1. Wo habt Ihr denn Euren IQ ermittelt, den Ihr hier ab und an angebt?

     
    • # 1
    • 14.06.2009
    • Gast
    Ich habe das zufällig erfahren, vom Arbeitsamt, anlässlich eines Eignungstests. Vorher dachte ich immer, ich wäre etwas blöd, weil ich nicht so denke wie der Durchschnitt bzw. weil viele nicht nachvollziehen können was ich denke, wenn ich denn mal davon rede.
     
    • # 2
    • 14.06.2009
    • Gast
    Das tut jemand? Ihn hier angeben?
    Klingt merkwürdig. Klingt so wie den eigenen Wagen, das Gehalt oder bestimmte Körpermaße angeben. Und hat meines Erachtens was mit angeben zu tun.

    Zur Frage: Ich habe ihn bei einem Mensa-Test messen lassen (das Ergebnis ist zu unspektakulär, um es zu nennen, aber ich fand es für mich ganz interessant).
    Ich kann jedem empfehlen, der an dem wirklichen Wert interessiert ist und nicht nur eine geistige Schwanzlänge braucht, es auch über ein offizielles, normiertes Verfahren unter realen Testbedingungen (mit Zeitdruck!) zu machen, das halbwegs professionell ausgewertet wird.

    Bei den ganzen Tests über das Internet oder sonstwo, wo einem was verkauft werden soll, kommt man doch ein bisschen zu leicht auf ein Genie-Level, welches sicherlich nicht immer der Wahrheit entspricht. Ein Kriterium ist sicherlich, dass die Methode Feedback-Schleifen durchlaufen muss, um den Schnitt auf 100 zu normieren.
     
    • # 3
    • 15.06.2009
    • Gast
    Wer braucht sowas? Intelligenz ist für mich eine komplexe Gesamtleistung die sich sicher NICHT anhand einer Zahl ausdrücken lässt. IQ Tests sind unsinnig und prüfen nur einen winzigen Teil menschlicher Fähigkeiten. Ich halte es daher für einen fatalen Fehler, Menschen aufgrund von IQ-Werten zu klassifizieren oder zu diskriminieren!
     
    • # 4
    • 15.06.2009
    • Gast
    Du kannst sowas auch kostenlos in einem Institut machen, habe ich mal in Berlin gemacht.
    Allerdings kann ich Dir eines mit Sicherheit sagen, da es hier um EP geht, der IQ und die damit verbundende Intelligenz hat nichts mit der emotionalen Intelligenz zu tun, das sind zwei völlig verschiedene Baustellen..
     
    • # 5
    • 15.06.2009
    • Gast
    IQ Messung = hochgradiger Schwachsinn. Selbst die Neuropsychologen geben zu, dass IQ-Tests nur statistisches Rumgerechne sind und nicht "Intelligenz" an sich erfassen können, da die Tests viel zu einseitig ausgelegt sind. Die Tests erfassen lediglich, wie gut Du bestimmte Probleme im Vergleich zur Normalbevölkerung lösen kannst, und das kann man problemlos üben. Das gilt übrigens nur für die gut verifizierten und normierten Tests, wie sie zB. Mensa verwenden. Irgendwelche Tests im Internet kannst Du komplett vergessen, die sind die Bytes nicht wert, aus denen sie gemacht sind.
    Zweitens sagt der IQ genau gar nichts darüber aus, wie sympathisch oder nicht mir jemand ist. Allerdings würden bei mir die Alarmglocken angehen, wenn jemand einen auffallend hohen IQ in seinem/ihrem Profil angibt, da sowas dann für mich wie Rumprotzen (noch dazu hohles Rumprotzen mit unfundierten Aussagen) aussieht, und das kann ich überhaupt nicht ab.
     
  2. Das schlagende Argument gegen IQ-Test ist die Trainierbarkeit. Wer ohne jede Vorbereitung und ohne besondere Tendenz für Rätsel, Test und derartige Aufgaben hingeht, erreicht nur einen durchschnittlichen Wert. Wer die Art der Fragen kennt, kann sich in wenigen Monaten drastisch verbessern. Das zeigt sehr deutlich, dass IQ-Test nur konkrete, in weiten Bereichen erlernbare Fähigkeiten testen, nicht aber die wirkliche Intelligenz.
     
