1. Es ist eine andere Sache, wenn dann zufällig noch ein Nachzüglerkind kommt.
    Aber die gezielte Familienplanung über 45, wobei 40-44 auch schon grenzwertig sind, hat einfach rücksichtslose egoistische Gründe. Kinder werden sicher nicht glücklich mit Eltern, die eine derartige Persönlichkeit haben.
     
  2. Warum? Welche im Vergleich negativen Auswirkungen sollte das auf das Kind haben (und das sollte ja im Zentrum der Überlegungen stehen)=? In beiden Fällen sind die Eltern gleich alt, in beiden Fällen ist das Kind hoffentlich gleich willkommen. Wo ist die wirklich objektive Begründung, dass ein "zufälliges" Kind von Dir anders gesehen wird als eines bei gezielter Familienplanung über 40? Ist das bei einem "zufälligen" Kind mit einem Vater über 50 dann wieder in Ordnung oder würdest Du das abtreiben?
    Ich selbst möchte mit fast 50 keine Kinder mehr. Warum sollte ich das Recht haben zu entscheiden, dass andere das dann auch nicht dürfen?
     
  3. Das könnte das betroffene Kind rückblickend nur selbst beantworten. Vorher kann niemand wissen, wie glücklich ein Kind wird, dessen Vater bei der Geburt über 60 (das war ja Ursprung der Frage), in der Pubertät Mitte 70 und bei Erreichen der Volljährigkeit bereits statistisch verstorben ist. Allerdings kann jeder dazu Prognosen abgeben.

    Immerhin bedarf es einer potentiellen Mutter. Und die will einen 20 Jahre älteren Mann in den aller, allerseltensten Fällen. Zum Glück hat die Natur so indirekt einen Riegel vorgeschoben. Die deutsche Gesetzgebung übrigens auch, zumindest für die "künstliche Befruchtung": Frauen nicht älter als 40, Männer nicht älter als 50, beide verheiratet. Was meinst du wohl warum?
     
  4. Ich habe nicht das Recht für andere zu entscheiden und ich rege mich über solche Herren nicht persönlich auf.
    In der Form, dass die ja eh nicht passen und nicht, dass man mir etwas weg nimmt

    Aber ich gestehe, wenn ich es mitbekommen von "älteren" Herren...dann regt sich in mir eine Antipathie.
    Es fühlt sich an wie alles haben müssen: Karriere Weltreisen und nachher hintendran kommt der Stammhalter.

    Ich hatte früher Freunde mit älteren Vätern...Das war schon nicht locker. Mehrere Kinder im Haus und spielen ging nicht, Vater war selten beim Sport, Ansichten gleich 2 Generationen auseinander und 2 Väter waren am 20. schon gar nicht mehr da.

    Wie gesagt ich möchte nicht pauschalisieren aber ich finde meine 50 und die Pubertät schon nicht perfekt
    Mlt Mitte 30 war ich noch nervenstärker und hier war es wie bei mir früher: regelmäßig das Haus voll Kinder! Draußen quer durch den Wald mit Horde, ja das täte ich noch aber auf den Baum klettern?
    Mit 60 gerne wieder als Oma ab und zu aber ich wäre als Mutter in dem Alter nicht mehr "so nah dran ".
     
  5. Unglaublich, wie man die rechtliche Bedeutung verdrehen kann!

    In Deutschland gibt es keine gesetzliche Altersgrenze für die künstliche Befruchtung! Die genannten Zahlen/Modus (40/50/verheiratet) sind lediglich relevant für die KOSTENÜBERNAHME durch die gesetzlichen Krankenkassen.

    Wenn man es selber bezahlt, oder in einer privaten Krankenversicherung ist, die es auch im höheren Alter im Leistungsumfang hat, gelten diese Altersgrenzen nicht!

    V.m47

    PS: Eizellspende ist aber, egal wie alt das Paar ist, in Deutschland verboten!
     
  6. Ich hab einen Freund aus Kindheitstagen, dessen Vater Ü50 war bei dessen Geburt.
    Dieser Mann hatte eine sehr jung gebliebene Persönlichkeit. Dazu die Abgeklärtheit des Alters. Er ging mit uns jungen Kerlen zum Schwimmen. War sehr beliebt. Bei seiner Beerdigung waren alle, die damals im Haus ein und aus gingen anwesend.
    Es kommt wohl sehr auf die Persönlichkeit an.
     
  7. Verdreht ist es nicht, aber ungünstig ausgedrückt. Einen Rechtsanspruch auf (partielle) Kostenübernehme der gesetzlichen KV haben Frauen bis 40, Männer bis 50. Bei den privaten Kassen kommt es auf den Tarif/ vertrag an, die zahlen noch seltner. Privatversicherte haben dazu geklagt, allerdings halten sich die Privaten da ebenfalls an diese Altersgrenzen. Und um die Altersgrenzen ging es ja. Wo siehst du denn die Altersgrenze, Vater zu werden?

