1. Wohl noch nicht richtig getrennt, oder?

    Hallo Forum.
    Ich lese aufmerksam mit und bitte heute mal um die Einschätzung folgender Situation, wie sie sich in meiner Beziehung abspielt: Ich habe im Herbst 2018 übers Internet einen Mann kennen gelernt, der als Beziehungsstatus "getrennt lebend" angegeben hat. Beim Kennenlernen betonte er, dass im November das Trennungsjahr vorbei sei und dann werde die Scheidung automatisch laufen, es sei alles schon vorbereitet. Ich selbst lege großen Wert auf geordnete, klare Verhältnisse und ein "getrennt lebender Mann" kam für mich eigentlich nicht in Frage. Aber irgendwie hat es halt doch gefunkt und seine Pläne mit Scheidung usw. schienen glaubhaft. Naja: Der November kam und ging...passiert ist nichts. Im Dezember fragte ich mal an, wie es denn aussehe mit Scheidung. Antwort: Er kümmere sich in seinem Urlaub Ende Dezember darum. Der Urlaub kam und ging - nichts passierte. In der Zwischenzeit fiel mir auf, dass mein Partner überall noch die gemeinsame Eheadresse hat. Obwohl er ausgezogen ist, laufen Gehaltsabrechnungen, Autorechnungen, Krankenkasse und einfach alles noch immer auf die eheliche Anschrift?! Ich habe auch hier nach dem "Wieso" gefragt. Antwort: Ihm sei das nicht wichtig, er sei da eine Schlafmütze. Anfang Januar kam das Scheidungsgespräch dann wieder vor einem gemeinsamen Bekannten auf. Da versicherte mein Partner, dass er das sofort mit seiner Frau klären werde; zu regeln gäbe es nicht viel; die gemeinsam finanzierte Immobilie werde sie eh übernehmen und er sei dann aus dem Vertrag raus. Das Finanzielle war also nie ein Thema. Zwei Tage später verkündete er, dass sie sich einen gemeinsamen Anwalt nehmen. Seither: Wieder Schweigen im Walde. Die gemeinsame Finanzierung der Immobilie läuft weiter. Er blecht auch weiterhin dafür. Richtig grün sind sich die beiden nicht, es gibt sehr viel Stress um das gemeinsame Kind, umso unverständlicher finde ich, dass über ein Jahr lang nach der Trennung nichts, absolut nichts geregelt ist??!! Ich habe ihn schon mehrfach ausgefragt, warum das so ist. Und es kommen die unterschiedlichsten Antworten: Sein Lieblingsanwalt praktiziere nicht mehr, Scheidung sei ihm nicht wichtig, ja, er habe es verpennt, den Absprung zu schaffen, er habe ja nie einen Grund gehabt, für geordnete Verhältnisse zu sorgen usw. Ich komme mir inzwischen sehr, sehr verschaukelt vor... Und auch wenn die beiden verheiratet bleiben wollen aus welchen Gründen auch immer, ist das ok...aber dann will ich es ehrlich wissen und hätte es gerne von Anfang an gewusst. Mir ist es wichtig, klare Verhältnisse zu schaffen, und das habe ich von Anfang an kommuniziert. Mit Kleinkind im Anhang wie er hat man ja eh schon genug mit der Ex am Hut; umso nerviger finde ich es, dass er ja eigentlich rein rechtlich und faktisch gesehen im Dauerkontakt mit seiner Frau ist, während ich die...Geliebte bin???!! Bitte gebt mir doch gerne mal ein Feedback an eine, die sich gerade mehr und mehr aus der Konstellation zurückzieht.
     
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  3. Liebe Lukrezia,

    das käme ich mir an deiner Stelle auch.
    Nur hätte ich mir nicht monatelang so einen Stuss erzählen lassen, ohne meine Konsequenzen zu ziehen. So schön kann kein Mann sein.

