hatte immer das Gefühl nicht mithalten zu können und er befeuerte dies ja noch durch seine gemeinen Aussagen. Trotzdem war er ein Mann der sich bei öffentlichen Terminen immer toll bewegen und ausdrücken konnte. Mir gefiel seine Art sich zu kleiden; er war einfach so ein stilvoller Typ und wenn er in einen Raum kam hat mein Herz immer einen Hüpfer gemacht :)
    Ich selbst würde mich nicht als oberflächlich bezeichnen, aber: mich ziehen große, gut gekleidete/stylishe Männer sehr an und ich tue mich schwer mit einem Mann der in ausgelatschten Turnschuhen und mit Kurzarmhemd daherkommt.
    Ich finde das eigene Beuteschema zu verändern ist eine fast unlösbare Aufgabe. Oder seht ihr darin die Lösung für mich?
    Eigentlich möchte ich doch genau das, was Männer auch wollen (und sich ohne Ausnahme nehmen): einen Partner der mir charakterlich UND auch optisch gefällt.
     
  17. "Liebe dich selbst" ist immer so schön gesagt und auch richtig, doch schwierig umgesetzt.
    Wenn jemand anhaltend Misserfolge einfährt, dann ist der Frust vorprogrammiert. Wer dabei meint, auf Dauer nicht traurig zu werden, der werfe den ersten Stein.

    Du kannst Erfolge bei den Männern nicht erzwingen. Den richtigen Partner zu finden, mit dem es passt, ist auch Glückssache.
    Aber du kannst umdenken, dich quasi umfokussieren, indem du dir selbst sagst: "In diesem Moment habe ich mit Männern keinen Erfolg. Deswegen suche ich mir für die Zeit, bis es klappt, etwas anderes, mit dem ich Erfolg habe."

    Das mag Extrem-Häkeln sein, oder Wohltätigkeit, oder eine Sportart oder oder...
    Nichts pusht das Selbstbewusstsein so sehr wie Erfolge. Stolz auf sich zu sein. Vielleicht bist du eine hervorragende Bienenzüchterin, oder eine besonders gute Freundin, hast einen grünen Daumen für Pflanzen...
    Finde etwas, das dich stolz auf dich selbst macht und investiere deine Zeit, Kraft und Gedanken dort hinein, statt in die Männersuche oder ins Grübeln darüber, ob du ohne Studium ein wertiger Mensch bist.

    Du wirst sehen, dass du dann solche Männer, die an dir herummäkeln, gar nicht mehr in dein Leben lässt. Die finden dann bei dir nämlich keine Angriffsfläche mehr und müssen sich eine andere Person suchen, die Angriffsfläche bietet.
     
  18. Also ich glaube nicht, dass diese Art von Post der FS den notwendigen Optimismus vermittelt, der entscheidend wichtig bei einer Partnersuche ist.
    Wer will schon eine Beziehung mit jemanden führen, der jeglichen Lebensmut aufgegeben hat und nur noch ob seines belastenden Daseins jammert. Der als einzigen Lichtblick ein Date anführt?
    Ich finde so eine Haltung hinsichtlich des eigenen Lebens und der Partnersuche im Speziellen geradezu kontraproduktiv.
     
  19. Danke! Endlich hinterfragt jemand, was es überhaupt war, das der Partner der FS oberflächlich fand. Das würde mich auch sehr interessieren, bevor ich auf ihn draufhaue, wie er bloß so etwas sagen konnte. Oberflächlichkeit ist eine Eigenschaft, die niemand einem ohne triftigen Grund vorwirft. Ich finde, man kann einen einigermaßen qualifizierten Rat erst geben, wenn man auf einer vernünftigen Informationsbasis argumentieren kann.
     
  20. Liebe FS,
    wenn sich kein Mann findet (das ist nicht nur von Dir abhängig, d.h. du hast darauf nur teilweise Einfluss), dann fass' halt die anderen Baustellen in Deinem Leben an, auf die Du allein den Einfluss hast, statt in allen Lebensbereichen dauerzustagnieren und in Unzufriedenheit einzufrieren.
    Ändere den Wohnort, wechsel den Job, modernisiere Dein Styling - womit immer Du unzufrieden bist: beseitige die Ursache der Unzufriedenheit, denn unzufriedene Menschen kommen schlecht bei anderen an.

