1. Was tun? Er will nicht heiraten

    Ich w bin seit über 18 Jahren mit jemandem zusammen. Mir war immer klar, dass ich heiraten werde. Nur er will halt eben nicht. Will ich die Beziehung beenden, bekommt er Panik und verspricht mir alles mögliche. Nur will ich eben, dass er aus freien Stücken heiratet und ich finde, dass ich nicht diejenige bin.
    Er würde eine Namensänderung bezahlen blablabla aber ich will eben eine Hochzeit und sonst das Ende dieser Beziehung und zwar schnell. Wir haben auch ein Kind zusammen und er ist der Meinung wir sollten des Kindes wegen zusammen bleiben. Das will ich natürlich nicht. Ich weiß auch nicht warum ich jetzt so aufs Gaspedal trete aber mich zipft es halt an, dass ich eben unverheiratet bin. Danke schon mal für Eure Antworten
     
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  3. Das ist aber doch nicht mehr zeitgemäß! Warum willst du denn heiraten? Man kann genauso gut die Beziehung ohne Hochzeit führen, es gibt doch gar keinen Grund mehr dazu heutzutage
     
  4. Entschuldige, ich bin nicht von der Hochzeit-Fraktion. Daher kann ich das schlecht verstehen. Ihr seid 18 (!) Jahre zusammen, und scheinbar hat er immer gesagt, er will nie heiraten, und du, dass du heiraten willst? Warum habt ihr es nicht am Anfang gelassen, wenn es euch beiden so wichtig ist, darauf zu bestehen? Wenn die Beziehung toll ist, ändert eine Heirat jetzt daran nichts; wenn sie nicht gut ist, auch nicht. Ist das wirklich euer einziges Problem?
    Was genau sind seine Gründe, was sind deine? Absicherung, Romantik, Staatskonstrukt, Angst vor Scheidung.. es gibt viele Gründe, warum jemand heiraten will oder nicht. Ihr seid beide stur. Es gibt so viele echte Probleme, und ihr macht eins künstlich auf (wenn sonst alles passt).

    Ich würde mich freuen, wenn mein Freund mich irgendwann fragt, aber es mir wichtiger, ich habe das Gefühl, ich bin die Eine für ihn, und das gibt er mir jeden Tag. Wenn er generell gegen Heirat wäre, würde ich das eben abhaken. Es gibt doch wichtigeres. Gilt aber auch für ihn; wenn der andere unbedingt heiraten will, kann man ja auch nachgeben, wenn man ihn liebt. Wegen so etwas erst nach so langer Zeit trennen, wenn ein Kind im Spiel ist? Das arme.
    W, 36
     
  5. Verstehe ich das richtig? Wenn du die Party organisieren würdest, den Termin auf dem Standesamt ausmachst, alle Gäste einlädst usw. dann würde er mitkommen und "Ja" sagen?

    Mach doch!
     
  6. Liebe FS,

    wie war es denn am Anfang der Beziehung? Stand für ihn schon immer fest, dass er nicht heiraten will oder hat er seine Meinung erst im Laufe der Zeit geändert?

    Wenn er eine Heirat schon immer ausgeschlossen hat, dann wirst du da nicht viel tun können.
    Hat er dir aber früher Hoffnungen gemacht oder es nicht ausgeschlossen, dann finde ich deinen Wunsch durchaus legitim. Gerade als Frau mit Kind benötigt man Sicherheit. Wenn Krankheit oder schlimmeres passiert, bist du als nicht Ehefrau benachteiligt und rechtlich schlechter gestellt.
    Wenn emotionale Argumente nicht ziehen, solltest du es vielleicht mit sachlichen Argumenten probieren.
    Gerade weil ihr ein Kind habt, wäre eine Heirat sinnvoll.
    Aber so wie dein Post klingt, habt ihr noch andere Baustellen. Du willst dich trennen, wenn er dich nicht heiratet und er wegen des Kindes zusammenbleiben. Leider liest man da nichts von Liebe oder tiefen Gefühlen.