    Wenn du tief in dich hinein hörst, findest du ganz von alleine die Antworten auf alle deine Fragen und musst sie nicht hier stellen.
    Du kennst den Mann jetzt einige Monate.
    Hast du keine Menschenkenntnis?
    Was sagt dein Bauchgefühl?
     
  4. Das war die erste Lüge und die hat sich durchgezogen bis heute, er möchte dich nur warm halten und festhalten. Nicht Worte zählen, sondern Taten. Du hast auf seine Worte gehört und geglaubt und es wurde dein Problem.
    Klar bist du und wirst das auch weiterhin bleiben, wenn du genügend Selbstbewusstsein und Selbstwert hast, dann löst du das Problem für dich, er wird es für dich nicht lösen. Das was du hier schreibst, solltest du mit ihm unmissverständlich besprechen, mit konsequenten Ansagen und danach handeln, ganz einfach.
     
  5. Ich kann deine Unzufriedenheit verstehen, auch wenn, oder vielleicht gerade weil, ich vor ein paar Jahren mich ähnlich "lasch" verhalten habe wie dein jetziger Partner. Habe mich längere Zeit nicht wirklich bemüht, meine Scheidung voranzutreiben, eine Mischung aus Bequemlichkeit (Hauptsache, die reale Trennung ist vollzogen) und schlechtem Gewissen gegenüber meinem ehemaligen Partner, der viel mehr als ich unter der Trennung litt und in der Zeit dazu noch stark beruflich gestresst war.

    Ich habe erst dann die Scheidung durchgezogen, nachdem mir klar geworden ist, was ich meinem neuen Partner damit antue, und dass es jetzt dringend an der Zeit ist, ihm und seinen Gefühlen gegenüber mehr Rücksicht zu nehmen als meinem Ex. Zum Glück bin ich noch rechtzeitig selbst darauf gekommen. Bei deinem Partner scheint das nicht der Fall zu sein.

    Mein Rat also: mach ihm deutlich, dass er deine Gefühle sehr verletzt durch die aufgeschobene Scheidung und dass du einen Mann brauchst, der innerlich und äußerlich sich ganz zu dir bekennt und frei für dich ist. Und dass für dich eben dazu auch gehört, die Scheidung juristisch abzuschließen. Ich unterstelle ihm bis zu diesem Punkt nicht unbedingt Bösartigkeit dir gegenüber, aber eine gewisse Form der Gedankenlosigkeit bis Ignoranz. Vielleicht hat er sich schlicht nicht klar gemacht, was der Scheidungsaufschub für dich bedeutet, weil er möglicherweise in umgekehrter Situation in dem Punkt viel lockerer wäre, weil für ihn andere Arten der Liebesbekenntnis wichtiger sind. Wenn er auf deinen Appell hin "aufwacht" und deine Sichtweise respektiert, solltest du dir überlegen, ihm eine Chance zu geben, denn jeder verhält sich mal "daneben", Hauptsache, aus Fehlern wird gelernt. Außer du gehörst zur perfektionistischen Sorte und erwartest einen Mann, der immer alles richtig macht.

    Wenn er deine Gefühle aber überhaupt nicht ernst nimmt und sie als "belanglos" abtut, versucht mit dir zu argumentieren und nicht anerkennt, dass er dich mit seinem Verhalten verletzt hat, dann zeigt es, dass er dich nicht wertschätzt und der Beziehung zu dir keine Priorität einräumt. Dann würde ich mir an deiner Stelle gut überlegen, ob du mit diesem Mann weiter zusammen sein willst.
     
