1. Wie denken Frauen, die aus anderen Ländern stammen, über das Verhalten deutscher Frauen zu Männern?

    Dazu fände ich es auch interessant, wenn ihr erwähnt, woher ihr kommt.
    Ich kam auf diese Frage, nachdem ich gelesen hatte, dass eine Brasilianerin das passive Verhalten deutscher Männer anhand des absolut gegensätzlichen Verhaltens ihrer "Landsmänner" sehr irritierend findet.

    Und da hier immerwieder die Thematik aufkommt, dass das Verhalten von Männern nicht zuletzt von ihren Erlebnissen mit deutschen Frauen herstammt, und daher wie diese sich (auch hier) darstellen. Die gleichen deutschen Frauen aber eben dieses Verhalten an deutschen Männern beklagen.

    So interessiert mich einmal, wie Frauen, die in anderen Ländern aufgewachsen sind, die Wirkung deutscher Frauen auf deutsche Männer beurteilen.
    Schließlich können Frauen, die aus anderen Ländern nach Deutschland kommen,und die hier (wahrscheinlich) studiert haben, ja nicht unemanzipiert sein.

    m36
     
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  3. Ich habe den Eindruck, dass die ausl. Frauen mit Männern aus ihrem Heimatland i.d.R. besser zurecht kommen oder kämen.

    Ansonsten die Ursachen eher bei den (deutschen) Männern suchen. Und sie für ihre Probleme verantwortlich machen. Aber sich dabei wenig um die deutschen Frauen interessieren, bzw. nicht als mögliche Ursache mit einkalkulieren.
    (m,53, Deutscher)
     
    • # 2
    • 01.08.2015
    • Gast
    Hallo gast_xy,

    interessante Frage. Also ich (w27) komme aus Bulgarien und bin da aufgewachsen. Ja, kann auf jeden Fall bestätigen, dass deutsche Männer auch auf mich passiv wirken. Das finde ich aber nicht so schlimm. Es ist jedenfalls besser als die plumpen Flirtversuche mancher Südländer.

    Was das Verhalten deutscher Frauen gegenüber Männern angeht, hab ich den Eindruck, dass eine nicht unerhebliche Zahl deutscher Frauen sich sehr besitzergreifend verhält. Sie wollen den Mann kontrollieren, werden schnell und unbegründet eifersüchtig, verbieten ihm viele Dinge oder zumindest versuchen sie (z.B. Fußball, sich mit seinen Kumpels treffen etc). Nicht alle natürlich, aber ich hab schon viele solche in meinem Freundeskreis erlebt erlebt. Dieses Verhalten kann ich nicht wirklich verstehen.
    Viele Frauen machen auch oft den ersten Schritt, sprechen einen Mann an. Ist nicht verwerflich natürlich, aber nicht besonders damenhaft ;). Einen fremden Mann würde ich aus Prinzip nie ohne weiteres ansprechen. Die Zeit der Emanzipation hat uns alle bisschen verwirrt ;) .
     
  4. Ich bin nur zur Hälfte aus einem anderen Land (Vater Italiener), trotzdem fällt mir natürlich der große Unterschied im Flirtverhalten zwischen deutschen und italienischen bzw. südländischen Männern auf. Viele meiner italienischen Verwandten, die schon mal zu Besuch hier waren, fragen sich, "wie die Deutschen überhaupt zusammenkommen, wenn hier keiner flirtet und Frauen nicht oder nur von Besoffenen angesprochen werden." Der deutsche Mann hats halt nicht so mit Charme und Lockerheit. Es ist aber müßig, die Ursache dafür den "kalten, zickigen deutschen Frauen" in die Schuhe zu schieben, da deutsche Männer wie schon erwähnt auch kein Paradebeispiel für Wärme und Charme sind. Beide haben schließlich dieselbe Herkunft.
     
