1. Wieso verweigert sich mein Körper immer noch?

    Hallo zusammen,
    ich versuche mich kurz zu fassen:
    Ich befand mich in einer toxischen Ehe, sie dauerte 4 Jahre an. Das die Beziehung nicht perfekt war, wurde schnell klar; Dass der Partner schwach war, danach. Dass die Ehe mir viel abverlangen wird ebenfalls, jedoch war mein Wille für eine Ehe zu kämpfen,als anstatt aus diversen Gründen schnell aufzugeben, größer. So lief die Ehe mit Mühe und nach 2 Jahren der erste große Krach, eine Androhung der Scheidung seinerseits. Für mich war das ein Erdbeben der Ehe, denn ohne offene Ansprache, Lösungsfindung, ohne offen über die Probleme reden zu wollen, sprach er dies aus. Später nahm er dies zurück, entschuldigte die ganze Sache und es lief 'besser', aber nur seinerseits. Ich habe den Schlag nicht einfach wegstecken können. Das war ein gewaltiger Vertrauensschaden für mich. Doch wollte ich nicht diejenige sein, die die gereichte Hand nicht entgegen nahm. Im 3 Jahr war wieder der selbe Anlass, gleiche Vorgang und für mich war dies unfassbar, aber vorhersehbar zugleich. Die Trennung lief ewig, da er sich dann doch weigerte der Scheidung zuzustimmen (aus Frust). Aber im Laufe des Trennungsjahrs durchlief ich: Schmerz, Wut und Unfassbarkeit (das mir dies passierte sowie), dass Menschen so sein können.

    Ich bin eine sensible Person, daher aber auch schnell verletzt. Ist eine Trennung, ohne ein gebrochenes Herz zu haben möglich? Und ja ich liebte ihn, ich fühlte dies, und während der Ehe erlebte ich oft tiefen Herzschmerz. Ein Indiz, dass die Liebe da war.

    Mittlerweile habe ich schwere Probleme mich zu konzentrieren und mich nicht zu Tode zu denken. Ich bin rastlos, unsicher und psychisch ausgelaugt, was wiederum auch meine physische Haltung beeinträchtigt.
    Es ist ein Kampf! Privat sowie in der Arbeit!
    Ich sehe und lese viel theoretische Inhalte zur Selbsthilfe und versuche den Input aufzunehmen und vor allem diesen umzusetzen. Das Umsetzen im Leben schaffe ich nicht, weil mir die Energie schnell fehlt.

    Die Frage die mich seit Tagen beschäftigt ist daher, wenn ich kein gebrochenes Herz habe (und ich weiß wie sich das anfühlt) was hindert mich im weiterzuleben? Wieso weigert sich mein Körper den immer noch?
     
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  3. Hi,
    ich sage gleich vorweg, das ich keine Ahnung habe, aber das klingt nach einer handfesten, "simplen" Depression, d.h. da solltest du einen Profi, also Psychologen aufsuchen. Ratgeber im Internet bringen nichts, wenn du es schon so lange und intensiv versuchst.
     
  4. Ganz einfach-du weigert dich die Realität anzuerkennen, so wie sie ist. Du hältst krampfhaft an alter Welt fest und kämpfst buchstäblich dagegen, in neuen Welt anzukommen. Salopp ausgedrückt - das Kind in dir weigert sich, erwachsen zu leben. Erwachsen sein bedeutet eben, Verantwortung zu übernehmen, in einer Welt zu leben, die nicht perfekt ist, in der gute Menschen das Böse tun usw. Du bist unfassbar und geschockt , wie man dir dies antun könnte ". Niemand hat dir irgendwas angetan, du hast alles freiwillig mitgemacht. Du hast den Mann nicht angenommen wie er ist, sondern aus ihm einen Traummann gebastelt. Und sogar jetzt erwartest du von deinem Körper, dass es funktioniert, wie du es willst, statt ihn anzunehmen, was gerade ist. Diesen Kampf wirst du nie gewinnen, weil du gegen sich kämpfst. Wach auf, werde erwachsen und ein bisschen weniger Drama bitte.
     
  5. Hallo Fs, du solltest dir schnellstens psychologische Hilfe holen. Vielleicht hast du ein Posttraumatisches Belastungssyndrom, die Seele schreit, der Körper drückt es aus.

    Oder hast du dich schon in ärztliche Behandlung begeben?