    Und Eizellenspende, Embryonenspende, Leihmutterschaft sind in Deutschland nicht möglich.
     
  8. Meine Mutter war 30, mein Vater 35 bei meiner Geburt und ich habe sie immer als alte Eltern empfunden, weil in meiner Generation die Eltern meiner Freunde meist noch einiges jünger waren.

    Ich habe bereits mit 19 ein Kind bekommen, mein Mann war 24, unsere Tochter sagt, dass sie immer sehr froh über und stolz auf ihre jungen Eltern war.

    Etwas zu jung habe ich mich durchaus empfunden aufgrund der Verantwortung, aber ansonsten haben wir ein sehr gutes Verhältnis, ich hatte nie die typischen Pupertätskämpfe zu führen, weil ich mich in ihrer Sichtweise aufgrund meines jungen Alters doch noch ganz gut reinversetzen konnte.

    Im Bekanntenkreis erlebe ich ein Paar, bei dem der Vater 50 die Mutter 38 bei der Geburt des Kindes waren. Das Kind wird gut behandelt, aber wie ein Wesen von einem anderen Planeten bestaunt.

    Es hat kaum Kontakt zu Gleichaltrigen und muss immer mit bei den Erwachsenen sitzen und wird "vorgeführt" wie ein Statussymbol.

    Das Kind ist mittlerweile acht und wird wie ein dreijähriges behandelt und wahrgenommen, da fehlt irgendwie jegliches Einfühlungsvermögen der Eltern zum Kind. Es verdreht jetzt schon immer die Augen, bin gespannt was das in der Pubertät wird :)

    Am krassesten war irgendwann mal die Aussage des Vaters hinsichtlich des Kinderwunsches: "es gehört halt dazu..."

    Ich kenne kein einziges Beispiel, bei dem ein Kind alte Eltern als vorteilig empfunden hat und dies auch nach außen hin den Eindruck erweckte.

    Ich denke für ein Kind ist Einfühlungsvermögen, Verständnis und Liebe wichtiger als finanzielle Sicherheit und das neueste teure Spielzeug, wenn niemand mit ihm spielt...

    Je länger die eigene Kindheit und Jugend zurückliegt, umso schwieriger wird es doch sich wieder hinein zu fühlen wie es damals war und das insbesondere noch unter heutigen Umständen.

    Ich empfinde also auch einen Kinderwunsch von Eltern ü40 als egoistisch dem Kind gegenüber.

    Unabhängig davon wüsste ich nicht, wo ich heutzutage noch die Kraft dafür hernehmen sollte, ich kann mir nicht vorstellen, jetzt in meinem Alter noch ein Kind zu bekommen.

    Ich hoffe darauf, dass ich irgendwann in den nächsten Jahren mal Omi werde :) da kann man das Kind verwöhnen, mit ihm spielen und zum Erziehen schickt man es zur Mutter heim ;-D

    W,44
     
  9. Da die Natur und der Gesetzgeber in Deutschland hier absolut konsistent sind, liege ich genau auf dieser Linie! Es hat schbon seine Bedeutung, dass ein Mann, sogar zusätzlich dazu, dass er i.d.R. viel länger ein Kind zeugen kann, auch noch die Samenspende ersatzweise hinzuziehen könnte!
    Vermutlich würde ich meine eigene nehmen, denn als bei meiner Frau noch Hoffnung bestand, aber die Gefahr der Unfruchtbarkeit durch Bestrahlung und Chemo da war, haben wir "social freezing" betrieben. (Ihre Eizellen sind natürlich inzwischen vernichtet)

    Die männlichen Mitglieder meiner Familie werden ca. 85 bis Anfang 90. Davon ungefähr 80 bei wirklich guter Gesundheit. Wenn ich die Volljährigkeit meiner Kinder noch mitbekommen will, könnte ich bis ca. 60 eine Familie gründen.

    Auch hier sind die Natur und der Gesetzgeber absolut konsistent. Wenn es keine eigenen Eizellen gibt, die noch "funktionieren" ...dann gibt es auch auch keine Eizellspende! Wenn bei einer Frau EOS(*) ist, ist eben auch gesetzlich EOS!

    Früher habe ich auch mal gedacht, dass man nicht alles machen und ausschöpfen muß, was machbar wäre. Doch dann hat mir die Natur und das Schicksal gezeigt, dass es sie einen Scheißdreck interessiert, ob ich mir solche ethischen Gedanken mache und ich hatte eine tot Frau. Heute bin ich schlauer und hole mir alles, was ich in diesem Leben noch machen kann!

    V.m47

    (*) end of service
     

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