  6. Liebe Lucrecia, ich verstehe Dich da auch voll und ganz. Ich empfinde das vom Staat vorgeschriebene Trennungsjahr schon als eine Unverschämtheit. Ich bin schließlich über 18 und kann selbst entscheiden, ob ich eine Scheidung will oder nicht. Ich präferiere da die amerikanische Variante.
    Meine Scheidung wurde nach 14 Monaten Trennung eingereicht, da habe ich aber auch wirklich getreten, sonst wäre ich vermutlich immer noch verheiratet. Menschen sind unterschiedlich und viele Menschen hegen eine Aversion gegen den behördlichen Kram, den eine Scheidung mit sich bringt. Wenn angeblich alles geregelt ist, kann ich auch das nicht nachvollziehen. Die Scheidung selbst dauerte ganze 20 Minuten, die Kosten für den gemeinsamen Anwalt waren durchaus überschaubar und wurden brüderlich geteilt. Nichts, was man jahrelang vor sich hertragen muss. Außer den Scheidungsantrag musste ich m. W. nichts ausfüllen.
    Jetzt haben wir erst Anfang Februar, das Trennungsjahr ist im November abgelaufen, Ihr befindet Euch also noch im grünen Bereich. Will er sich denn jetzt gar nicht scheiden lassen oder hat er nur keine Lust das Ganze in Angriff zu nehmen? Das habe ich nicht ganz verstanden. Ansonsten warten bis sie einen Neuen hat, dann geht es vermutlich auf einmal ganz schnell. Keine sehr beruhigende Antwort, ich weiß.
    Über eins musst Du Dir aber in Klaren sein, mit der Mutter seines Kindes wirst Du immer zu tun haben, bzw. er, Scheidung hin, Scheidung her.
    W,53
     
  7. Hallo Lucrecia.
    Dieser Mann kommt mir sehr inkonsequent vor. Er sagt etwas vollkommen anderes als das, was er dann lebt.
    Und Du mir genauso. Auch Du sagst (sagtest ihm) etwas anderes als das, was Du jetzt seit vielen, vielen Monaten mitmachst!
     
    • # 6
    • 07.02.2019
    • void
    Ich würde ja fast sagen, daran hättest Du Dich halten sollen. Vielleicht klang alles so super ernst und ehrlich mit dem "Getrenntleben", aber irgendwie sieht es für mich so aus, als sei gerade DAS die Falle gewesen, in die Du getappt bist. Also wenn man eine Metaebene sehen will: Deine Grundsätze waren beim Härtefall auf die Probe gestellt und haben nicht bestanden, dh. Du hast eine neue Erfahrung gemacht und kannst Deinen Grundsätzen nun eine (noch) solidere Basis hinzufügen: Selbst wenn alles nach Getrenntsein aussieht, muss es das noch lange nicht sein.

    Es gibt vielleicht auch in vielen Fällen eine Art "Meister", der Leute eines Besseren belehrt, wenn sie denken, sie hätten was "unter Kontrolle" (also in dem Sinne, dass sie verstehen, was los ist, und es keine bösen Überraschungen geben kann).
    Du wirst auch verschaukelt. Aber Du lässt es auch mit Dir machen, weil Du es immer noch nicht durchschaust. Merke: Menschen, die selbst ihre Aussagen glauben, obwohl klar ist, dass sie sie nicht einhalten werden, sind die besten Täuscher. Und Du bist die Person, die gern hätte, dass es wahr wird. Ich glaube fast, Du bist Teil dieser Selbsttäuschung, also wenn Du sein Gerede glaubst, dann bestärkt ihn das, dass alles okay ist. Aber das muss nicht sein. Täuscher sind unterm Strich ja immer einsam, weil sie nicht das auf die Reihe bekommen, was sie versprechen, und fürchten müssen, als Täuscher aufzufliegen.

    Wenn es nicht in seinem Interesse liegt, es Dir zu erzählen, weißt Du es halt nicht. Vielleicht weiß er noch nicht, was wird.
    Klar verstehe ich Dich, aber jeder Mensch handelt nunmal in seinem eigenen Interesse, und ob jemand ethischen Grundsätzen folgt, ist sein Ding, solange er sich nicht strafbar macht oder erwischen lässt.

