1. Warum Liebe weh tut: Ist die Liebe ein Markt moderner Beziehungen

    Ein uraltes Phänomen erfährt eine moderne Deutung: Erfolgsautorin Eva Illouz analysiert das Leid der Liebe im Wandel der Zeit anhand von viktorianischer Literatur und "Sex and the City". Die nüchterne Erkenntnis für unsere Lebenswelt: Die Liebe ist ein hart umkämpfter Markt – wir sind die Ware.

    Uns interessiert Ihre Meinung: Finden Sie auch, dass es heutzutage einfach nicht mehr "populär" isr, Gefühle leidenschaftlich zu leben und sich somit verletzbar zu machen? Schließlich ist der nächste potenzielle Partner oft nur einen Wimpernschlag entfernt. Wozu also das Risiko eingehen, emotionale Verletzungen einzugehen?

    Lesen Sie auch den ElitePartner-Magazinartikel zu diesem Thema.
     
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    • # 1
    • 09.12.2011
    • Gast
    Gefühle wurden in besagten früheren Zeiten aber auch nur von einer sehr kleinen Minderheit leidenschaftlich gelebt. Leibeigene und Mägde des Mittelalters, das Lumpenproletariat der Industrialisierung, Seeleute zu Kolumbus´ Zeiten und Landsknechte unter Tilly kannten besagte Leidenschaften ganz bestimmt nicht - die haben es einfach in ihrem Lebensumfeld "getrieben" und plötzlich war Nachwuchs da. Die körperliche und emotionale Liebe war damals weitgehend von der Standeszugehörigkeit geregelt; die mit dem Überleben beschäftigten Schichten hatten andere Sorgen als Verliebtheit. Heute werden oft viel zu hohe und irreale Erwartungen an ein ununterbrochenes Gefühl des Verliebtseins gestellt - Hollywood eben. Und da wir nicht im Film leben aber alle besagten Film im Hinterkopf haben, kommt es eben oft zu vorschnellem Gefühlsverschleiß und Trennungen. rose
     
    • # 2
    • 09.12.2011
    • Gast
    als erstes einmal würde ich gerne auf den ersten satz eingehen "warum liebe weh tut"- nun, liebe tut nicht weh. nur die illusion, die vorstellung davon verursacht schmerz. leider wird dies von sehr vielen frauen immer noch verwechselt- eine beziehung sollte nach aussagen der liebesromane und landläufigen auffassungen leidenschaftlich und aufregend sein. das ist unsinn. liebe ist leicht und warm- nicht heiß, glutvoll, schmerzhaft und leidenschaftlich- sie braucht auch nicht heiß um- oder erkämpft oder erzwungen zu werden, sondern entsteht durch gegenseitige loyalität und vertrauen. alles andere ist bullshit-und darauf kann ruhig gepfiffen werden. ich zumindest bin realistisch und habe immer noch den satz im hinterkopf "wem ich nichts wert bin, der ist mir nicht wichtig." und wert beruht hier nicht auf marktwert, wie oben beschrieben, sondern der wert meiner person-ein menschlicher wert also. und der ist meiner ansicht nach unbezahlbar. jemand versetzt dich, ruft nicht an, behandelt dich schlecht? dann verzichte und geh einfach weiter. es ist kein mann da? na und? besser alleine sein, als miese kompromisse eingehen. kein mann der welt ist es wert, daß man ihm hinterherläuft, wenn man merkt, daß keine gefühle da sind.
     
    • # 3
    • 09.12.2011
    • Gast
    Eva Illuotz hat über das Kennenlernen über Internetportale geforscht und herausgefunden, dass sehr viele einfach unglücklich und unzufrieden sind. Auch, wenn sie jemanden kennenlernen, wird trotzdem weiter gesucht, es könnte ja sein, es gibt noch jemanden, der besser/schöner/etc. ist. NIcht ohne Grund heisst dieses Buch "Gefühle in Zeiten des Kapitalismus." Es es geht um die Warenförmigkeit der Liebe, und auch die Ideologie des Individualismus... fernab der Gemeinschaft, Zuneigung, Solidarität.Auch am Anteil der Einpersonenhaushalte kann das abgelesen werden. In Wien gegenwärtig bei 47 %. Eigentlich erstaunlich, dass gerade EP Iloutz in Spiel bringt. Ich haben meinen langjährigen Freund im Internet kennengelernt, als das noch gar nicht üblich war. Da war das Klima auch anders, viel respektvoller und weniger "konsumorientiert." Liebe war schon historisch Teil der Tausch und Geschäftbeziehungen. Und gerade jetzt, als die Finanzmärkte alle Sphären des öffentlichen Lebens dominieren, wie könnte sich die Liebe, (unsere Kultur der Liebe) sich diesem Klima entziehen? Und doch, glaube ich, gibt es sie, die Liebe. Aber es ist Glück, Magie und Zufäll. Ja, man kann die Chancen vergrößern durch Suche im Internet. Trotzdem muss man warten können. Und das Leben mit anderen Formen der Liebe ausfüllen und genießen.
     
