1. Wie geht ihr mit dem Singleleben um?

    Liebe Leser,
    ich finde es gar nicht so leicht als Single. War auch schon bei EP angemeldet, aber es hat sich daraus keine Partnerschaft ergeben. Gerade wenn ich meine Freunde sehe, die verheiratet sind und Kinder haben, kann man sich ganz schön einsam fühlen. Habt Ihr irgendwelche Tipps?
    Freue mich über Antworten
     
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    • # 1
    • 18.10.2013
    • Gast
    Nein, ich habe keine Tipps, bin nämlich selber gerade ratlos.
    Hier wirst Du Vorschläge bekommen wie: Gehe aus, suche Dir ein Hobby, besuche Ausstellungen, lerne Sprachen usw.
    Nur bringt Dich das nicht weiter denn Du bist ja unglücklich.

    Sicher musst Du alles versuchen. Eben ausgehen, Dich nicht abkapseln. Ob das Erfolg bringt steht in den sternen. Was Du lernen musst ist, auch alleine Spass zu haben.

    Ich w/55 recht attraktiv bin seit 3 Monaten bei EP angemeldet. In der ganzen Zeit, 4 Zuschriften, 2 Absagen ohne Grund und 2 Treffen die sich als nicht passend heraus stellten.
    Ich bin in einem Fitness-Studio etwas aktiv, bin in einem Tennisverein aktiv, und bummel über Strassenfeste oder durch die Geschäfte. Trinke gemütlich einen Kaffee und schaue mir die Leute an. Verreise 2 mal im Jahr, auch alleine.
    Und ! Ich werde nicht angesprochen. Freunde sagen mir: Du siehst auch nicht so aus, als hättest Du keinen Mann. Na toll! Verzweifelt wirke ich also noch nicht.:)

    Gleichaltrige Freundinnen sind entweder verheiratet, oder so bequem geworden das sie nicht aus dem Haus gehen. Ich finde es auch traurig, dass man im Alter schwer eine Freundin findet.
    Die Arbeitskolleginnen mit denen ich des öfteren ausgehe könnten meine Kinder sein.

    Ich gehe irgendwie mit dem Singelleben um. Aber es fehlt mir was.
    Ich mache mir mein Leben schön, in leicht verzweifelten Phasen sage ich mir: Der Richtige kommt noch.:)
     
    • # 2
    • 18.10.2013
    • Gast
    Was gibt es an verheirateten Menschen mit Kindern zu beneiden? Du hast nie wieder Möglichkeiten zum Alleinsein, Rückzug, Freiraum. Alles muss zu zweits oder dritts geteilt werden. Freizeit und Urlaub nur zusammen. Nie wieder spontan sein. Ausgehen erst recht nicht mehr. Zudem Druck und Stress vom Partner in allen Lebensbereichen. Man soll dies und jenes machen. Ständig Streit und Beleidigungen anhören. Wenn man sich "ganz schön einsam" fühlt, dann wird es Zeit, das Leben allgemein für sich interessanter zu gestalten.
    Sonst bekommst du eines Tages vielleicht die Ernüchterung, dass man auch zu zweits ganz schön einsam sein kann, nämlich dann wenn der Partner sein eigenes Ding drehen will und dich nirgendwo dabei haben will oder seinen Freiraum will. Dein Partner kann nicht 24 Stunden Babysitter und Unterhalter für dich sein und das wird er auch nicht!
     
    • # 3
    • 18.10.2013
    • Gast
    Liebe Fragestellerin, ich bin W, in Deiner Altersgruppe und auch nicht in Partnerschaft lebend.
    Da ist ein Unterschied zu Dir - möglicherweise. Ich definiere mich nicht als Single. Ich definiere mich als Berufstätige xx, Hobbyköchin, Nachbarin, Cousine, Intelektuelle usw. Ich bin auch deshalb nicht "Single" weil ich keine Insel bin ( John Donne) sondern in verschiedenen Beziehungen leben.
    Manche sind sehr vage, andere intensiver.