  3. Als ich 18 war, habe ich mal 2 Bücher zum Thema Intelligenz durchgearbeitet. In beiden waren jeweils 8 Einzeltests enthalten, die Lösungen zu den Aufgaben und ein Auswertungsschema.

    Ich habe damals auch festgestellt, dass bestimmte Fragen sich vom Typ her sehr ähnelten und auch ähnliche Lösungen hatten. Deswegen kann ich das mit der Trainierbarkeit bestätigen. Manche Fragen hatten eher den Charakter von Wissensfragen und passten daher eigentlich nicht so richtig in einen IQ-Test.
     
  4. Es war oder ist vielleicht noch Mode, das bei großen Firmen der Eignungstest als Filter dient und mittels IQ Test die Zahl der Bewerber klein gehalten wird. Ich habe jeden noch so blöden Test bestanden und konnte mir meinen Job aussuchen. Irgendwann fragte ich dann man nach und bekam ab und an auch eine Antwort, Auswertung. Der IQ Test allein sagt gar nichts aus, da in manchen Firmen zwar nur scheinbar kluge Leute sein sollen, es jedoch an sozialer Kompetenz mangelt.

    Der Text aus #1 "weil viele nicht nachvollziehen können was ich denke" ist ziemlich treffend.
    Ich denke, das ein überdurchschnittlicher weiter im voraus denkt und sich auch aktiver mit der Zukunft befasst, wärend der einfachste im hier und jetzt lebt und Probleme als solches gar nicht erst erkennt (erkennen kann). Ob das nun ein Vorteil ist oder nicht, sollte jder für sich selbst entscheiden.
     
  5. Nachdem es nun inhaltlich erwähnt wurde:
    nein, ich brauche keinen IQ-Wert für mein Ego. Was ich menschlich zu bieten habe, weiß ich.

    Mary - the real
     
    • # 10
    • 16.06.2009
    • Gast
    @6 jedoch ist die Abweichung realtiv gering. Wenn Also jemand 140 hat und abzüglich der möglichen Toleranz (max. 20 Punkte), dann ist er mit 120 immer noch besser als viele andere. Von daher kann man es bei hohen Werten schon als Tatsache betrachten.
     
  6. Ich finde es wirklich witzig, was hier für merkwürdige Argumente gegen den IQ Test verwendet werden. Er ist natürlich weder ein "Sympathie-Messer" noch ein "Alle-Fähigkeiten-Umfasser". Soll er doch auch gar nicht.
    Genau wie bei Fitness-Checks bestimmte Fähigkeiten auf eine Zahl reduziert werden, so wird dies bei IQ-Tests auch gemacht. Beide Zahlen kann man durch Training verbessern. Und keine der Zahlen sagt irgendwas darüber aus, ob man liebenswert, sozial, führsorglich oder organisatorisch begabt ist. Sollen sie ja auch nicht.
    Ich frage mich gerade, ob "wirkliche Fitness" auch nicht durch Sportergebnisse gemessen werden kann, da man letztere mit wenigen Monaten gezieltem Training verbessern kann.

    IQ-Tests testen ein bestimmtes Spektrum ab, die der herkömmlichen Intelligenz zugerechnet werden (die sich eben abseits von emotionalen und sozialen Fähigkeiten definiert).

    Ich kenne auch keine Firma, die sich nur auf IQ-Tests verlässt. Assessment Center -- die eben auf diverse andere Dinge gucken als auf Test-Ergebnisse -- sind da doch wesentlich beliebter.
     
    • # 12
    • 17.06.2009
    • Gast
    @#9 Es gibt eine ganze Reihe Bücher für Leute, die das 'schnelle' Denken trainieren wollen. Aber es werden bei Bewerbungstest oft Fallen eingebaut. z. B. werden Dinge gefragt, die (fast) kein Mensch wissen kann bzw. für deren Beantwortung Zusatzinformation nötig wäre. Wer sich dann lange mit der Beantwortung aufhält, zeigt unflexibles Verhalten. Wer aber zu schnell aufgiebt hat wiederum zu wenig Ausdauer. Wichtig sind für solche Firmen oft Kreativität, Spontanität, Prioritätensetzung, Belastbarkeit, Anpassungsfähigkeit, Überzeugungskraft usw. und das hat viel mit der Persönlichkeit des Bewerbers zu tun. Vielleicht sollte man deshalb bei einer Absage auch einmal davon ausgehen, dass man wirklich nicht geeignet war für die Tätigkeit und mit einem anderen Arbeitsplatz glücklicher wird. Es wird wohl sein wie bei der Partnersuche: Wenn's passt, passts, wenn nicht, eben nicht.
     