    Die Ursache, warum Du keinen Partner findest hat vermutlich den gleichen Grund, warum Du 3 Jahre erfolglos in Therapie warst. Du liest Dich sehr anstrengend (überemotional, von allem zuviel etc) - das kann nicht jeder ab und bei Frauen im zunehmendem Alter immer weniger.
    Dein Nick Carrie klingt für mich schon nach einem hysterisch überdrehten und oberflächlichen Wesen, was ich nicht dauerhaft in meiner Nähe haben kann und will.
    Ich glaube, Männer sind in sowas noch empfindlicher, wenn es keine superattraktive 20-jährige ist, die das Programm bietet.
     
  21. Lies mal re-empowerment und die Maske der Niedertracht.
    Es trifft auch Selbstbewusste aber für Menschen, die kein direktes entwickelt haben und sich das nur von Aussen holen können....ist es tödlich.
    Einiges davon ist auch in mir...mehr aber gewesen.
    Gerade aus einer destruktiven Beziehung kam ich schlecht heraus und hatte lange Kummer. Es war wie mit meinem Stiefvater der mich mit: dusselige Kuh erzog und mich ab und zu Puppa nannte, wenn ich mich im liebsein überschlagen habe.
    Eine Therapie kann helfen aber nicht nur in dem Moment wo man sie macht, sondern in dem Moment wo man sich entscheidet.
    Sich wirklich verändern zu wollen...nicht weil man nicht gut ist, sondern weil man sich selbst nicht gut tut.
    Zb wenn man seinen Wert nur anderen in die Hände gibt und so gezwungen ist, diesen von dort zurück zu bekommen.
    Ich hatte also nicht wirklich Liebeskummer, ich war unvollständig denn er hat mir meinen Wert genommen und mir nicht zurück gegeben.
    Genauso wie Menschen die fies wurden zu mir und genau deshalb wichtig wurden.
    Wobei sie mir nicht den Wert nahmen, sondern von mir bekamen.

    Solange du meinst, nur ein Partner wertet Dein Leben auf und die Bemühungen und Anstrengungen für diese noch fiktive Person machst.
    Dein Leben und dich bewertest, wie man Dich sehen könnte....Solange wirst Du leiden.
    Weil es Dich nicht wirklich gibt!
    Du machst Dich erst sichtbar wenn Du Dir selbst Persönlichkeit gibst und genau das lernen willst.
    Für Dich damit Du Dir selbst gut tust.
    Und erst nach der Entscheidung kann eine Therapie helfen...Vielleicht sogar die wirken, die Du gemacht hast.
    Wenn mich heute jemand einfach mal so negativ bewertet, weil dieser Mensch spass am austeilen hat .
    Dann trifft es mich noch immer und ich reagiere innerlich erstmal wie früher.
    Nur denke ich nicht immer darüber nach: warum mscht er das, warum mag sie mich nicht etc.
    Ich ärgere mich nur über mich selbst...da war es schon wieder. Denn ich mag schließlich solche Zicken nicht.
    Geh zum Sport weil Du Sport machen möchtest. Finde Dinge blöd die Du nicht magst auch wenn es dich nicht zu everybodys darling macht.
    Lerne stolz zu sein, was Du kannst und weisst unabhängig von einem Abschluss.
    Streng Dich für Dich an und nicht um von anderen gelobt zu werden.
    Lerne Dir erst selbst zu gefallen als nur über andere.
    Schön wenn jemand irgendwann Dein Leben teilt aber bevor Du das nicht hast, lebst du nur für andere.
     
  22. Dein zweiter Post sagt schon deutlich mehr aus.
    1. Wenn Du in München lebst und bestimmte Typen nicht magst (oberflächlich) und trotzdem keinen findest - hm. Tja due selbst arbeitest in eine Luxusgüterbranche, die reflektierte, sich selbst wertschätzende Menschen nur brauchen, um mitzumischen. Aber nicht für sich selbst. Ich sehe da den ein oder anderen Widerspruch. Mit mir könntest du nichts anfangen. Ich hab jetzt schon kurze Hosen an und freue mich auf heute abend mit einer Forumsteilnehmerin mit Sportklamotten in die Berge gehen zu können. So sehe ich oft aus. Ich wär also raus.
    Aber du suchst einen Mann, der schick angezogen ist und beschwerst Dich gleich, dass die Männer zu oberflächlich sind - schwierig.
    Das Du nicht schnelle Freunde findest - so what. Ich wohne auch in Südbayern - ein Ort mit 1.500 EW. Ich wohne seit 10 Jahre hier und habe 2 gute Freunde gewonnen. Warum auch mehr, warum auch schneller. Das ist ja wieder oberflächlich. Für mich bist Du es auch. In einer Branche möchte ich auch nicht arbeiten, die nur unnützes Zeug vertickt.Aber Du stehst selber drauf.
    Zum Aussehen und Job im allgemeinen. Offensichtlich passt die Funktion, das Gehalt - nur die Branche nicht. Also ändere das. Das Aussehen - evtl. zu dünn?