    • # 4
    • 02.08.2015
    • Gast
    Ich komme aus Südspanien und lebe seit etwas über 20 Jahren in Deutschland, bin ü40.Für mich sind deutsche, österreichische und schweizer Frauen irgendwie asexuelle unweibliche kalte Wesen.Es gibt aber trotzdem nette Frauen, habe auch viele deutsche Freundinnen.Und es gibt auch Ausnahmen, weibliche, offene Frauen, die Wärme ausstrahlen, und Männer wie Männer behandeln und nicht wie kastrierte Hündchen.Aber die sind eher selten.Das ist vielleicht krass ausgedrückt, aber so nehme ich es wahr.In Italien und Frankreich sind die Frauen oft noch viel mehr richtige Frauen, und in Südspanien und Brasilien auch.In Nordspanien sind sie übrigens ähnlich wie in Deutschland :) Grüßle
     
  5. Griechischer Familienhintergrund, allerdings in Deutschland aufgewachsen.
    Ich bin auf den ersten Blick sehr deutsch (typisch Migrant, überangepasst) - spreche besser deutsch als griechisch.
    Was mir auffällt: deutsche Männer sind keine echten Männer, sondern wankelmuetig und unehrlich, um zu einem Vorteil zu kommen - unreif kindlich. Demzufolge werden sie von deutschen Frauen auch nicht wie Männer behandelt, sondern wie Bubis an denen rumgenoergelt und rumerzogen wird. Ich finde es nicht unbedingt unpassend sondern oft notwendig, aber für beide maximal unattraktiv im Hinblick auf eine Partnerschaft.

    Deutsche Frauen gelten als spröde bei Männern mit Migrationshintergrund, reagieren ablehnend auf Flirts. Ihnen fehlt die Leichtigkeit - genau das Gegenteil von dem was Hannes schreibt, aber ich stecke als Migrantin tiefer drin, habe es nicht nur vom Hörensagen.
    Sie gelten als zuverlässig, wenig launisch, gut ausgebildet, fleissig - pragmatisch statt divenhaft, insgesamt wenig weiblich.
    Vermeintlich weibliche Frauen sind selten weiblich sondern divenhafte Dramaqueens. Herzlichkeit haben sie nicht.

    Frueher mied ich Männer mit Migrationshintergrund, war froh, wegen meines Aussehens (ja, es gibt blonde und blauäugige Griechen) dazugehörigen zu können. Ausserdem gab es in meiner Generation kaum "Gastarbeiter" mit Bildung.
    Heute bin ich lieber mit Migranten zusammen - egal ob Männer oder Frauen. Sie sind ehrlicher, herzlicher und menschlich großzügiger, familiärer.

    Die Migranten in meinem Bekanntenkreis stammen alle aus der Oberschicht ihres Landes und haben Universitäten besucht, d.h. sind weltoffene und tolerante Menschen. Das ist etwas, was deutschen Männern UND Frauen fehlt.

    Ich stelle fest, dass Migranten auch wenn sie schon lange in Deutschland leben, eher untereinander Partnerschaften eingehen, weil sie sich emotional besser verstehen. Daher passt es besser, wenn deutsche Männer und Frauen sich miteinander abkaspern. Insbesondere Männer sind sehr familien-/kinderfeindlich eingestellt und somit für viele Migrantinnen keine Partneroption.

    Lange habe ich mich unter Deutschen wohler gefühlt, war auch lange mit einem deutschen Mann verheiratet, aber das ist in den letzten 10 Jahren stark nachgelassen.
    Deutsche Single-Männer habe ich durch die Bank weg als kleinlich, streitlustig, engstirnig und verlogen kennengelernt. Denen kann eine deutsche Frau besser Paroli bieten als ich.
     
  6. Die meisten Frauen, die aus anderen Ländern stammen, bevorzugen auch Männer mit Migrationshintergrund. Ich kenne kaum Südländerinnen oder Osteuropäerinnen, die ernsthaftes (und kein finanzielles oder visumstechnisches) Interesse an deutschen Männern haben. Diese gelten bei Migrantinnen als zu kühl, langweilig, unemotional, geizig, monoton. Viele lassen sich auch sehr von ihren Frauen kontrollieren und rumkommandieren, vor allem bei jüngeren deutschen Männern fällt mir das vermehrt auf.
     
