1. Nein. Er muss selbst die Veränderung wollen.
    Nein. Eine Partnerschaft, wie man Partnerschaft definieren möchte, kannst Du mit ihm nicht haben.
    Das ist eine Illusion, er ist auch der, der trinkt. Versteht Ihr Euch, wenn er getrunken hat?

    Du bist auf dem sicheren Weg in die Co-Abhängigkeit.
    Du kannst einen Menschen nicht retten.

    Klartext.
    Er ist krank, Alkoholismus ist eine ernste Krankheit.
    Chronisch, Rückfallquote über 90%, langfristig irreparable Schäden am Gehirn, Denkfähigkeit, Konzentration. Schädigungen an Leber, Magen/ Darm, Gelenke.
    Toxisch für das ganze Umfeld. Partner, Kinder.

    Therapie funktioniert nur, wenn
    1) er will
    2) er will
    3) er will
    Ohne Einsicht, eisernen Willen und Durchhaltevermögen keine Chance.
    Er braucht eine umfassende Therapie.
    Entgiftung, stationär. Therapie nicht nur für das Symptom Alkoholismus, sondern für die Ursachen. Oft schwierig, komplex, und braucht viel Zeit und Geduld.

    Wichtig ist, frage Dich, warum so ein Mann.

    Lass es, ganz eindringlich.

    M, 54
     
  2. Also ich sehe im Freund der FS noch keinen Alkoholiker. Allerdings ist er auf dem besten Weg ein Alkoholiker zu werden. Ob nun die Beziehung zur FS reicht ihn von diesem Weg abzubringen mag ich nicht beurteilen
     
  3. Dir ist nicht zu helfen!

    Ich könnte HEULEN, wenn ich DAS lese!

    Deine lapidare Entschuldigung kann nicht von der Tatsache ablenken, dass Du Deinen Kindern selbst keine schöne Kindheit angedeihen lässt!

    Jedes Wort, aber auch JEDES, was @Vikky hier zum Thema geschrieben hat, ist wahr!

    Ich selbst komme aus einem Alkoholiker-Elternhaus, meine Kindheit und Jugend, sowie mein Erwachsenleben war viele Jahre lang die Hölle auf Erden, die Biografie einer Vollversagerin, die aufgrund schwerster Misshandlungen und einem Alltag alkeine bewältigen musste, der von Narzissmus, Hass, Alkoholismus und Gewalt geprägt war.

    Ich habe keinen Schulabschluss, habe auf der Strasse gelebt, wurde dazu noch sexuell missbraucht etc...

    Alkohl hat IMMER und zu JEDER Zeit mit einer der Hauptrollen gespielt.

    Ich selber habe viele Jahre zu Alkohol und harten Drogen gegriffen.
    Weil ich nichts anderes kannte.

    Ich bin heute körperlich und psychisch schwer krank und jeder Tag ist ein kampf für mich.
    Ein Kampf gegen Depressionen, Borderline und chronische PTBS, die ich um jeden Preis aus eigener Kraft, nur mit meinem Geist und OHNE Pillen überwinden Will!

    Mein Leben ist in den Grundfesten verpfuscht, damit muss ich heute leben und nahezu alles steht im direkten Zusammenhang zum Alkohol.

    Die Isolation als Kind asozialer Eltern ist keine Einbildung, sondern Realität zu den ohnehin schon vorhandenen Problemen.

    Halte Deine Kinder daraus, wenn die aus dem Haus sind, kannst Du Dir so viele Versager ans Bein binden, wie Du lustig bist!

    Er ist nett zu Deinen Kindern?

    Wie schön!

    Auch meine Eltern konnten Dann und Wann mal nett und reizend sein....
     
  4. Liebe Avida, liebe Vikky,
    ihr stülpt hier euer eigenes Schicksal, eure eigene Kindheit der FS über. Das ist sehr verständlich, wenn man Schlimmes erlebt hat und es ist zutiefst unfair vom Leben, dass die einen das erleben müssen und andere nicht. Aber die Situation der FS und ihrer Kinder ist nach dem was sie berichtet nicht mit eurer vergleichbar. Sie verharmlost nicht, sondern sie berichtet, dass es bei ihr anders ist. Das könnt ihr jedoch nicht annehmen, weil ihr euch selbst verteidigt, es euer Leiden ist, dass ihr gesehen haben möchtet. Bitte, schaut da mal bei euch selbst hin, das ist noch nicht wirklich verarbeitet, vielleicht ist das auch nicht möglich.