    Was ist denn die Konsequenz, wenn es nicht so läuft? Vielleicht braucht er Dich längst nicht mehr, da schon klar ist, dass die Exen wieder zusammenkommen, also ist es auch egal, ob von Dir nun Konsequenzen kommen. Deine Grundsätze sind wichtig für Dich, deswegen hättest Du ihn erstmal sowieso nur auf Probe kennenlernen sollen und dann im Fall der ersten Unstimmigkeit die Sache abhaken sollen, weil sich damit bewiesen hatte, dass er eben gerade nicht die Ausnahme ist, die Du dachtest.

    Bist Du GELIEBTE? Eher Bettfrau und potentielle Auffängerin nebenher, die da ist, falls es wirklich eine Trennung gibt, denke ich. Vielleicht ist er ein verpeilter Stoffel, vielleicht bahnt sich da doch noch was an mit der Ex. Dass er Dich liebt, seh ich nicht. Er macht das, womit ER am besten zurecht kommt.
     
  8. Zieh Dich sofort raus aus der Sache und wünsche ihm noch alles Gute, am besten per SMS.
    Danach Nummer löschen.

    Wenn Du das nicht tust, wirst Du in noch Monaten oder Jahren die gleichen Fragen stellen, wirst an Depressionen oder Krebs erkranken.

    Diese Typen fahren, selbst nach Auszug, immer noch ständig zur Ehefrau/Exehefrau an allen Feiertagen des Jahres und an sämtlichen Wochenenden, da sie allein nicht mehr klarkommen. Vorgeschoben wird immer ein Kind/die Kinder, um die sich der Mann so dringend kümmern müsse....ha ha....

    Laß das. Hau ab.
     
  9. Hallo,

    also von "getrennt Lebenden", sorry, lasse ich die Finger.
    Zum einen vermute ich, dass diese erstmal nach Bestätigung suchen nach langjähriger Partnerschaft, welche gleichzeitig längst nicht verarbeitet ist. Oder sie brauchen so schnell als möglich eine Art Ersatz, der die Lücke im leeren Bett füllen muss.
    Ich finde es sogar seltsam, wenn sich jemand nach einer langen Beziehung, die ja offenbar zu eng und zu öde wurde, sofort in die nächste Verbindung stürzt.
    Wenn dann jemand die Vergangenheit nicht zum Abschluss bringen will, ist die Trennung wohl doch viel zu schmerzhaft, so dass das verdrängt wird. Es ist eben noch nicht vorbei.
    Derjenige will sich nicht befreien und frei sein für einen Neubeginn.
    Zudem z.B. "getrennt lebend"...2 Kinder...0 Kinder im eigenen Haushalt. Sorry wenn ich das so sage, aber da hat jemand seine Familie verlassen. Da bin ich dann doch sehr konservativ.
    Ich stelle mir immer vor, wie belastend und auch anstrengend es für Kinder grundsätzlich sein muss, im Residenz- oder Wechselmodell leben zu müssen.
    Da bin ich vorurteilsbehaftet. Denke an Versagen, Egoismus, Midlifecrisis. Alles Dinge mit denen ich nichts zu tun haben will.
    Ich will mich nur verlieben in jemanden, der wirklich auch frei ist. Ansonsten dann eben einfach nicht. Dann ziehe ich lieber meine Freiheit vor, bevor ich mir wieder so eine halbgare Wurst an Land ziehe. Muss ja nicht sein.

    Also ich würde auch vermuten...wohl noch nicht richtig getrennt.

    LG
     
  10. Ich bin auch ein Fan von klaren Verhältnissen, allerdings vom Zeitraum her bei meiner Partnerin toleranter als Du. Er hat es anscheinend nicht eilig. Wenn Dir klare Verhältnisse so wichtig sind, wie Du mehrfach betonst, dann ist er der falsche Partner.
     