  7. Hallo FS,
    das ist wirklich eine interessante Frage. Ich selbst bin zwar deutsch, aber ich habe internationale Kontakte und Freundschaften.
    Hierbei wurde mir gesagt, daß die deutsche Frau wohl als eher dominant wahrgenommen wird... Soll heißen, in einer Beziehung hat die Frau dann meistens "die Hosen an".... (z. B. bestimmt die Frau, wann man(n) wo, wie, mit wem und warum irgendwo hingeht)...
    Ob dieses Verhalten für ALLE deutschen Frauen zutrifft, sei mal dahingestellt - so wurde mir dies auf jeden Fall von meinen ausländischen Kollegen beschrieben..
     
    • # 8
    • 02.08.2015
    • Gast
    Moderation: Chat gelöscht

    Ich bin eine ausländische Frau und ich sag dir mal wie das meine ausländischen Freundinnen sehen.
    Ausländische Frauen konkurrieren mit deutschen Frauen um reiche oder gutaussehende (letztere noch schwerer zu finden als erstere) deutsche Männer, ansonsten sind sie ganz froh, wenn die deutschen Frauen ihnen die ungewollte Masse an unterdurchschnittlichen deutschen Männer vom Hals hält, so nach dem Motto "Sollen sich doch die deutschen Frauen um die hässlichen deutschen Männer kümmern."
     
    • # 9
    • 02.08.2015
    • Kain
    [mod.Zitat]

    "German chicks are easy" - hörte ich, insbesondere von Briten und auch den Franzosen, erstaunlich oft. Ohne die Männer der genannten Nationalitäten über einen Kamm scheren zu wollen, muss man hier aber der Fairness halber ergänzen, dass zumindest die mir bekannten Kerle nicht besonders wählerisch waren ... eigentlich gar nicht. In der Aussicht auf Sex haben die sich an so ziemlich jede Frau rangeschmissen. Und das eben solange, bis sie auf ein ähnlich verzweifeltes Pendant stießen. So richtig überzeugt haben die mich von ihrer These nicht.

    Zwei Freundinnen von mir (eine Britin, eine US-Amerikanerin) bemängelten an deutschen Männern, dass sie stets Starren würden ("creepy") und an deutschen Frauen deren unterkühlte Art ("just another angry german bitch"). Das mit dem Starren glaube ich ungeprüft, aber die Pauschalkritik an der deutschen Frau halte ich für etwas überzogen. Viele Strahlemännchen bzw. -weibchen sieht man auf deutschen Straßen zwar tatsächlich nicht, aber das muss ja nicht zwangsläufig einem boshaften Charakter geschuldet sein.

    Dass Deutschland eine Flirtwüste ist (... und vermutlich schon immer war), kann keinem der Geschlechter alleine in die Schuhe geschoben werden, denn Männer und Frauen entwickeln sich nicht unabhängig voneinander. Die Deutschen sind und waren niemals ein temperamentvolles Volk. Dafür haben wir andere Qualitäten.
     
  8. DAS ist etwas, was nichts mit der Nationalität zu tun hat. Wir haben fünf Jahre in Frankreich gelebt und allein die Erfahrung, fremd im Land zu sein und sich in gewisser Weise anpassen zu müssen, ohne deshalb seine ureigene Identität aufzugeben, prägt unglaublich. Franzosen gelten ja auch eher als nicht so offen. Wir haben ganz andere Erfahrungen gemacht. Die Franzosen, die wir näher kennen gelernt haben, waren alle im Ausland gewesen und hatten einen entsprechend weiteren Horizont. Die kamen mit ihren eigenen Landsleuten nicht mehr so gut klar, wie mit Ausländern, die ähnliche Erfahrungen machten, wie sie selbst ...
     