    Vielleicht solltest du dir Gedanken machen, ob das Problem nicht woanders liegt und du nur denkst, dass eine Heirat alle Probleme lösen könnte.
     
  7. Hallo!
    Warum ist dir nach so vielen Jahren eine Heirat so wichtig? Diese Frage Stelle ich mir. An den gesellschaftlichen Konventionen kann es schließlich nicht liegen. Sogar im christlichsten Dorf wird inzwischen " wilde Ehen" problemlos akzeptiert. Geht es dir eher um eine finanzielle Absicherung im Falle einer Trennung oder Todesfall des Partners? Dies kann man auch notariell ganz bequem regeln. Bist du noch glücklich mit ihm und er mit dir? Wenn,eure Beziehung nur noch der Gewohnheit wegen so seicht dahin plätschert ändert ein Trauschein daran gar nix. Oder brauchst du das Gefühl eine " ehrbare" Frau durch die Heirat zu werden?
     
  8. Ihr solltet Euch beide TOTAL ehrlich überlegen, was die echten und vor allem tiefsten Gründe sind für Eure Einstellung. Warum willst Du heiraten? z.B.: Willst Du einfach mal im Leben dieses Erlebnis haben, eine Braut zu sein? Oder ist es für Dich das i-Tüpfelchen, damit Du Dich 100% mit ihm verbunden und zusammengehörig empfindest? Oder hast Du Verlustangst? etc. Er sollte sich ebenfalls die Frage stellen, warum er nicht will.

    Im nächsten Schritt solltest Du Dir auch ganz genau überlegen, warum Du gerade IHN heiraten willst und für immer mit ihm zusammen sein willst? Was liebst Du an ihm? Was macht ihn für Dich einzigartig?

    Dabei geht es einerseits darum, herauszufinden, ob Du in Begegnung mit ihm bist oder auf ihn projizierst (unbewusste Wünsche aus der Kindheit), aber hauptsächlich geht es darum, dass Du ihn wirklich siehst. Und dann teile es ihm mit, was ihn für Dich so einzigartig macht etc.

    D.h. 1) Teile ihm mit, was ihn einzigartig macht, was Du an ihm liebst, 2) Teile ihm mit, warum Du Dir so sehr eine Hochzeit wünscht.

    Teile es ihm aus DEINER Perspektive mit und vor allem von Herzen.

    Höre mit offenem Herzen SEINE Gründen zu.

    Redet total offen miteienander, teilt Euch Eure TIEFSTEN Gedanken und Emotionen mit. Auch die, von denen Du annimmt, dass er sie vielleicht nicht hören will. Wichtig aber: Immer nur Deine Gefühle mitteilen, nicht was Du DENKST, was das beste für alle wäre. Gehe nur von Dir aus. Teile DICH mit.

    Dann schau, was zwischen Euch passiert. (Wenn es authentisch ist, dann wird Euch ein offenes Gespräch immer näher bringen und Verbundenheit schaffen).

    Von reinen Erpresser-Ultimaten halte ich nichts. Aber wenn Du ihm ehrlich alles mitgeteilt hast, dann sage ihm, Du gibst ihm Zeit, in Ruhe über alles nachzudenken, 3 Monate (z.B.) Wenn es dann wirklich so für Dich ist, dann sage ihm, dass Heiraten Dein aller wichtigster Lebenswunsch ist und wenn er das absolut nicht will, dann möchtest Du frei sein, um einen anderen Mann zu suchen, der das mit Dir will.
     
  9. Ich halte von Heirat nichts, das passt schon lange nicht mehr in die heutige Zeit, die meisten Ehen halten nicht, bei soviel Scheidungen, auch deine Beziehung ist nicht stabil, da du überlegst dich zu trennen, wenn er dich nicht heiratet, da gibt es nur eine gute Empfehlung, erst gar nicht heiraten und gleich trennen! Wer unter solchen Umständen wie @ 3 meint, zu heiraten, soll es wirklich sein lassen! ich kenne genügend Fälle und Leute, die 10, 15, 20 Jahre zusammen waren, dann geheiratet haben, kurze Zeit danach haben sie sich wieder scheiden lassen, das kann es doch nicht sein, willst du heiraten wegen finanz. Absicherung?
     