    Zum Umgehen mit dem Alleineleben. Also erstens zweitens und drittens - ich trage die Verantwortung für mich. Beispiele dafür: ein Nachbar redet mit jedem - ob verheiratet oder nicht so lange es geht. ABER er quasselt einem die Ohren ab, hält langweilige Monologe. Verantwortung für mich heißt, dass ich mich jedesmal wenn ich ihn sehe erinnere dass ich auf einen dringenden Telefonanruf warte. Ich muss schnell ins Haus - der Anruf kommt aus Australien, auf dem Festnetz.... Allgemeiner gesagt - ich entferne Vampierbekannten / Vampierfreunde - auch die Freundin, die mich immer verkuppeln wollte gehörte dazu - aus meinem Bekanntenkreis. Das ist ganz ganz wichtig.
    Viertens - ich mache KEIN Ehrenamt, in dem ich Alte und Kranke und Einsame besuche. Erstens ist dies nicht meine Aufgabe auf dieser Welt, zweitens machen mich die Gutmenschen die sich auf diesem Gebiet herumtreiben, weil sie nicht nur Gutmenschen sondern auch inkompetent und nicht kreativ sind. Ich jammere weder über mein Leben noch will ich das lebenslange jammern anderer anhören, die zu faul sind aus ihrem Selbstmitleidbad auszusteigen.
    Fünftens - Ich habe Interessen die über das Wetter hinausgehen und dazu suche ich mir eine Peergroup. Also Gespräche auf Augenhöhe. Das kann schriftlich sein, am Telefon, mit Treffen. Es ist eine verdammte Knochenarbeit da zu suchen, die Arbeit ist nie abgeschlossen - aber immer wieder gibt es Erfolge und diese Arbeit macht für mich Sinn.
    Sechstens ich pflege einen großen weitmaschigen Bekanntenkreis. Angenfangen von Mitschülern über Ex-Berufskollegen, Ex-Nachbarn. Und weil ich den pflege kommt bei mir immer wieder "out of the blue" ein Anruf mit dem ich nicht rechnen konnte, kommt eine Urlaubskarte, kommen Weihnachtsbriefe.
    Siebtens - ich schaue mir die Ehen / Partnerschaften, die um mich herum sind genauestens an.
    Und eines - einige davon möchte ich nicht geschenkt, und wenn ich noch allen Tee von China kostenlos dazubekommen würde.
    Ich würde mich freuen, wenn andere Alleinlebende auch ihre Erfahrungen / Erfolge hier posten.
     
    • # 4
    • 18.10.2013
    • Gast
    Neulich lief ich, w 44, so mit meiner Freundin und unseren Hunden durch eine Strasse. Ich bin seit August Single, meine Freundin hat 2 Kinder und einen wirklich abartig, widerlichen, dummen, faulen Alkoholker-Freund, den sie auch lieber los wäre.
    Da sah ich ein junges Paar mit 2 kleinen Kindern, und ich sagte zu meiner Freundin:

    Die sehen zwar glücklich aus, aber ich möchte nicht SIE sein. SIE muss gleich Essen kochen, sauber machen, die Kinder waschen, ins Bett bringen...und ER wird Sportschau gucken.
    Meine Freundin guckte mich nur an, denn bei ihr geht es ähnlich zu.
    Nein, danke! Ich komme jetzt nach Hause, lege die Beine hoch, futtere was und gucke Shopping Queen. Kein Stress als Single.
    So, liebe FS: Was gefällt dir besser?
     
    • # 5
    • 18.10.2013
    • Gast
    Ich bin nicht nur Single, ich habe auch keinen Freundes- oder Bekanntenkreis. Manche mögen das eine große Leere nennen, ich bezeichne es stattdessen als Chance, den Dingen nachzugehen, die mich interessieren bzw. für die ich eine Leidenschaft habe. Damit sind keine Hobbies gemeint, sondern Fähigkeiten / Fertigkeiten, die ich besitzen oder können will.

    Ich akzeptiere mein Alleinsein und fülle es mit Dingen, die mir wichtig sind. Dadurch kann keine Leere entstehen und keine Fragen á la "ich bin Single, was soll ich nur tun".

    m, 34
     
    • # 6
    • 18.10.2013
    • Gast
    an #3

    Wow, super Einstellung, dazu gehört viel Disziplin, das ist auch mein Ziel, einen großen Teil davon habe ich schon geschafft.

    Mühsam ist es nur, wenn man mal wieder sich eingestehen muss, dass es da draussen so viele Energievampire gibt.

    w
     
  3. Sich vor "Energie-Vampiren" schützen - (gutes Stichwort)
    Manche scheinen zu meinen:Ach, der ist ja Single = hat Zeit für meine Wünsche.

    Manche haben ständig eigene Probleme, und suchen ständig nach Leuten die ihr helfen. Weil sie es selber nicht bewältigen können.
    Sie haben das Talent, mehr Probleme zu schaffen, als sie selber ohnehin bekommen.