    • # 4
    • 09.12.2011
    • Gast
    Ich weiß nicht, warum alle immer von "Sex and the city" schwärmen, erstens ist die Serie unrealistisch (die wenigstens Singlefrauen führen solch ein Leben) und zweitens habe ich nie verstanden, was an 4 alten Schachteln, die ständig die Männer wechseln, toll sein soll. Aber wahrscheinlich haben vor allem die Frauen, die gerne so ein Leben in New York hätten, die Serie geschaut.
    In der Realität sehnen sich die meisten Singles nach einem festen Partner und haben nicht- wie in der Serie- jedes Wochenende mit jemand anderem Sex. Im Gegenteil, viele verbringen die Wochenenden zu Hause oder beim (Frust)Shoppen, weil die Freundinnen zu der Zeit ja alle mit ihrem Freund zusammen sein wollen und deshalb gar keine Zeit für die Single-Freundin haben.
     
    • # 5
    • 09.12.2011
    • Gast
    Ich habe mir nichts sehnlicher gewünscht einen Mann zu haben, der es ehrlich meint...diese Spielchen, dieses Beziehungs-Gezocke..ich habe es satt.
    Ich bin verletzbar.....ich will nicht vom einen zum nächsten wandern...ich will etwas Ehrliches mit Gefühlen, Liebe..und das habe ich jetzt.
    Mir tun diese Online-Dater mit all ihren unbeantwortetn Fragen nur noch leid.
     
  3. Die Liebe war und ist meistens ein "Marktplatz" bei dem man mehr bieten muß, als nur Liebe und Gefühle. Andere Punkte sind oft entscheidender, die Liebe + Gefühle sind dabei meistens "nur Zugabe".
    Die romantische Liebe, die nur auf Liebe, Gefühle, Zuneigung basiert, gibts eher in Liebesromanen und -filmen, als in der Wirklichkeit ?

    Oft z.B. wirtschaftliche Vorteile. Frau will sichere, wirtschaftliche Verhältnisse, für die kommenden Kinder, und ihre eigene Altersvorsorge. Früher: z.B. der Mann mußte mindestens Beamter sein, sonst wurde es nix !

    (1960) Junges Paar, Frau bereits gewollt schwanger, Beide wollten heiraten. Plötzlich drohte dem Mann: Doch nicht Beamter, nur Angestellter. Prompt sprach die Frau von Trennung. Sie hatte Angst vor evtl. Arbeitslosigkeit des Ernährers = Verarmung.

    (1937): Gutaussehende Frau (Anf. 20) heiratete "älteren Mann"(45). Grund: Er ist Beamter mit Karriere = höherer Gehaltsstufe. In dieser Ehe hat er kräftig zahlen müssen. Für sie und ihre verlangten vier gemeinsamen Kinder.
    Nach seinem Tod bezog sie ca. 40 Jahre lang eine gute Witwenpension von umger. 1500,- Euro/Monat. Und hatte m.W. nie wieder einen anderen Mann = ihr Plan klappte ?

    Paar: Sie wollte zwei Kinder, er wollte eine Haushälterin = sie heiraten.

    Aktuell: Eine Frau Mitte 30, aus finanziell gehobenem Elternhaus, aber beruflich kaum Fuß gefasst.
    Erwartet m.o.w. diesen Lebensstil weiterhin, aber nun m.o.w. von ihrem Partner finanziert.
    Als Nächstes wollte sie zwei Kinder, und eine entsprechend große Whg. in der Stadt, (statt bisher dem Haus auf dem Land). Er trennte sich endgültig von ihr. (war nicht meine Partnerin)

    Hier an der Grenze D/CH gibt es selten deutsch/schweizer Paare. Oft, weil der dt. Mann mit seinem Einkommen finanziell nicht mithalten kann, mit den Schweizer Erwartungen und Lebensstil.
    Größenordnung: Mindestens 3000,- Euro netto. Besser: 4000,- Euro netto (z.B. bei Kinderwunsch)
    Daß ist nicht arrogant, sondern einfach verschiedene "Welten".

    Bei meinen meisten Beziehungen mußte ich mehr bieten, als nur Liebe, um die Frau zu gewinnen.
    Z.B. eine Wohnung = "gemachtes Nest". Und einen relativ gut bezahlten Job, um diese Wohnung, später ihren Lebensunterhalt etc. bezahlen zu können. Auch hier: Sie wünscht - er zahlt.

    Je stärker ich mich in eine Frau verliebte, desto weniger achtete ich dabei auf andere Punkte. Somit das Risiko einer Absage größer. Und dann ggf. der harte Kampf, diese Gefühle wieder los zu werden.

    Heute: Shoppen im Internet. Das Schnäppchen bei Ebay, die Urlaubsreise bei einem Reiseportal, die Klamotten und Schuhe von ..... und den Partner/in "shoppt" man in der Singlebörse.
    Wenn man für die Singlebörse zahlt (z.B. EP) erwartet man "bessere Qualität der Ware".
    Sagt Einem das "gekaufte Stück" nicht zu, dann "tauscht" man es um. Gibt ja genug Andere/s ?
    Beim Partner/in noch einfacher: Man schickt z.B. eine SMS = "Kündigung" ?

    Liebe ? Gefühle ? - Man erntet ein mitleidiges lächeln, und wie naiv man sei ? Damals wie heute ?
     

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