    Du fandest die Kreise um den Anwalt interessant und anziehend, hast Dich aber nicht wohlgefühlt. Was machst Du dann in dieser Welt? Du suchst in Welten, die Dir nicht passen und arbeitest darin?

    Entweder werde ich aus Dir nicht schlau, oder aber Deine Fremd und Selbstbild passt nicht zusammen. Sprich - oberflächliche Frau will keinen oberflächlichen Typen, da sie sich nicht als oberflächlich sieht. Aber genauso so sehe ich Dich. Wenn andere das auch so sehen, dann liegt da der Hase im Pfeffer. Finde raus, wie stark Dein Selbst- und Fremdbild voneinander abweicht.

    M 47
     
  23. Tja, ich habe mich in meiner Freizeit viel mit Social Media beschäftigt. Das heißt nicht, dass ich den ganzen Tag bei Facebook rumhing und Mist gemacht habe. (Er sah es aber wohl so) Ich interessiere mich eben sehr für diese ganzen Plattformen; es ist auch Teil meines Berufs weil darüber mittlerweile sehr viel Marketing betrieben wird und ich es spannend finde wie diese Plattformen mittlerweile wirken und funktionieren. Er fand das immer ganz schrecklich. Ich solle lieber Nachrichen anschauen statt meine Zeit mit diesem "Mist" zu vergeuden. Ich habe mir das dann auch zu Herzen genommen. Aber es war immer anstrengend mir täglich alle News reinzuprügeln und insbesondere wenn er mich dann am Abend ausfragte was ich über das Thema XY denke, kam ich mir vor wie in der Schule.
    Auch wenn ich mir neue Kleidung kaufte (kam nicht oft vor, da ich eher sparsam bin) meckerte er sofort los und wollte immer wissen wo ich das herhabe, wieso ich es gekauft habe, ob mir bewusst sei unter welchen Bedingungen Kleidung mittlerweile hergestellt wird. (Wenn ich zB ein Shirt bei H&M kaufte). Aber ich hab am Ende dann gar nichts mehr gekauft oder es versteckt. Und wer jetzt denkt ich sei täglich mit Tüten nach Hause gekommen: oh nein. Wir sprechen hier von 3-4 Teilen innerhalb 2 Jahre. Aber wie dem auch sei: er hatte in dem ein oder anderen Punkt bestimmt recht und ich habe mich dahingehend auch selbst hinterfragt und etwas geändert. Aber irgendwie kam ich mir immer so vor, als wäre ich für ihn nur etwas wert wenn ich genauso bin und denke wie er.
     
  24. Liebe carry33, sagt dir der Begriff "selbsterfüllende Prophezeiung" etwas? Das fiel mir ein, als ich Sätze von dir wie diese hier las:
    Jeder sieht die Welt durch seine eigene Brille - für die einen ist das Glas halbvoll, für die anderen halbleer. Je nachdem, worauf ich meinen Fokus richte, nehme ich Verschiedenes wahr. Wenn du zutiefst davon überzeugt bist, dass es bei dir "einfach nicht mehr klappen mag" mit einem Partner, stehen die Chancen in der Tat gut, dass es genauso kommen wird - weil du möglicherweise unbewusst regelrecht darauf hinarbeitest, so schräg das auch klingen mag.
    Was war denn das Ziel deiner Psychotherapie? (Hoffentlich nicht, im Anschluss sicher einen neuen Partner zu finden...)
    In die Kategorie der selbsterfüllenden Prophezeiung gehört auch, dass wir anziehen, was wir ausstrahlen. So ähnlich haben das auch schon einige Vorschreiber ausgedrückt. Wenn du selbst überzeugt bist, dass du niemanden mehr findest, an dir total zweifelst, dich vielleicht wertlos und klein fühlst - und dabei aber hoffst, JEMAND ANDERES sieht in dir was ganz Großartiges und will deshalb mit dir eine Beziehung - ja, das geht dann wenig überraschend schief. Die "tollen" potentiellen Partner zieht derjenige an, der sich seines eigenen Wertes bewusst ist, der zufrieden mit sich ist und das Beste aus den Gegebenheiten zu machen versteht. Ein selbstbewusster, zufriedener Mensch geht Beziehungen mit ebensolchen Menschen ein - er/sie möchte jemanden auf Augenhöhe als Partner haben, niemanden, für den er/sie den Therapeuten geben müsste.
    Möglicherweise versuchst du, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Arbeite erst mal weiter AN DIR, an deinem Selbstwertgefühl - und DANN versuche, einen Partner zu finden. Andersrum gibt das nur Scherben. Mit der Angst, dass du dann möglicherweise keine eigene Familie mehr gründen können wirst, wirst du leben müssen. Das könnte dir anderweitig leider auch passieren (-Partner trennt sich, Unfruchtbarkeit etc.).
     