  9. Zur ursprünglichen Fragestellung (schwarz vom FS hervorgehoben!):
    ich war mal mit einer Russin zusammen, und sie fand es sehr irritierend, dass sich deutsche Frauen manchmal burschikos kleiden und auch so benehmen. Das war sehr eigenartig für Sie.

    Dann möchte ich noch etwas zu den (ausländischen) Damen sagen, die sich extrem abfällig und gemein über deutsche Männer und auch manchmal über deutsche Frauen geäußert haben [mod.]. Das ist hier ja kein politisches Forum, aber ich hoffe dennoch, dass dies als Antwort durchgeht:
    Habt ihr euch schon mal überlegt, dass diese Eigenschaften, die ihr an deutschen Männern bemängelt, und als z.B. kühl, langweilig, unemotional bezeichnet, man auch als zurückhaltend, nachdenklich, ruhig und geradlinig bezeichnen könnte? Schon mal daran gedacht, dass es diese Eigenschaften sind, die dazu führen, dass unser Land einen höheren Lebensstandard hat, als eure südlichen Herkunftsländer? Kaum Korruption, Geradlinigkeit, starke Wirtschaft, funktionsfähige Verwaltung und Organisation.....Das wurde mir schon von südländischen Freunden bestätigt, die aus diesem Grund nicht mehr z.B. nach Italien zurück wollten. Das haben wir gern: Rosinen herauspicken, das alles genießen, sich aber dann abfällig über vor allem deutsche Männer äußern, weil sie dann nicht dem gewünschten Typus des lockeren südländischen Casanovas entsprechen. Wenn wir so schrecklich sind.... niemand zwingt euch hier zu leben! Jede Medaille hat 2 Seiten.
    Ich weiß aber auch, dass es viele Ausländerinnen gibt, die genau diese Eigenschaften an deutschen Männern schätzen.
     
  10. Die deutschen Frauen reagieren adäquat auf das Verhalten der Männer, genauso wie die Männer adäquat auf die Frauen reagieren. Das ist intellektuell etwas sehr kurz gesprungen, den Frauen das Verhalten der Männer anzulasten - "weil die böse deutsche Frau blablabla... kann der deutsche Mann nicht anders, als ein Stoffel zu sein, auch nicht bei anderen Frauen" - das arme Opfer.

    Interaktionen sind dynamisch und zwar zeitgleich, wenn die Menschen miteinander in Kontakt kommen. Ich hatte noch eine eine Beziehung mit einem Mann, an welcher er nicht zeitgleich beteiligt war. So wie er auf mein Verhalten reagierte, reagierte ich auf seines.

    Ich trau' mir durchaus zu, den Unterschied zu kennen. Das waren auch die Gründe, warum ich mich für einen deutschen Mann entschieden habe. Die Eigenschaften haben aber nicht mehr viele, dass muss man auch mal erkennen. Das war vor 50- 30 Jahren Standard - die Gesellschaft verändert sich rasant, auch in diesen Dingen.


    Ich genieße genau das, wozu ich reichlich beigetragen habe. Es gibt keinen Zwang aus einem "hier leben" Begeisterung für deutsche Männer erbringen zu müssen.
    Ich lebe gern und gut hier - ohne Mann und ich bleibe auch.
    Deine Meinung ist irrelevant. Herr Gabriel lässt keine Informatikerinnen gehen, die 30 Jahre Berufserfahrungen haben und hier Steuern und SV-Beiträge zahlen. Dafür findet er nämlich keinen Ersatz.

    Das ist Männerlogik die weh tut. So argumentationsschwach war früher kein Mann oder die Frauen waren zu wenig selbstbewusst und zu schlecht ausgebildet, um das zu merken. DAS ist eines der aktuellen Probleme.
     