  10. "Nein heißt nein", heißt es so schön und durchaus zutreffend hinsichtlich Sex, wenn einer der beiden nicht will. Beim Heiraten ist es aber genauso.

    Wenn Du ihn in etwas hinein manipulierst, was er nicht will, wird das Verwerfungen auslösen, die schlimm sind.
     
  11. Das hat doch mit Liebe wirklich nix zu tun, wer echt liebt, der braucht keine Hochzeit!
    FS schreibt, sie will, ich will, reines EGO: Nur will ich eben, dass er aus freien Stücken heiratet und ich finde, dass ich nicht diejenige bin.
    Er würde eine Namensänderung bezahlen blablabla aber ich will eben eine Hochzeit und sonst das Ende dieser Beziehung und zwar schnell. Der Mann wird schon genau wissen, warum er das nicht möchte, so manche Frauen erkennt man nach Heirat nicht mehr! Ich möchte nicht ständig Druck bekommen, was sehr viele Frauen dann tun, über den Mann bestimmen!
     
  12. Die Sache ist doch ganz einfach.
    Du möchstest etwas von Deinem Partner, was für ihn einen Nachteil darstellt oder zumindest von ihm so empfunden wird.

    Wie immer muss man für die Dinge, welche man im Leben möchte, auch etwas anbieten.
    Was bietest Du ihm an.,bzw. was möchte er dafür ?

    Welchen Mehrwert hätte er davon ?

    Was soll das heißen ? Das Du die Falsche bist ?
    Das sehe ich nicht so. Er will ja mit Dir zusammenbleiben.

    Er will einfach nicht heiraten. Muss er auch nicht.

    Was soll DAS denn ???
    Bei der Heirat kann er doch seinen Namen behalten und Du Deinen.
    (Würde ich heiraten, müsste das sogar zwangsweise so sein!)


    Erklär mal. Warum denn ? Ich habe Kinder.
     
  13. Naja was erwartest du nach 18 Jahren? Dich nun zu trennen obwohl eure Beziehung objektiv "gut" ist und nur der Heiratswunsch im Weg steht ist maximal egoistisch, zumal ein Kind involviert ist.
    Würde ich mit 20 von meiner Mutter hören, dass ich ohne Vater im Haushalt aufwachsen musste weil Mutti ihren Kindheitstraum, im weißen Brautkleid vor dem Altar zu stehen, verfolgen musste.. ich hätte gute Lust ausfällig zu werden.
    Ich kann ihn verstehen. Der Zug ist abgefahren. In deinem Fall hättest du ohne Trauschein nicht mal schwanger werden sollen, so wie alle anderen Frauen die deinen Lebensplan verfolgen. Das Leben ist kein Ponyhof, schätze das was du im Leben hast und wirf es nicht achtlos wegen sowas weg.

    w31
     
  14. Ich habe das Gefühl, dass es ihr weniger um eine finanzielle Absicherung geht, für den Fall, dass sie arbeitet und gut verdient, sondern in erster Linie, dass das Kind abgesichert ist und für sich selbst das Gefühl zu haben, dass sich ein Mann 100 % zu ihr bekennt. Heirat ist nichts anderes als ein vollumfängliches Bekenntnis für eine Person und mit dem Ja-Wort wird gleichzeitig auch der Wille und die Bereitschaft zum Ausdruck gebracht, in guten und schlechten Zeiten für jemanden dazu sein. Ob das so kommt ist eine andere Frage und bei 50 % der Ehescheidungen in der Schweiz wird eine Ehe fast zu einer Farce.