    Liebe FS,
    du wirkst auf mich nicht so, als bestünde die Gefahr, dass du in eine Co-Abhängigkeit rutschst. Meines Erachtens ist das alles gut so, wie es nun gelaufen ist. Und vielleicht bekommt der Mann die Kurve und kann den Alkohol besiegen. Ich drücke ihm und dir die Daumen.

    w/46
     
  5. Was ist denn da anders?
    Das der Typ da schon betrunken torkelt und provoziert?

    Die FS kennt ihn erst kurze Zeit, das ist erst der ANFANG!
    Das 'Beste' kommt erst noch, wenn sie ihn nicht tatsächlich aus ihrem Leben verbannt hat.

    Ich finde sogar, dass die FS das Problen ganz massiv unterschätzt, zumal sie ja auch schon eine desaströse Ehe durch hat, mit einem Mann, der auch danach bis heute noch tyrannisiert.

    Ich finde, liebe @Natali5, dass Du die Lage nicht wirklich einschätzen kannst und nach Nachsicht übst, wo schon längst Flucht antreten angesagt wäre.

    Im Grunde genommen ist es mir auch gleichgültig, mit wie vielen Versagern sich eine Frau ihr Leben ruiniert und von ihnen ruinieren lässt.
    Das ist mir so egal, ich habe für diese Frauen kein Mitgefühl, zu oft hatte ich Probleme im Leben, wegen der Freundschaft zu diesem Schlag Frau.
    Denen ist auch meistens nicht zu helfen.

    Aber wenn Kinder diesen Umständen ausgesetzt sind, triggert mich das bis heute.
    Den Biografien von Alkoholikerkindern, Junkiekindern etc... gleichen sich im Grunde leider nur allzuoft!

    Ein solcher Mensch ist und bleibt toxisch für seine Umgebung, immer destruktiv und zerstörend, immer seiner Sucht folgend.

    Ja und, liebe @Natali5, das lässt man, je nach Ausprägung, niemals wirklich hinter sich, weil das Leben in den Grundfesten zerstört ist.

    Erst heute begreife ich, wie weit das Ausmaß der Zerstörung wirklich reicht.
    Ich bin mehr als 20 Jahre vor mir und meiner Vergangenheit davon gelaufen, immer auf der Flucht nach Vorne, bis zum Totalzusammenbruch.

    Man kann aber nicht vor sich selbst davon laufen, es holt einen immer alles ein und zwingt Dich, Dich damit auseinander zu setzen!

    Mit tun die Kinder der FS leid.
     
    • # 35
    • 24.06.2019
    • Frau
    Wenn der Mann seit seiner Jugend trinkt, wird er nicht jetzt auf einmal aufhören ... weil er ein bestimmtes Erlebnis im Suff auf dem Weg hatte ... oder für dich.
    Die Chancen, dass dieser Mann dauerhaft trocken wird, gehen leider gegen null. Gerade, weil er seine Sucht halbwegs "sozial verträglich" auslebt. Er ist nicht aggressiv, er trinkt bei der Arbeit nicht, er "konnte schon mal 3 Jahre trocken bleiben" (falls das wirklich stimmt), du findest ihn sehr liebenswürdig und so wirkt er sicher auch auf andere.
    Das sind alles Faktoren, die bei ihm und im sozialen Umfeld keinen wirklich großen Leidensdruck entstehen lassen.
    Dazu kommt: Die Rückfallquote bei Alkoholikern ist leider über 90%.
    Der Mann ist 39 und trinkt seit seiner Jugend - es gehört zu ihm und zu seinem Leben, psychisch, als Problemlösungsstrategie, Entspannungsmethode usw., sozial, körperlich, stoffwechselmäßig ...
    In diesem Alter ändert man keine so wesentlichen "Eigenschaften" mehr, erst recht nicht, wenn sie so extrem schwer zu ändern sind, wie Alkoholsucht.

    Ein weiteres Problem ist, dass typischerweise auch eine Bindungsstörung mit Alkoholismus einher geht. Das übersiehst du bisher völlig. Er wird immer eine distanzierte Beziehung, bzw. eine on-off-Beziehung, brauchen - richtig einlassen wird für ihn, ohne Alkohol, gar nicht gehen. Es kann gut sein, dass die Bindungsstörung auch zum Alkoholismus geführt hat, oder es war umgekehrt. Eure Vereinbarung, jetzt erst mal die Beziehung auf Eis zu legen, kommt ihm da sehr zu pass.

    Bitte glaube nicht, dass er jetzt eine Therapie macht und alles gut wird. Das hat er alles (vor deiner Zeit) schon tausendmal gesagt, versprochen, selbst geglaubt, vielleicht auch versucht - aber er ist heute da, wo er ist und das ist: alkoholabhängig.
    Werde du nüchtern und sieh die Realität!

    w54
     

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