  11. [mod.Chat]

    Da der FS vor allem das Verhalten deutscher Frauen gegenüber Männern bemängelt: Ich bezweifle, dass ein typischer Deutscher mit dem Temperament und der Resolutheit einer Südländerin klarkommen und sich nicht doch sehr bald die deutsche Frau zurückwünschen würde! Italienerinnen, Spanierinnen usw. sind oft sehr laut, herrisch und emotional, sie kleiden sich nur weiblicher als die deutschen Frauen, aber der Schein trügt! Ein ebenso gepolter Südländer kann damit sicher besser umgehen als ein nüchterner Deutscher. Letztendlich ist es am besten, wenn man in seinem eigenen Kulturkreis datet. Das gilt aber nicht für z.B. hier aufgewachsene Italiener oder Griechen, da diese oft mehr deutsch als südländisch sind, nicht alle, aber viele.


    Mod-Kommentar: Wir bitten alle teilnehmenden User zur Ausgangsfrage zurück zu kommen. Nebenthemen werden nicht veröffentlicht. Vielen Dank.
     
  12. Ich komme ursprünglich aus Rumänien, mir wurde als Kind beigebracht mich um die Gesundheit und wohl meiner Familien zu kümmern .

    Meine deutsche Freundin sagte mir ein mal , dass sie sich nicht mit ihr Freund trifft, weil er erkältet ist.. Ich war damals empört über ihr Verhalten. Für mich wäre das die Hauptaufgabe einer Frau sich um den kranken Freund zu kümmern und nicht mit mir bummeln zu gehen..
     
    • # 15
    • 03.08.2016
    • void
    Naja, das ist nicht unbedingt typisch, dass deutsche Frauen den kranken Mann allein lassen, um mit der Freundin zu bummeln. Wenn was wichtiges Berufliches ansteht, könnte es vermutlich sein, dass die Frau vorzieht, nicht den kranken Freund zu besuchen, aber sonst kümmern sich auch deutsche Frauen um ihre Männer.

    Wenn frau den Mann zur Hauptaufgabe macht, sollte der die Frau auch gut versorgen, dass sie sich nicht selber kümmern muss um ihren Lebensunterhalt. Solche Damen achten manchmal sehr genau darauf, ob der Mann auch heiratswillig erscheint, was deutschen Männern nicht mehr so nachgesagt wird. Einer, der keine Anstalten macht, ganz traditionell zu heiraten, wird, glaube ich, bald nicht mehr so selbstlos versorgt werden.
     
  13. Die Hauptaufgabe einer Frau? Wenn überhaupt die Aufgabe von dem/r PartnerIn.
    Ich liebe meinen Mann schon sehr, aber nur weil er erkältet ist, halte ich keine Krankenwache an seinem Bett.
    Im Gegenteil. Wenn er Bazillen verströmt, versuche ich seine Nähe zu meiden und schlafe in einem anderen Raum. Natürlich bekommt er warme & kalte Getränke, frisches Obst, Inhalator, Medizin, Taschentücher usw. ans "Krankenlager" gebracht. Aber bitte... es ist eine Erkältung!
    Normalerweise ist man mit einer Erkältung durchaus in der Lage sich selbst zu behelfen, dazu kommt, dass man ja auch niemanden anstecken mag.
    Das hat nichts mit mangelnder Fürsorge deutscher Frauen zu tun.
     
  14. Moin,

    ich war lange Zeit mit einer Ausländerin verheiratet, und natürlich waren kulturelle Unterschiede ein Thema. Aber bereits die Annahme, es gäbe „die“ deutschen Frauen, kommt etwas sehr einfach gestrickt daher. Meine Ex und ich sind z.B. Akademiker, links, liberal und kosmopolitisch orientiert, mehrsprachig, und unser Freundeskreis – naturgemäß mehrere binationale Pärchen darunter – ebenso. Eine derartige Diskussion hätte es da kaum gegeben…

    Aber ja, es gibt typische Phänomene, die man in anderen Kulturen so nicht kennt.