    W Ü55
     
  6. Das ist keine zwingende Schlussfolgerung, liebe MK123. Herzschmerz und Liebe haben für mich überhaupt nichts miteinander zu tun.

    Herzschmerz ist aus meiner Sicht das Hadern mit mir selber, das miese Gefühl, nicht so geliebt worden zu sein, wie ich mit das gewünscht hätte, das Platzen von Illusionen, das unangenehme Gefühl des Versagens, die Angst vor Einsamkeit und so. Hat ausschliesslich mit mir zu tun und nichts mit dem Partner. Er stösst da nur etwas an, was ganz tiefliegende Ängste berührt.

    Mit half in solchen Situationen, nett und nachsichtig und liebevoll mit mir zu sein. Ok, ich bin gescheitert, das gehört zuweilen zum Leben dazu. Ok, ich habe ganz kleine und schwache Seiten in mir, sie gehören offenbar zu mir. Dann nehme ich sie halt an und knuddle mich mal ein bisschen.

    Wir haben so viele Erwartungen an uns und andere Menschen. Die Weisen sagen, der Schlüssel zur Zufriedenheit liege darin, diese Erwartungen aufzugeben. Dein Körper muss nicht funktionieren. Dein Ex muss nicht so sein, wie du ihn willst. Nicht ganz einfach in der Umsetzung, muss ich leider hinzufügen. Für mich ist es schon hilfreich, wenn es mir manchmal ein bisschen gelingt.

    Antidepressiva finde ich auch sinnvoll in Zeiten tiefgreifender Verunsicherung.

    Frau 52
     
    • # 5
    • 10.02.2019
    • Frau
    Du kannst dir Hilfe durch Psychotherapie holen. Es gibt bei dir offenbar eine Menge, was dich sehr belastet und du stellst ja selbst fest, dass du es nicht alleine schaffst, darüber hinwegzukommen. Das ist überhaupt keine Schande. Ganz vielen Menschen geht es so.
    Suche dir eine gute Therapeutin, die für dich passt - du wirst feststellen, wie gut es dir tut, auf deinem Weg eine zeitlang fachkundig begleitet und aufgefangen zu werden.


    w53
     
  7. Wahre Liebe möchte nicht erkämpft werden.
    Das war doch alles voraus zu sehen, du wolltest,das aber nicht wahrhaben, sondern lieber schönreden.
    Wiederholungen sind doch immer hausgemacht in verstärkter Form sogar.
    Bei diesem Herzschmerz kann ich nicht mehr weiter lieben.
    Anscheinend hast du deine Leidens - und Schmerzgrenze noch nicht erreicht und darfst in dieser Situation noch solange lernen, bis du es einsiehst und du es nicht mehr willst.
     
  8. Hi,

    es ist eigentlich mal wieder ganz klassisch...

    Du hast für etwas gekämpft, mit all deiner Kraft, was eigentlich aussichtslos war. Am Ende hast du den Kampf sozusagen verloren. (nicht wirklich)
    Das ist die Folge davon. Erschöpfung, Antriebslosigkeit, "ausgelaugt". "Unsicher", du traust dir gar nichts mehr zu?
    Du bist Kampfesmüde.

    Wahrscheinlich fragst du dich, wofür es sich noch zu kämpfen lohnt?

    Die Flamme fehlt, das Ziel fehlt.
    Wie andere schon geraten haben, du solltest zu einem Arzt gehen. Zu einem Psychiater. Schiebe das nicht heraus. Gleich morgen einen Termin machen. Denn es wird nicht von alleine besser, sondern dann eher schlechter. Der stellt dich wieder auf die Beine.

    Liebe FS, es ist halt einfach schief gegangen. Du bist nicht alleine. Du bist nicht schuld. Du bist wertvoll.
    Jetzt bist du hingefallen und du wirst auch wieder aufstehen.
    Im Augenblick kannst du nicht ändern, dass dein Körper streikt. Das solltest du akzeptieren. Auch dafür kannst du nichts. Es ist eine Reaktion, die du nicht in der Hand hast.

    Ja liebe FS, ich kann dir verraten, dass es noch mehr dieser Menschen gibt. Viel mehr. Menschen denen das passiert und Menschen die so sein können. Das hast du jetzt gesehen. Diese Welt ist unfassbar. Sieh dich mal weltweit um, dann erkennst du, dass es noch viel unfassbarer geht.
    Deshalb nimm das alles nicht so persönlich. Die Wertvorstellungen gehen eben leider oft weit auseinander.
    Man muss sich auf sich selbst verlassen können.
    Man kann nur dankbar sein, wenn man etwas zurückbekommt. Aber erwarten kann man das leider nicht.