    Unverheiratet 18 Jahre zu leben bedeutet unterschwellig auch: man ist nicht wirklich fest zusammen und jeder kann leicht und schnell gehen, wie wenn nichts wäre. Ich denke es ist mehr psychologisch, dass da wie ein Damoklesschwert über einem schwebt, der jederzeit auf einen runter fallen kann und man ist quasi geköpft - sprich der eine ist gegangen. Und es scheint in diesem Fall, dass die FS bald gehen wird. Somit schwebt dieses Damoklesschwert über seinem Kopf und er kriegt Panik, wenn sie ihm droht zu gehen.
     
  15. Ich kann dich gut verstehen, @justoneofme.

    Entgegen vieler Meinungen, auch hier im Forum, ist verheiratet zu sein etwas Besonderes, unabhängig davon, ob man ein gemeinsames Kind hat oder nicht und hebt sich von allem ab, was heute allgemein so praktiziert wird.

    Nur, wenn es von Anfang an in eurer Beziehung seine Aussage war, dass er nicht heiraten will, wusstest du doch Bescheid und hättest dich trennen können, bevor diese lange Zeit von 18 Jahren vergangen ist.

    Nach all diesen Jahren sollte dir klar geworden sein, dass er dich nicht heiraten will und wird.
    Deshalb kannst du dahingehend auch gar nichts tun, was ja deine Frage war.

    Es gibt nur zwei Möglichkeiten:
    Entweder du trennst dich oder bleibst mit ihm zusammen, unter seinen Bedingungen …
     
  16. Ich hatte mal ein Date beziehungsweise zwei mit einem Mann der auch circa 18 Jahren mit seiner Freundin gelebt hatte und sie hatten sogar ein achtjähriges Mädchen. Sie wollte so gerne heiraten hat mit ihm darüber schon mehrere Jahre geredet. Doch er wollte es nicht. Sie lernte dann seinen Arbeitskollegen kennen, der mehr als zehn Jahre Single war und hat sich in den verliebt. Sie hat ihn verlassen und ist zu ihm gegangen, ist schwanger von ihm geworden und sie hatten, begonnen ein gemeinsames Haus zu bauen zum Zeitpunkt unseres Dates. Das Katzenjammer dieses verlassenen Mannes hättest du sehen sollen.

    Ich sagte ihm darauf hin: „ob du die Frau geheiratet hättest oder nicht, sie ist doch die gleiche Person und hat die gleichen Charaktereigenschaften. Es hätte sich nichts verschlimmert - im Gegenteil. Und glaubst du ehrlich, dass eine Frau auf ihre Wünsche verzichtet und bei einem Mann bleibt, obwohl sie heiraten möchte und er nicht? Sie wird ihn verlassen und sich ihre Wünsche mit einem anderen Mann verwirklichen. Weil ich auch einen anderen Mann kannte, der nach vier Jahren gemeinsamer Wohnung verlassen wurde, weil er nicht bereit war zu heiraten und Familie zu gründen.“
     
  17. Heiraten heißt: freiwillig eine Tür hinter sich verschließen und den Schlüssel wegwerfen, ohne zu wissen, ob es die Tür zum Paradies ist oder zu einer paradiesisch ausgemalten Gefängniszelle. Ich bin zwar bereit, der Frau zuliebe freiwillig auf Elemente meines Lebens zu verzichten, aber ich will die Option haben, diesen Verzicht jederzeit beenden zu können, wenn die Gesamtbilanz für mich nicht mehr aufgeht. Zum Beispiel, wenn ich krank werde, weil ich aus Rücksicht auf die Konstitution einer Frau, nicht allein zurückbleiben will, körperlich nicht mehr an meine Grenzen gehen kann. Vielleicht sieht Dein Freund das ähnlich.
     