  25. München ist die Stadt der Singles.
    Du fandest den Mann toll, weil er sich in der Öffentlichkeit so gut bewegen kann? Das sind narzisstische Kriterien.
    Privat war das ja offensichtlich nicht so toll.
    Warum wertet du dich selber so ab? Nur weil du einen Fachwirt hast und dich in einer oberflächlichen Branche bewegst?
    In München gibt es sicher zahlreiche Meditationsangebote.
    Vielleicht solltest du mal eins von denen nutzen.
    Betätige dich ehrenamtlich. Versuch einen Sinn in deinem Leben zu finden.
     
  26. Nach genauerer Beschreibung erscheinst mir das absolut schlüssig und realistisch. Suche weiter, es wird sich jemand passendes finden. Vielleicht nicht in Anwaltskreisen, aber auch in Unternehmen gibt es ja Menschen in mittleren Führungspositionen.
    Mag sein, dass das in München schwierig ist, aber auch dort gibt es sicher andere Männer.
     
  27. Liebe carry33,

    das klingt doch eher nach deiner eigenen Sinnkrise.
    Wie ich schon schrieb, ich denke: Es geht weniger darum, warum sich kein Mann findet, der dir optisch und charakterlich gefällt und der dann auch noch lieb und treu ist, sondern es geht hier um deine eigene Reife. Dich selbst und dein Leben, deine Entscheidungen vertreten zu können und nicht von Meinungen und Stimmungen anderer so aus der Bahn geworfen zu werden.

    Vielleicht ist es die Mode- oder Schmuckbranche, in der du arbeitest? Oder Luxuautos... Und ich kann mir vorstellen, dass man dafür auch Kritik bekommt. Dafür solltest du einfach daran arbeiten, dass du selbst Gründe entwickelst, warum deine Arbeit "sinnvoll" ist. Wäre es zum Beispiel Mode - ist das nicht ein riesen Wirtschaftszweig? Dafür gehen Milliarden über die Ladentische, nicht? Also sollte man auch hinter den Bedürfnissen von Menschen stehen, sich modisch zu kleiden, wenn man für diese Branche arbeitet. Wenn sich für deine wirkliche Branche solche "Sinnbrücke" für dich nicht finden lässt, ist das vielleicht wirklich ein Startschuss zu einer anderen Branche mit mehr Nachhaltigkeit und Verantwortung für die Zukunft?

    Wenn dir dann immer noch die Legitimation fehlt, wie wäre es, wenn du in deiner Freizeit beginnst, ehrenamtlich zu arbeiten? Es gibt tausende Möglickeiten, Gutes zu tun - ja, und darüber ehrlich zu sein, dass man damit auch einem Bedürfnis an Selbst-Legitimation nachkommt. Warum auch nicht.

    Ich wünsche dir, dass du mehr zu dir selbst stehen kannst, fester wirst und mehr Gelassenheit entwickelst. So wirst du selbst ganz automatisch anziehender und weniger verletzbar.
     
    • # 27
    • 04.07.2017
    • void
    Das Beuteschema ändert sich erst, wenn man genauer hinguckt und dann denkt "nee, hatte ich schon, und es hat mich nicht glücklich gemacht". Und damit sind die Wesenszüge und nicht die Anzüge gemeint. Es liegt sicher nicht am Anzug, sondern vielleicht an einer Art überheblichen Attitüde, auf die Du stehst, weil sie Dir souverän vorkommt, könnte ich mir vorstellen.