    Oder es eskaliert. Ich beschaffte einem Bekannten Zusatzscheinwerfer für seinen Oldtimer.
    Jetzt bittet er mich darum, sie in seinem Fahrzeug anzuschließen, denn da ist doch nix dafür.
    d.h. neue Kabel, Schalter, Relais, Sicherung etc. beschaffen und einbauen.
    Hätte ich besser nix gemacht ?

    Im Kampf gegen diese Energie-Vampire hilft ggf. nur: NEIN sagen.
    Nein, ich kann das nicht. Nein, ich habe keine Zeit. Nein, ich kenne mich damit nicht aus. Nein, ich bin gerade krank, usw.

    In meiner letzten Beziehung waren die Sonntage oft am anstrengendsten.
    Zuerst Familienausflug, auch wenn ich von der Woche ausruhen wollte.
    Manchmal Sonntag-Nachmittag Brot suchen und einkaufen müssen, weil nichts mehr im Haus.
    Obwohl meine Partnerin Hausfrau + Mutter war + eigenes Auto = unter der Woche genug Zeit zum einkaufen.

    Ich habe als Mann die Erfahrung gemacht, daß man eigene Interessen ggf. "herzlos" durchsetzen muß, in einer Partnerschaft. Diesen Stress habe ich als Single nicht.
    Und über meine Sonntage etc. kann ich frei verfügen. Und sei es ausruhen an der "Sofa-Nordwand" - mit genug Brot im Haus = kein Stress.
     
    • # 8
    • 18.10.2013
    • Gast
    Wie damit umgehen? Erst bin ich auf mich zurück gefallen und habe lange Gedanken gehegt wie Du. D.h. ich hing mit meinen Gedanken an anderen Leben. Dann hab ich einen Egotrip gestartet und an mich gedacht, denn ich muss ja zurecht kommen.
    Mir hat das geholfen authentischer zu werden. Sicher, ich ecke jetzt viel mehr an als vorher, fühl mich aber wohler. Ich habe jetzt kein Bedürfnis mehr anderer Leute Leben zu thematisieren.
    Ich gehe ins Kino wann ich will, ich bin unterwegs wann ich will, ich kann meine Bedürfnisse sofort stillen, ich muss sie nicht verschieben, wie ich es in Familienleben kenne. Daher kann ich Dinge tun die ich mag und zwar so vertieft wie es mir Spass macht.
    Ich nehme an verschiedenen Kreisen teil, Chor z.B. und andere, so lange es Freude macht, wenn nicht, dann gehe ich nicht hin.
    Und wie oben im Beitrag zu lesen ist - Energiefresser werden gemieden, dazu gehört Mut zugegeben.
    Ich bin jedoch nicht unfreundlich oder ungeschmeidig, ich glaube nicht, dass andere meine Gefühle erraten müssen oder grundlos vor den Kopf gestossen werden können.
    Zurzeit interessiert mich ein Mann, aber ich beobachte genau, ob ich ihn als Bereicherung empfinde oder als anstrengend. Im Moment hält es sich die Waage, daher zögere ich.
    w44
     
    • # 9
    • 18.10.2013
    • Gast
    w/52: Ich lebe alleine, seit meine Kinder aus dem Haus sind, die ich die letzten Jahre allein großgezogen habe. Ich habe dann beruflich nochmal umgesattelt und durchgestartet, und ich liebe meinen Beruf, für den ich auch sehr viel Zeit aufwände.

    Wenn mich (selten) der Blues überkommt, dass ich Single bin, überlege ich mir, was das Paarleben bedeuten würde: Vor allem viel Rücksicht nehmen und abstimmen. Danach steht mir im Moment gar nicht der Sinn. Besonders, wenn der Partner mit meinem beruflichen Erfolg und Einsatz nicht klar kommt, deshalb klammert oder fordert und implizit doch eine Frau erwartet, die sich ihm unterordnet und den Haushalt führt (in meiner Generation weit verbreitet). Oder wenn er eifersüchtig ist, weil ich in einem Männerberuf arbeite und viel Spaß (auf freundschaftlicher Ebene) mit Kollegen habe.

    Viel öfter und jeden Abend, wenn ich zu Bett gehe, empfinde ich ein tiefes Gefühl von Dankbarkeit und Glück, dass das Leben es so gut mit mir meint, ich zwei wunderbare erwachsene Kinder und einen guten Beruf habe, hinreichend gesund bin und wirklich machen kann, was ich möchte.