  18. Liebe FS,
    habe ich das richtig gelesen, das du seit über 18 Jahren mit einem Mann liiert bist dessen Vorstellungen von Partnerschaft komplett anders sind als deine?
    Unglaublich....
    Liebe FS, ich denke, du hast viiiieel zu lange gewartet, hast es immer geschluckt und ausgehalten NICHT die Frau von...
    sondern fast 2 jahrzehntelang NUR die Freundin zu sein.
    Ich kann mir sehr gut vorstellen, das es deswegen zwischen euch die eine oder andere Streiterei gab. Und genauso gut kann ich mir vorstellen, das kein Jammern, kein Weinen, kein Nörgeln, kein schreien, kein "mit der Nase drauf stossen" und auch keine ruhige Diskussion für dich zielführend war.
    Ja, nicht mal ein gemeinsames Kind konnte ihn dazu bringen, dich zu heiraten.
    Liebe FS, es piekst dich nicht erst seit gestern, das er nicht will.
    Jetzt willst du es aber mit der Brechstange....
    Ich nehme mal an, das du eine pragmatische, verlässliche, unaufgeregte Frau bist, auf die er immer zählen konnte. Für ihn ist das Leben mit dir bequem. ..
    Aber heiraten ? Nein. Soweit wollte er nie gehen . ..warum ?
    Vielleicht war es von seiner Seite aus, am Beginn der Beziehung, doch nicht so die ganz grosse, heisse Liebe und er wollte sich stets den Notausgang offen halten?
    Dennoch will er das du bleibst.
    Logisch, denn mit dir hat er ja alles was er braucht...eine verlässliche, herzliche bodenständige und belastbare Frau.
    Und er weiss ja nicht, was er danach bekommt...jaja...
    Deine Entscheidung zur Trennung finde ich grundsätzlich richtig, wenn auch viel zu spät..nur eines sollte dir ganz klar sein: Auch das wird ihn nicht dazu bringen umzudenken und dich zu heiraten! Also wenn, dann bitte eine echte Trennung und keine Trennung aus strategischen Gründen. Dieses Endspiel würdest du verlieren.
     
  19. Du weißt ganz genau, das dies nicht stimmt!
    Jeder hat zu jedem Zeitpunkt die Möglichekit,aus einer Beziehung auszusteigen. Verheiratet oder nicht.

    Das "Bekenntnis" ist nichts wert, wenn es nicht für beide dieselben Folgen hat.

    Die Sache bleibt, wie sie ist:
    Die FS erwartet etwas, welches ihr einen Mehrwert bringt, ohne auch nur über eine Gegenleistung nachzudenken.

    DSie verlangt nur und droht mit dem Beziehungsende.

    Sie sollte sich lieber darum kümmern, auch dem Mann eine Mehrwert anzubieten.Die Heirat ist es jedenfalls nicht.
     
  20. Hmm,das Kind ist so oder so als Erbe abgesichert. Dies war bis in die 70ziger Jahre anders bis das Erbrecht Gott sei Dank verändert wurde. Wenn,ich nach 18 Jahren Partnerschaft noch immer Unsicherheit merke ,weil man nicht verheiratet ist sollte man diese für sich hinterfragen. Ein Ring am Finger und evtl. gleiche Nachnamen sind doch auch nur eine trügerische Sicherheit( siehe Scheidungen oder Affären). In der heutigen Zeit sollte es doch wirklich keine Rolle mehr spielen,dass nur eine Ehe ein 100% Zusammengehören reflektiert.
     
  21. Es geht hier doch nicht um "Ver-Absolutierung" was wichtig oder falsch ist und ob Heirat die einzige logische Schlussfolgerung ist, wenn man sich liebt (bzw. wenn es Ego ist und keine Liebe).

    Ich denke nicht, dass man unbedingt heiraten muss, wenn man sich liebt. Aber man kann.

    Letztlich geht es hier doch um die individuelle Meinung und Empfindung der FS. Wenn ihr heiraten wichtiger wäre als der Mann und dieser absolut nicht heiraten will, dann ist doch die einzig logische Konsequenz die, die ich geschrieben habe.