    (1) @Kain hat es ganz gut mit dem „another angry German bitch“ getroffen (in anderen Sprachen hört sich das noch saftiger an). Meine Ex musste immer mal wieder den Kopf schütteln, mit welch komplizierten, unsympathischen und z.T. unattraktiven, kinderfeindlichen etc. Frauen sich z.B. manche Bekannte zusammentaten. Sie hatte dann immer die Idee, denen nach allen möglichen Kriterien „bessere“ Frauen aus ihrem Freundeskreis in der Heimat zu vermitteln. Konnte ich in fast allen Fällen gut nachvollziehen, ja, die Freundinnen wären Traumfrauen und die bessere Partie gewesen.
    So etwas scheint aber eher „bildungsnahe“ Schichten zu betreffen, und wir haben einfach keinen Kontakt zu Familien, in denen der bierbäuchige Vollproll seine Frau unmöglich behandelt.

    (2) Deutschland befindet sich noch in der „Kriegskinderkinder“-Phase. Das will sagen, dass jetzt immer noch eine Generation „aktiv“ ist, die von „Kriegskindern“ erzogen und entsprechend deformiert wurde. Eine Folge ist, dass viele Menschen der Altersgruppe 40+ ein problematisches, liebloses Verhältnis zu ihrer Herkunftsfamilie haben. Die Liebe zu den eigenen Eltern ist aber für viele Ausländerinnen ein ganz wichtiges emotionales „Fundament“. Meine Ex vertrat die Ansicht, dass der fehlende oder nicht liebevolle Kontakt zu den Eltern problematisch für die eigene Paarbeziehung ist… fand ich bedenkenswert.

    (Forts. folgt)
     
  15. (Fortsetzung)
    In Konsequenz: es gibt in Deutschland viele gutsituierte, gebildete, sympathische, gutaussehende Akademiker, die sich nach internationalen Maßstäben „unter Wert“ verkaufen, weil es schwierig ist, ein weibliches Pendant mit diesen Eigenschaften kennenzulernen.
    Das ist aber ganz sicher nicht der “Durchschnitt“ der deutschen Männer.

    In etwas bildungsfernen Schichten sieht es dagegen recht mau mit der Auswahl an guten Männern aus - Unsportlichkeit trifft da auf fehlende Kultur, nicht vorhandenen Charme, wacklige finanzielle Verhältnisse… das ist tendenziell in manchen anderen Ländern besser… in anderen aber auch wieder nicht.

    manchmal
     
  16. Zu den Traumata der Enkelgeneration gibt es inzwischen einiges an Literatur, es betrifft auch nicht nur Deutschland.

    Aber im Grundsatz ist es richtig, so wie man beziehungs- / bindungstechnisch in der Herkunftsfamilie geprägt wurde, so gibt man dies auch wieder weiter.

    Außer man realisiert das System und versucht sich davon zu lösen und ein Gegenmittel zu entwickeln.
    Das ist nicht einfach, hoch komplex, manches muss man selbst erst mal realisieren, wieviele destruktive Muster man selbst verinnerlicht hat.
    Manches ist nur mit therapeutischer Unterstützung auflösbar.

    Aber auch hier, die Pauschalisierungen?
    Ich komme aus einer bunten, absolut multinationalen Familie, ich sehe und erlebe Individuen.
    Mit einerseits soziokulturellen und andererseits individuellen Prägungen.
     
  17. Sehr gut. Und auch sehr viele " unsere" Deutschen Frauen schätzen unsere Eigenschaften. Was bringt es den Latino zu machen und dann aber kein Bein auf die Erde kriege. Danke.
    m45
     
  18. Das kann ich nur bestätigen. Das ist keine Sache von Herrkunft sondern von Menschlichkeit. Das ist ein Instinkt den die meisten Menschen auf der ganzen Welt haben. Die einen mehr, die anderen weniger.
    m45
     