    LG
     
  9. Weil du deinem Körper Liebe vorgaukelst, aber dein Bauchgefühl weiß, dass es kein Liebe ist.
    Pass auf, dass dieser Mann nie wieder in dein Leben tritt, wenn es dir besser geht, denn er wird versuchen, wieder anzusetzen.
     
    • # 9
    • 10.02.2019
    • void
    Naja, das ist so eine Formulierung. Was ist ein gebrochenes Herz? Dass man danach nicht mehr lieben kann und denkt, das wird ewig so bleibe, würde ich darunter verstehen. Ja, dann ist eine Trennung ohne gebrochenes Herz möglich. Viele Trennungen verlaufen ohne, weil die Leute zwar sehr traurig, aber auch erleichtert sind, dass es vorbei ist.

    Vielleicht hörst Du nicht auf ihn, sondern willst ihn und auch Dein Gefühlsleben handhaben wie einen Roboter. Also von außen reparieren, und dann soll er wieder laufen. Hörst Du denn auf Körpersignale?
    Ich würde Dir Yoga empfehlen. Kauf Dir ne DVD mit einem angenehmen Trainer oder guck mal, ob Deine Krankenkasse sowas anbietet, und mach einfache Übungen nach. Vielleicht sind Ausdauersportarten für Dich was, dass Du den Kopf frei bekommst. Es gibt auch Entspannungstaktiken, rumliegen und nichts denken, Musik hören.

    Ich glaube, Du gehst das alles falsch an. Vielleicht versuchst Du auch, Trauer zu vermeiden? Man kann das nicht durch Durchdenken umgehen, weil es im Gefühl sitzt. Das muss sich auch erleichtern, und dann kann der Verstand mit Ideen helfen. Aber er kann nicht die Gefühlsprozesse ersetzen, ist meine Erfahrung damit, Gefühlsprobleme ohne Gefühle lösen zu wollen.
     
  10. Hallo Mk123,

    das ist keine richtige, tolle, befriedigende Liebe! Dein Instinkt rät dir von diesem Mann ab, er ist hochgradig toxisch. Und du lässt dich fälscherlicherweise immer wieder (wahrscheinlich) auf ihn ein und meinst, ihn dennoch vergöttern zu müssen. Das macht dich kaputt!

    Wenn du sensibel bist, wirst du daraus lernen müssen! Dieser Mann wird wahrscheinlich wie so viele, immer wieder mal zurückkriechen. Da musst du stark sein!

    Ich könnte mir so etwas nicht mehr geben, da bin ich einfach raus und habe zu viel gleiche Erfahrungen gemacht. Werde und bleib stark!
    Denke einfach mal an andere Männer.

    Es ist absolut lächerlich! Kein Mann ist so viel Liebe wert. Nimm die rosarote Brille ab, habe mal wieder guten Sex und träume von besseren Männern! Du musst bei dir bleiben, sonst macht dich jeder Mann kaputt - mit was auch immer. Sprüche, Arroganz, Betrug oder Narzissmus. Es gibt keinen Mann auf der ganzen Welt, der so gut ist. Man muss immer auf sich aufpassen!

    Lerne jetzt, dich zu lösen und deinem Leben neue Freude zu geben!
     