    Wobei der eigentliche Kern meiner Aussage ist: 1) sich mit sich selbst und seinen Motivationen und Bedürfnissen auseinandersetzen, 2) diese dem anderen ehrlich und ungeschönt mitteilen (aus der Ich-Perspektive, ohne verbal "übergriffig" zu werden) und 3) nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen und 4) falls diese nicht existiert, wenn es keine Schnittmenge gibt, dann seine Konsequenzen zu ziehen.

    Nicht hilfreich finde ich, in einer stagnierende Situation zu verharren und Druck und Erpressung auszuüben. Da kollidieren nämlich ständig nur 2 Meinungen in einer Patt-Situation, beide leiden und es bringe beide nicht weiter.

    Also ist es besser, die Dinge sich auf Augenhöhe anzusehen und damit umzugehen.

    Irgendwelche moralischen Vorstellungen von irgendwem aus dem Forum sind hier nicht angebracht. Jeder hat das recht, es so zu sehen, wie er/sie will. Und wenn es so wäre, dass die FS ihn unter Druck setzt. Dann ist das so. Dann müssen die beiden es miteinander irgendwie austragen und schauen, wo der Konflikt liegt. Moralisch geht uns hier das gar nicts an. Ich habe nur versucht, methodische "Hilfestellung" zu geben. Nicht jedoch die Entscheidung abzunehmen. Das ist der große Unterschied.
     
  22. Eine Ehe hat weinig mit Liebe zu tun. Es ist nur ein Vertrag mit dem Staat. Es wird halt gerne anderst genannt.

    Manchmal wird ja der Ehevertrag für nichtig erklärt, weil er nicht im Sinne des Staates ist.
    Würde jetzt jemand 2020 mit Ehevertrag heiraten und 2025 ist einer der Beiden gesundheitlich nicht fähig mehr zu arbeiten, dann hilft der Ehevertrag sehr wenig.
    Trotz Ehevertrag wird dann Unterhalt bezahlt.

    Die FS hätte ja den Mann schon vor 15 Jahren Fragen sollen, ob er sie heiratet und da wäre das Resultat besser, als jetzt.
    Jetzt endet entweder die Beziehung oder die FS betreibt weiter eine Beziehung ohne Ehe.
     
  23. Ich weiß nicht. Ich denke, das kommt eben ganz auf die Person an. Das ist eine Sichtweise (und die der FS, wie es aussieht), aber andere Leute sehen das ganz anders. Daher finde ich es nicht zulässig, dem Partner der FS zu unterstellen, dass er gern jederzeit leicht und schnell gehen möchte. Das ist außerdem Quatsch, wenn man ein gemeinsames Kind hat. Denn das Kind bindet ja viel mehr, als es ein Trauschein jemals könnte. Scheiden lassen geht doch immer! Ich kenne einige Leute, die geheiratet haben und paar Jahre später wieder geschieden sind, und andere, die sich sehr lieben, eine tolle Beziehung haben, aber eben nicht verheiratet sind. Ohne, dass beide je denken würden, sie wollen sich einen schnellen Rückzug sichern.

    Mein inneres romantisches Ich sieht es auch so, dass die Heirat etwas tolles ist, weil man sich in dem Moment so total zu dem anderen bekennt. Allerdings würde ich nie denken, dass daher eine Trennung unwahrscheinlich wird (nach Statistik ein bisschen unwahrscheinlicher, als bei einer Partnerschaft, aber nicht absolut). Zwei lesbische Freundinnen, schon zehn Jahre zusammen, haben auch das Problem: Die eine möchte gern heiraten, die andere nicht. Aber der Grund ist, dass die Verweigerin die Ehe als staatliches Konstrukt ablehnt, nicht, dass sie die andere weniger liebt. Kann man seltsam finden, aber es ist eben nicht so, dass manche nicht heiraten wollen, weil sie sie sich einen schnellen Rückzug sichern wollen - vor allem, wenn schon ein Kind da ist.