    • # 13
    • 07.07.2009
    • Gast
    Steve
    Hey, warum denn gleich so wütend auf IQ-Werte reagieren? Schlecht abgeschnitten? Passiert, und gerade die Leute die wirklich einen hohen IQ haben, wissen, wie wenig das mit sozialen Kompetenzen korreliert.
    Ich kenne Menschen mit über 130 (Amelang & B. - Skala), die arbeitslos sind und geputzt haben, kenne die gickernde Dame, die durch mancherlei Arme gegangen ist und den Facharbeiter, der kein Abitur hat, aber ein erstklassiger Organisator ist und ein eigenes Technikmuseum aufgebaut hat. Interessante Menschen, aber der VOLLE Querschnitt, den man auch auf einer Familien- oder Betriebsfeier treffen könnte. Ich würde mir in den meisten Situationen NICHT zutrauen, den IQ eines Menschen auch nur annähernd zu bemerken. (Nicht zu verwechseln mit Bildung!)
    Ich stimme also zu, wenn gesagt wird, dass das wenig bedeutet. Aber eben nicht nichts. Es gibt nämlich an ein paar Stellen Zusammenhänge, die ich auch lange nicht geahnt habe. Die schauen beim nahezu spielerischem Erfassen von komplexen Zusammenhängen, aber auch einer bestimmten Art von Humor mal durch. Und gerade das Empfinden, dass man eben gerade "nichts Besonderes" ist, aber unangenehmer Weise nicht verstanden wird, bloß weil man mal drei Gedankenansätze gleichzeitig im Spiel hält, und Unstimmigkeiten bei Anderen aus Spaß zerschießt, und damit ungewollt sehr schnell verletzt, kann eher einen selbst als andere irritieren. (Wen's interessiert: "Jenseits der Norm: Hochbegabt und hoch sensibel?")
    Das populäre Missverständnis besteht wohl darin, dass diese Menschen sich etwas darauf einbilden müssten. Tut die Mehrzahl nicht. Für manche ist es sogar ein Problem.
    Mir persönlich ist es jedenfalls angenehmer, mit der jeweils echten, authentischen (an Stelle einer "simulierten") Intelligenz zu tun zu haben. Mit jemandem, der etwas nicht versteht, aber interessiert ist, komme ich zehnmal besser klar, als mit jemandem der zu verstehen vorgibt, aber es nicht tut. DAS ist mühselig: Blender und Aufschneider, und das gilt in Euren Domänen doch wohl auch, oder?
    Liebe Frederika: Es gibt auch Menschen, die ohne Training, en passant, über 130 kommen.
    Entschuldige bitte, ist mir halt so passiert. ;-) Und vor 18 Jahren wusste nicht, dass darum mal so ein Brimborium entstehen würde, ich wusste nichtmal, dass es irgendwas bedeutet. War eben ein Test, so eben wie hier auf diesem Portal einer, nur in einem extra Raum, unter Zeitdruck und so. Ich bin vor einigen Jahren mal wieder über diesen Auswertungs-Zettel gestolpert. Da habe ich erst kapiert, dass das Ding eine (wenn auch klar begrenzte) Aussage hat.
    Also: seht's bitte locker.
     
    • # 14
    • 08.07.2009
    • Gast
    Wir haben solche Tests sowohl in Psychologie, als auch im Medizinstudium gemacht. Auch verschiedene Tests in denen die Mimik von Chimären analysiert werden sollte, oder kreative Lösungen für unterschiedlichste Probleme gefunden werden mussten (sie stehen in der Wüste mit nur genügend Wasser für eine Person sind aber zu dritt etc,) das geht dann eher in Richtung EQ.
    Teilweise denkt man das ist doch leicht und ist dann erstaunt wie unterschiedlich die Lösungen ausfallen. Die IQ Tests kann man bis zu einem gewissen Grad trainieren, auch die Merkfähigkeit lässt sich mit ein paar Tricks enorm steigern, nicht umsonst können Mediziner über Nacht ein Telefonbuch auswendig lernen... ;-) das ist keine Frage der Intelligenz, auf die Technik kommt es an.
     

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