    Was die Oberflächlichkeit betrifft: Wenn es Dir nunmal Spaß macht, Dich mit diesen Socialmedia-Plattformen zu befassen, dann ist das so. Und wenn das einer oberflächlich findet, ist er nicht der Richtige für Dich, wenn er sich dran stört. Dein Anwalt hat ja nun eine Umerziehung vom Feinsten gestartet, damit Du in sein Leben passt. Und weil Du seiner Meinung mehr Bedeutung gegeben hast als Deiner Meinung, hast Du Deine Interessen nicht verteidigt, sondern fandest seine Einwände berechtigt. Hier würde ich mal ansetzen und überlegen: Ist so ein Typ, der sich mit Nachrichten befasst und darüber reden will, wirklich das, was Du willst? Langweilt Dich das? Oder bewunderst Du das? Falls ja - diese Typen können sehr schön blenden. Hintergründe kennen sie auch nicht, aber können das im Gespräch abbiegen, so dass es keiner merkt. Außerdem verkaufen sie ihre Meinung als ein Fakt. Das merkt jemand nicht, der nur staunt, weil derjenige scheinbar so kompetent daherreden kann. Alles, was Du an Eigenschaften bei anderen bewunderst, insbesondere bei Männern, versuche selbst zu erlernen, denn hier projizierst Du. Es geht nicht bei allem, aber bei solchen Dingen wie Informiertsein auf jeden Fall. Dann kannst Du auch klug reden über Politik und hast sogar noch Hintergrundwissen, was andere, die nur labern können, nicht haben.


    Ich finde bei Unternehmen, von denen man schon gehört hat, wie die Arbeitsbedingungen der Herstellenden sind, Shirts zu kaufen auch nicht richtig. Aber: Wo und von wem wurde sein Anzug genäht? Wieviel Geld kann man ausgeben für Kleidung?

    So kommt es mir auch vor. Und dieser Typ Mann ist redegewandt, hat immer Recht, wirkt scheinbar souverän, ist aber arrogant und blind für seine eigenen Schwächen. Diese Typen solltest Du erkennen lernen und sie meiden, denn die sind alle so, dass sie sich unter ihresgleichen hervortun wollen und sich für die Partnerin fremdschämen, wenn diese nicht mithalten kann bei den Gesprächsthemen, mit denen man sich hervortun will. Optisch hat er sich ja wohl gut von Dir repräsentiert gefühlt, sonst hätte er schon im Vorfeld, als sich herausstellte, dass Du Dich für anderes als er interessierst, entschieden, dass ihr nicht passt. Wenn das stimmt, ist er wohl auch oberflächlich...
     
  28. Das scheint mir eine treffende Zusammenfassung.

    Je mehr Beiträge ich von der FS lese, um so klarer wird mir, wieso eine monatelange Therapie anscheinend nichts bewirken konnte.
    Sie sucht sich gezielt solche Menschen oder Umfelder aus, mit und in denen sie nur unglücklich und unzufrieden sein kann. Schuld an ihrem verkorksten Leben sind dann aber die anderen, z.B. ungeeignete Männer. Mit Vogel-Strauß-Politik statt Selbstreflexion wird sie jedoch nie etwas in ihrem Leben verändern. Aber das will sie in Wirklichkeit auch nicht, denn ohne Drama erhält sie nicht die benötigte Aufmerksamkeit und Zuwendung.
     
  29. Liebe FS,
    welche Rolle willst Du uns denn nun vorspielen - die der jahrelang ergebnislos therapierten und von Selbstzweifeln geschüttelte Frau oder die Selbstbewusste, die sich so richtig toll findet und garnicht nachvollziehen kann, dass die tollen Männer das nicht so sehen?

    Du bist 30+ und stehst auf richtig tolle Männer, erfolgreich, gutaussehend und am besten in der Offentlichkeit stehend mit interessantem Freundeskreis. Andererseits ist Dir das alles eine Nummer zu groß und Du weißt, dass Du darin nicht bestehen kannst.

    Die Art von Mann, die Du willst, hat im Leben besseres zu tun, als sich von einer wechselhaften Frau entnerven zu lassen. Derartige persönliche Schwankungen mögen bei einer 20-jaehrigen Gespielin tolerabel bis charmant sein, nicht aber bei einer Mittdreissigerin. Da sind solche Inszenierungen nur peinlich und gehen den Männern unsagbar auf den Keks. So erklären sich auch die abwertenden Reaktionen, dass Du keine Bildung hast oder aggressives Verhalten wie Nachrichten abfragen. Das ist absolut nicht tolerabel.
    Allerdings ist genauso wenig nachvollziehbar, warum Du Dich nicht aus dem Stand trennst, wenn Männer so mit Dir umgehen. Wer keine Selbstachtung zeigt, wird selten von anderen respektvoll behandelt.

    Es ist keine Schande, sich für Social Media, Onlinemarketing, für Konsum zu interessieren sowie aktiv desinteressiert an den Hintergründen zu sein und Nachrichten, Sachbücher u.ä totlangweilig zu finden.
    Such' Dir halt den passenden Partner, der die gleichen Interessen hat und nicht einen, der in diesen Punkten gegensätzlich aufgestellt ist. Was dabei rauskommt, hast Du nun zweimal erlebt und das sollte Anlass sein, die Strategie zu ändern.
     

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