  11. Du hast vermutlich etwas ganz grundlegendes nicht gewürdigt. Ich kenne das von mir. Ich habe Jahrelang meinem Mann die Verantwortung für unsere destruktive Ehe gegeben. Einfach weil ich Hilflos war. Ich habe gespürt, das es ihm nie um mich ging. Dieses Gefühl hat mich unbewusst zerfressen. Ich habe ihn getriggert und seine Liebe auf die Probe gestellt, er hat versucht mich in die andere Frau zu verändern. In meinem Kosmos habe ich ihn zum Buhmann erklärt und aufrichtig daran geglaubt, das er für mein/unser Glück verantwortlich ist.
    In Wahrheit habe ich mich und mein Bauchgefühl ignoriert und verleugnet, wollte ihn ebenfalls anders haben als er ist. Nach außen hin, habe ich ihn auf ein Podest gestellt und nicht gemerkt, das ich mich selber damit entmündigt habe. Als er dann ging um mit der Frau zusammen zu sein, die er wirklich liebt ist mein Kartenhaus zusammengekracht. Von mir und meiner Welt war nichts mehr übrig. Ein heilsamer Schlag ins Gesicht vom Leben. Mithilfe meiner Therapeutin habe ich angefangen mich selber in die Verantwortung zu nehmen. Vor allem habe ich aufgehört die schlimmen Gefühle weg drücken zu wollen. Initialzündung hierfür war das Buch Radikale Erlaubnis von Hellwig. Die Bücher zur inneren Kind Thematik von Stahl und Tich Nath Tanh und vor allem "the Work" von Byron Katie. Heute kann ich meinem Mann aufrichtig Danken. Robert Baetz nennt diese Menschen "Arschengel" und das trifft es. Er hat mir geholfen bei mir selber anzukommen und meine tiefsitzenden Muster und Dramen zu bearbeiten. Das wäre vermutlich nie passiert, wenn wir so weiter gemacht hätten. Ich war so lange Beifahrer meiner Strukturen. Wenn sich heute Kummer in mir manifestiert, merke ich es sofort im Körper. Ich laufe nich mehr davor weg, lenke mich nicht mehr ab, suche Schuld und Verantwortung nicht mehr im außen. Na ja, ich arbeite daran ;-) Heute nehme ich diese Symptome und gucke genau, wo ich mich selber verleugne. Vor allem versuche ich, (wann immer ich mich dabei ertappe) aus den Gedankenmustern über Vergangenheit, Zukunft, Schuld oder Unschuld auszusteigen. Das erfordert Praxsis. Für mich ein nicht ganz einfacher aber sehr funktionaler Schlüssel.
     
  12. An Deiner Stelle würde ich mir professionelle Unterstützung holen, der Hausarzt ist der erste Ansprechpartner. Mir scheint, Du hast für etwas gekämpft, das aussichtslos war...
     
  13. Es ist vorbei. Akzeptiere es. Ein Traum ist geplatzt. Du hast dafür gekämpft. Es ist okay, jetzt niedergeschlagen oder traurig zu sein. Du kannst dir jetzt durchaus mal einen Durchhänger erlauben. Es muss nicht gleich alles wieder perfekt laufen. Schau, dass du beruflich halbwegs in der Spur bleibst und ansonsten lass es dir gut gehen. Nimm den Druck raus, es kommen auch wieder andere Zeiten.
     
  14. Tja, hat nicht gepasst bei Euch. Ist immer unschön, wenn eine Beziehung dann so schlecht auseinander geht. Aber das Ende einer Beziehung ist auch immer ein Spiegelbild BEIDER Parteien. Oft zeigt sich hier das wahre Ich.

    Aber Du bist dabei. Das ist doch schon mal ein guter Anfang! Wie ist es sonst in Deinem Leben? Wenn Du ein neues Geschäft aufmachst, bist Du dann nach 2 Wochen in der Gewinnzone? Sicher nicht. Alles braucht seine Zeit. Fang unten an und arbeite Dich hoch. Die Energie die Du brauchst kommt dann schon. Du musst nur anfangen, glaube mir.

    Nein, Du brauchst sicher keine psychologische Unterstützung. Das schafft ein Mensch alleine. Ich bin immer wieder überrascht, dass jeder Zweite empfielt gleich zum Arzt zu rennen und sich mit Antidepressiva vollzustopfen, was soll das bringen? Die Situation, DEINE SITUATION ist danach die gleiche.
     


  15. Aus diesem Grunde bin ich verwundert, dass ich mich ‚immer noch nicht‘ fange. Denn ich arbeite unheimlich gerne, ich habe zuerst mein Äußeres stark poliert, dh. Ich bin immer schön gekleidet und mein Lächeln habe ich wieder gesucht und eingesetzt. Treffe mich wieder mit Menschen wieder und habe vor wieder die Hochschule zu besuchen. Alles positive Gedanken die von mir für mich angedacht wurden, aber der Rückfall kommt ‚einfach so‘ und nimmt mir oft die gedankliche Freiheit und bringt Angst und nimmt Energie, die ich brauche um tagtäglich zu leben, um nicht Arbeit zu verlieren. Zu Antidepressiva zu greifen würde mich aus diesem Teufelskreis ja auch nicht raus holen, daher scheue ich dies, aber raus in die Natur habe ich mir auch nun vorgenommen. Die Natur gab mir immer viel Positivität.
     