    Wenn beide so sehr an ihrer Meinung hängen, würde ich aber auch vermuten, dass es da eventuell andere Konflikte gibt. Und jeder so stark an seiner Vorstellung hängt als so eine Art "Stellvertreterkrieg" über die Macht und das Sagen in der Beziehung? Könnte das sein? Bei meinen zwei Freundinnen z.B. hat die, die gern heiraten möchte, das dann halt akzeptiert, obwohl sie es bisschen ärgert, aber es ist kein Konflikt, an dem die Partnerschaft zu zerbrechen droht.
     
  24. Er weigert sich seit 18 Jahren standhaft, dich zu heiraten? Das nenne ich Durchhaltevermögen. Was hat er denn gegen die Ehe vorzubringen? Ist er anders sozialisiert worden als du? Will er vielleicht nur DICH nicht heiraten, aber ansonsten wäre es ihm egal?
    Was macht ihn so hart gegen dich, dass er dir deinen Herzenswunsch nicht erfüllen mag?
    In einer Ehe steht man gegenseitig in Verantwortung. Gegebenenfalls auch über die Ehe hinaus. Da muss man den anderen schon sehr wollen und lieben. Das tust du sicher, wenn du ihn heiraten willst. Und er?
    Eure Werte und Lebenseinstellungen passen nicht zueinander. In so einer Verbindung wäre ich kein Jahr geblieben.
    Was du machen kannst? Leider gar nichts, außer einen Mann zu suchen, der besser zu dir passt und nicht so hart mit dir und deinen Gefühlen umgeht. Ein Kind ist kein Grund, in einer für eine Seite unbefriedigenden Beziehung zu bleiben.
     
  25. Deswegen schrieb ich ja, die FS soll ihre Motivation für diese Bedürfnis hinterfragen. Vielleicht möchte sie ja der Beziehung neuen Schwung verleihen nach 18 Jahren? Oder sie möchte einmal dieses Erlebnis haben? Oder eine große Feier? Oder im Mittelpunkt stehen? Eine Braut sein, sich wie eine Prinzessin einen Tag lang fühlen? usw.

    Daher wäre es heilsam, das rauszufinden und dann bei der Lösungsfindung schauen, ob sich das selbe Ziel auch auf einem anderen Weg erreichen lässt oder ob es absolut die Heirat sein muss.
     
  26. Wie waere es mit einer "eingetragenen Lebenpartnerschaft" oder der "nichtehelichen Lebenspartnerschaft"? Oder wuerde das Ihren Lebensgefaehrten auch schon erschrecken? Dann wuerde ich die Trennung in Erwaegung ziehen, es sei denn, es sind erbrechtliche Probleme im Spiel, aber die lassen sich loesen. Ich wuerde die Allergie gegen jede Form von Bindung als Nicht-Liebe auslegen und mich nicht weiter als Lebensabschnittspartnerin betrachten lassen,

    Wuerde er auch so reagieren, wenn ihm morgen etwas Junges, Knackiges ueber den Weg laufen wuerde? Alles schon erlebt.

    Ich gehe davon aus, dass er nichts dagegen haben wird, wenn Sie ihn eines Tages jahrelang kostenlos betreuen werden.
     
  27. Ist doch ganz Simpel anzugehen. du willst heiraten, er nicht. Du möchtest die Beziehung beenden wenn er das nicht macht. Ergo, du liebst ihn sowieso nicht mehr so dolle. Deswegen und weil du ja noch jung genug bist, würde ich nochmals schauen das ich was besseres als so einen bekomme. Wenn du heiraten willst, egal aus welchen Gründen, dann mach das. Wenn er nicht will musst du das akzeptieren. Wenn du dich trennen wirst kann er nix machen. Aber du erfüllst dir deinen Traum, daran kannst du was machen.
     
  28. Ich halte keine Frau heutzutage für heiratsfähig. Da muss ja noch ein bisschen mehr stimmen: Gemeinsamkeiten, Essen, Sex, selbe Weltsicht und Interessen. Dieses Ultimatium würde bei mir zur sofortigen Trennung führen! Ich denke, du hast dir da noch nie wirklich Gedanken gemacht, was zu einer Ehe überhaupt gehört - und eben nicht solche Ultimaten! Ja, ich finde schon, dass ihr des Kindes wegen zusammenbleiben sollt.
    Ich finde es unmöglich, wie viele alleinerziehende Kinder ohne Vaterfigur aufwachsen. Ein Kind braucht ein männliches Vorbild. Das alles ist dir natürlich egal. Typisch.