    So geht es übrigens vielen ehemals alleinerziehenden Freundinnen. Wenn ich mir so ein Sonntags-Frauenfrühstück ansehe, dann werden die Ehefrauen unter uns, die nach zwei Stunden weg müssen, um dem Mann das Mittagessen auf den Tisch zu stellen, und dann noch die Bügelwäsche zu machen, nicht beneidet :).
     
    • # 10
    • 18.10.2013
    • Gast
    So ähnlich geht es mir auch (w, 55). Die ersten Jahre allein war ich ganz aktiv, bin zu Weiterbildungen, VHS-Kursen, Tanzkurs, Kreativkursen und ins Fitnessstudio gegangen, war immer für alle ansprechbar.
    Nach 7 Jahren Singlezeit habe ich nicht mehr viel Lust, mich so anzustrengen und Kontakten hinterher zu laufen. Bei allen Bemühungen ist nichts dauerhaftes (Freundschaften, engere Bekanntschaften) rausgekommen. Ich war von vornherein nicht auf Partnerschaft aus.

    Mittlerweile mache ich nur noch mein Ding, plane nicht mehr mit anderen und bin für andere auch nicht mehr das Auffüllmaterial, wenn ihnen mal jemand ausfällt. Oft sage ich sogar ab, weil ich keine Lust mehr habe, mich an anderen zu orientieren, keine Pflichten haben will, für Menschen, denen ich gleichgültig bin. Selbst wenn wir das Gleiche unternehmen wollen, verabrede ich mich nicht mehr, weil ich bis zum letzten Moment umentscheiden kann.

    Ich finde schon, dass ich sehr egozentrisch geworden bin, warum auch nicht. Ich habe kein Problem mehr, Anfragen um Hilfe abzulehnen, für mich ist auch niemand da.
    Sozial engagiert war ich als junger Mensch. Das will ich nicht mehr. Mir reicht meine Berufstätigkeit, ansonsten mache ich nur noch, worauf ich Lust habe und wenn das nichts ist, dann tu' ich nichts.

    Ich pflege einen sehr kommerziellen Lebensstil, frühstücke nur in Cafes, lese da Zeitungen, gehe viel ins Kino, zum Sport.... - alles was man gut allein machen kann.
     
    • # 11
    • 18.10.2013
    • Gast
    Ihr soll versuchen, Anforderungen an Partnern zu reduzieren. Nicht zu viel Ansprüche! Die Welt sieht viel heller aus!
    Das betrifft sowohl Frauen auch Männer!
     
    • # 12
    • 19.10.2013
    • Jedi
    Hallo;

    Wenn man sich als Single irgendwie nicht mehr wohl fühlt - ist es vielleicht einfach an der Zeit für einen neuen Versuch? Ich kann dem nach längerer Single Phase auch rein gar nichts mehr abgewinnen - im Gegenteil.

    Mein Tip wäre wirklich offensiv nach Möglichkeiten zu suchen das zu beenden. Die Suche lenkt auch etwas ab von negativer Stimmung, die sich da aufbauen mag. Man muss sich allerdings auf Entäuschungen etc. einstellen. Das ist und bleibt ein undurchschaubares Glücksspiel jemanden passenden zu finden.
     
  4. Ich finde es schön, wenn ich Familien mit Kindern sehe. Ich sitze gerne im Lokal in der Nähe von Kindern und der Lärm stört mich nicht.
    Ich schaue Kindern gerne beim Spielen und beim Toben zu und habe auch noch nie die Erfahrung gemacht, dass ich als Single ein schlechteres Zimmer bekomme, außer es sind Einzelzimmer, die natürlich immer kleiner, abgelegen und eben auch billiger sind. Klar, schließlich wollen eben manche Leute ihre Ruhe und daher legen die Hotels diese Zimmer immer an den Rand. Was willst du? Ruhe oder ein zentrales Zimmer.
    Ach so, du möchtest, dass die bösen, lauten Familie verbannt werden.

    Familien sind unserer Zukunft, Kinder sind es, die in 15 Jahren deine Rente zahlen.
    Hast du selbst keine Kinder gehabt? Warst du selbst nie ein Kind?

    Ich finde es schrecklich, wie Familien und Kinder heute diskriminiert werden. Kinder sind Kinder und dürfen laut sein.
     

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