  16. Ich habe anfangs auch viel mehr dehlet bei ihm gesucht, war aber zugleich sehr nachsichtig mit ihm, weil ‚er es nicht besser kann‘ aber im Nachgang war auch ich die damit nicht zurecht kam. Ja ein Teufelskreis. Klar wollte ich alles dafür tun, vorallem kämpfen um nicht der Aufgebende zu sein.
    Gelernt habe ich, wenn ein Mann (Visa-Vis) für sich steht und selbst zurecht kommt, dann funktioniert die Beziehung auch, sie ist nunmal ein Fahrzeug das zumindest 2 Räder hat.
    Danke für deine Info!
     

  17. Nein, bestimmt nicht! Darum werde ich immer bemühen! Denn manche Fehler macht man nur 2 Mal im Leben, das erste und letzte Mal! Und bevor ich mich in eine solch toxische Beziehung begebe, bleibe ich lieber alleine. Alleine im Leben dafür glücklich, anstatt zu weit einsam!
     

  18. Während ich hier las
    Nett und nachsichtig war ich fast ein halbes Jahr lang, jetzt war ich der Meinung, ich muss schnellstmöglich raus aus der Mitleidskrise. Ich merke, dass ich nach wie vor auf Freundlichkeit angewiesen bin und dies zeigt sich in jeder Lebenslage (mit Familie, Freude und auf der Arbeit). Da dies nicht die Aufgabe anderer ist mich auf Händen zu tragen, muss ich das selbst in Ordnung bringen, asap. Und so schreibe ich mir dies selbst vor und setze mich unter Druck. Vielleicht will mein Ich das immer noch nicht. Hmm
     
  19. Mein Körper will Distanz zu Menschen, die viel Blödsinn reden, Ruhe von sinnlosen Diskussionen, Ruhe Ruhe Ruhe! Das führt m.M.n zwangsläufig zur Isolation und fördert die Depression. Das will ich ja nicht, 6 Monate lag alles so wie es herum, 6 Monate lief ‚ich trauere bis es genug ist‘ ‚ich lasse alle Gefühle zu’ und anschließend -als ich mich dazu stark fühlte- wollte ich diesen Kapitel abschließen und weiter. Doch der Körper streikt!...
     
    • # 20
    • 12.02.2019
    • void
    Ich halte das für einen Irrtum. Also das letztere. Ansonsten - ja, Du wirst, wenn Du Dich den Personen, die viel Blödsinn reden, zu denen Distanz bekommen. Aber wenn die Dir nunmal jetzt nicht guttun, kannst Du Dich doch nicht zwingen. Ich finde es ein schlimmes Gefühl, wenn man unter Leute muss und dann doch völlig erschöpft in der Ecke sitzen will und nur nach Hause möchte, aber nicht geht, weil sie einen sonst nicht mehr einbeziehen.

    Wenn der Körper streikt, ist da irgendwas, und das würde ich nicht ignorieren. Du zwingst Dich ja auch nicht, irgendwas zu essen, obwohl Dir hinterher übel wird.

    Vielleicht kannst Du einen Kompromiss mit Dir schließen. Also Du erwartest nicht mehr, dass Du funktionierst, tust aber bestimmte Dinge in der Art wie Pflichten, um Deine Bekanntschaften zu erhalten. Also Du gehst zu ner Betriebsfeier für 2 Stunden als "Gesichtspflege", aber nicht wie zu einem Amüsement, sondern nur mit dem Hintergedanken, dass Du das jetzt noch erträgst wie eine Anstrengung, weil es Dir nützlich sein wird. Und wenn Du dann ohne Bedenken gehen kannst, dann gibst Du Dir die Ruhe, die Du brauchst. Allerdings glaube ich, dass Sichzwingen und solche Pflichterfüllungen auch in die Depression führen können. Aber vielleicht nur, wenn Du für andere funktionieren musst. In meinem vorgeschlagenen Fall funktionierst Du ja dann selbst für Dich und nicht für einen, der Dich als Rad in seinem Getriebe betrachtet.

    Wenn Du Dir nicht die Ruhe gönnst, die schon als Bedürfnis spürst, kann das zu ernsthaften Krankheiten führen, denke ich. Einfach, weil Du nicht auf Dich hörst. Deswegen würde ich nicht dieses Programm "neue Frisur, schlankere Figur" fahren, was angeblich dazu führen muss, dass es einem besser geht. Kann sein, aber offensichtlich reichte es bei Dir ja noch nicht. Das Außen sieht vielleicht so aus, als sei da keine Krise, aber innerlich ist doch noch was im Argen.
     

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