  19. Ich habe deutsche Frauen als sehr emanzipiert und stark wahrgenommen. Wenig Mimik im Gesicht, immer ein Pockerface, es sei denn, sie wollen etwas oder vom Beruf her müssen sie freundlich sein. Aber auch unabhängig von der Körpergröße und Attraktivität habe ich sie auch als sehr bestimmend, dominant, teilweise hart, unweiblich wahrgenommen. Teilweise sehr praktische Kleidung, kurze Haare und flache Schuhe, sehr ichbezogen. Unflexibel, brauchen einen Studienplan, wenn sie einen Salat machen wollen. Unterwegs immer mit allen möglichen Kram ausgerüstet, als ob sie auf Nordpol Expedition unterwegs sind. Sie haben eine harte Schale, aber wenn man lange sie kennt, kann man auch andere Facetten wahrnehmen, die auch durchaus sehr wertvoll sind, wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit, alles ist gut organisiert und auch wenn die ganze Welt zusammenbricht, kommt um 12 Uhr das Essen auf den Tisch. Nicht herzlich aber praktisch und gut organisiert. Es ist auch viel Wert und ich denke, dass viele Männer es auch so mögen. Ich mag aber generell diese deutsche Frau, ausländische Frau Diskussion nicht. Für jeden Topf gibt es bekanntlich einen Deckel und viele Partner ergänzen sich. Niemand ist perfekt.
     
  20. Ich komme nicht wirklich aus einem anderen Land, aber ich bin hat ungarischer Abstammung und ich persönlich denke, dass die dt. Frauen relativ androgyn sind, duh sie betonen nicht ihre weiblichen Reize z.b. durch Kleidung und Schminken, sind sehr tough.

    Außerdem hören sie im Vergleich weniger auf ihre Familien, wenn diese ihnen zB Ratschläge geben.

    Ich persönlich aber glaube, dass andere Dinge wie z.b. Herkunftsschicht oder persönliche Charakter für das Benehmen wichtiger sind als die geografische Herkunft.
     
  21. Ja. Das alles ist nicht zuletzt eine Frage von Charakter und Erziehung. Hinzu kommt, dass Erziehung zunehmend vom Elternhaus in Schule und andere (quasi-)staatliche Instituitonen (einschließlich Mainstream-Massenmedien) verlagert wird. "Bildung" im klassischen Sinne ist unter diesen Umständen schwerer zu erlangen als früher - aber keinesfalls deswegen unmöglich.
     
  22. Ich kann hier nur von meinen Erfahrungen als 54- jähriger Mann berichten.
    Komischerweise ist es so, dass von sehr vielen Frauen mit ausl. Hintergrund es als sehr positiv wahrgenommen wird, dass ich gerne das eine oder andere für meine Eltern mache und einen guten Kontakt bzw ein gutes Verhältnis mit und zu ihnen habe. Bei deutschen Frauen wird das selten als positiv angesehen.
    Vor allem südländische Frauen möchten einen richtigen Mann mit Führungsqualitäten. Frauen aus dem südeurop. Raum oder den früheren sozialistischen Ländern legen sehr viel Wert auf gute Manieren und honorieren dies mit einem strahlenden Lächeln - während man von deutschen Frauen schon mal hört: ich bin alleine gross und kann meinen Mantel schon selbst anziehen ...oder ... Ist das Auto neu oder warum willst du die Türe selber schliessen ?
    Allerdings - die Frauen, die wirklich etwas können und darstellen, die haben niemals etwas gegen Höflichkeit und gegen ein gezielt eingesetztes unkorrektes Verhalten. Insofern scheint mir bei deutschen Frauen folgendes zuzutreffen: Je mehr sie ist, desto weiblicher kann sie sein.
     
  23. Osteuropäische Frauen schätzen galante Männer, die gute Manieren haben, die Weiblichkeit der Frau mit Komplimenten (echten) zum Ausdruck bringen, gute Versorger sind, enges/ herzliches Verhältnis zur eigenen Familie haben, liebevoll sind aber dennoch männlich markant und Erfolg haben im Beruf. Für mich selbst zählen vor allem Integrität, Bildung und Sinnlichkeit (letzteres vielleicht nicht so offensichtlich deutsch). Persönlich fühle ich mich besser von Südeuropäern verstanden als Frau als von den Deutschen. Mein Geheimtipp sind Argentinier - blendend aussehend, sexy, witzig, haben keine Angst Frauen zu erobern.
     

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