    Frage dich, wo es da nicht stimmt bei euch!
     
  29. Du sagst : fragt mich nicht warum und ich kann nicht anders als nach dem Warum fragen?

    Manchmal gehts tief im Inneren um etwas anderes. .weil man zb nicht mehr das Gefühl hat,dass jemand zu einem steht.
    Oder um Absicherung !

    Für manches gibt es Alternativen...
    Absicherung gibt's ohne Heirat
    Frei Trauung etc
     
    • # 28
    • 18.02.2020
    • void
    18 Jahre zusammen und einer will heiraten, der andere nicht ...
    Naja, es müssen immer beide was wollen, sonst muss der Recht kriegen, der "nein" dazu sagt, oder es geht auseinander.
    Dass Dein Partner nicht heiraten will, ist hinlänglich bekannt. Du lebst damit schon ewig. Also wenn er seine Meinung nun ändern sollte - aus welchem Grund? Wir hatten hier mal einen Thread, da war einer krank geworden und wollte daraufhin plötzlich doch was, das er vorher mit der Frau nicht wollte (entweder zusammenziehen oder heiraten, ich weiß es nicht mehr), also es gab für ihn einen trifftigen Grund für den Sinneswandel.

    Und wie oft hast Du dieses Programm schon durch? Wie oft hast Du ihm gezeigt, dass man Dich an der Nase rumführen und hinhalten kann?

    Du schreibst recht wenig Infos, warum er nicht heiraten wollte. Es gibt ja durchaus Menschen, die "den Richtigen" dann doch heiraten wollen.

    Na darauf wartest Du ja schon 18 Jahre. Was soll denn da kommen außer, dass er sich in einer Notsituation sieht, aus der ihn Deine Verpflichtung und Verbindlichkeit retten könnte?

    Ich würde auch nicht zusammenbleiben wollen, wenn der Mann meint, man müsse das wegen des Kindes. Klingt nicht danach, als sähe er Dich als "DIE richtige Partnerin" an und es sei die große Liebe für ihn.
    Seine Panik, wenn Du gehen willst, würde ich daher eher deuten als Angst, Single sein zu müssen, und nicht als "du bist meine große Liebe". Ums klarzustellen: Nicht, weil er Dich nicht heiraten will, sondern weil er durchblicken lässt, dass sein Grund das Kind ist, dass ihr zusammenbleiben solltet.
    Allgemein denke ich, dass man schon Dinge hat, die man nicht loslassen will, und irgendwann kommt der Tag, an dem man es wissen will, ob sie jemals stattfinden werden oder nicht. Das ist natürlich nur so ein Gefühl, denn Du könntest ja einen anderen Mann treffen, der heiraten will. Aber es geht in Deiner Situation ja um DIESE Bez. und DIESEN Mann und nun soll sich vielleicht für Dich rausstellen, ob Du jemals das kriegen wirst mit ihm, das Du Dir so wünschst, und wenn nicht, bist Du weg oder gibst den Wunsch für immer auf.
     
  30. 18 Jahre lang ging es ohne diesen Zettel.
    Und nun willst du ihn verlassen, falls er diesen Zettel immer noch nicht unterschreiben mag ?
    Tja, da sehe ich Dollarzeichen in den Augen. So, wie du schreibst ist da ausser dem Kind sowieso nichts mehr. Ich würde dich gehen lassen ......
    Das Kind ist sowieso abgesichert. Also - warum sollte er unterschreiben ?
    Und wenn es nur um die Party geht - dann feiert einfach 20 Jahre wir beide ..... die Gäste saufen auch auf einer normalen Party. Muss keine Hochzeit sein .....
     

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