  11. Wenn du deine Prinzipien hast und das deine Überzeugung ist, dass ein getrennt lebender bzw. faktisch verheirateter Mann für dich ausgeschlossen ist dann musst du jetzt sofort zu dir stehen und Konsequenzen ziehen sonst bist du unglaubwürdig. Er merkt, dass es dir offenbar zu wichtig ist mit ihm und hat die Lunte gerochen, dass er dich auch so haben kann, solange wie er möchte. So begeistert scheint er von dir nicht begeistert zu sein denn er würde sonst nicht die Gefahr eingehen, dich zu verlieren. Sein Lieblingsanwalt praktiziert nicht mehr???? Echt jetzt? An dieser Stelle hätte ich ihn ausgelacht und Tschüss gesagt. Er ist nicht ehrlich zu dir und das kommt noch erschwerend hinzu. Was versprichst du dir von so jemandem?
    Solange dir die Beziehung wichtiger ist als ihm fährt er mit dir Schlitten.
    Du hast lange genug gewartet, nachgefragt und dich von ihm an der Nase herumführen lassen. Je mehr du nachgibst desto mehr merkt er, dass du nicht zu dir selbst stehst und verliert auch Respekt vor dir. Das wirst du dann Schritt für Schritt auch in anderen Bereichen merken.
    Ich habe mit einem getrennt lebenden Mann seinerzeit nicht mal Nachrichten ausgetauscht außer einer höflichen Absage eben weil es mein Prinzip ist, dass ich kläre und geregelte Verhältnisse möchte und mit gebundenen Männern keine Beziehung eingehe. Schön dass du es gemacht hast war für ihn ein Signal, dass du manipulierbar bist. Jedenfalls von ihm.
    Du musst wissen was du tust aber sofortige konsequente Trennung ohne weitere Diskussionen und Chancen wäre jetzt endlich angebracht.
     
  12. Zu Recht.
    Mir scheint, ihr habt eine Affäre. Er schläft mit zwei Frauen. Das Übliche ...

    Warum lässt du dich wissentlich verschaukeln?
     
  13. Ist es für dich denn so wichtig ob geschieden oder getrennt lebend, wo die Post hingeht etc? Ich finde du machst da recht Druck, wo du ja wusstest er steckt mitten in der Trennung. Falls er sich nicht scheiden lassen möchte, soll er es dir klar kommunizieren. Du solltest nicht alles über dieses Thema definieren. Viel wichtiger, weiss die Ex dass es dich gibt? Integriert er dich in dein Leben? Die Ex wird immer eine Rolle spielen. Mein Ex und ich, wir wohnen sogar zusammen, sind uns verbunden durch das Kind, wenn er eine Neue hätte, dürfte er mir si vorstellen und umgekehrt auch und ich wäre sehr bemüht klare Verhältnisse für alle zu schaffen und da liegt der Punkt und nicht ob Scheidung oder nicht. Wir lassen uns auch nicht scheiden, haben kein Stress, eine Comeback ist zu 100% ausgeschlossen!
     
  14. Ich kann mir vorstellen das ihr eure Beziehung nicht richtig genießen könnt weil ihr dauernd Diskussionen deswegen habt.
    Dein Partner scheint etwas entscheidungsschwach zu sein.
    Du musst vorsichtig sein, und ihn nicht zu sehr unter Druck setzen, das mögen Männer gar nicht. Sie neigen dann zu Kurzschlußreaktionen. und das kann euer Aus bedeuten.
     
  15. Liebe FS,
    Wenn's gilt, fallen manche in den Tiefschlaf:
    Deutlicher geht's nicht. Deinen Unmut verstehe ich nur zu gut. Um Ausreden scheint der angeblich getrennt lebende Mann nicht verlegen zu sein. Willst du dir wirklich dieses Windei ans Bein binden? Einen, der dich hinhält und den man ständig in den A.... treten muss, damit endlich was voran geht? Solche Zeitgenossen sind auf Dauer extrem anstrengend und drängen den aktiven Partner in die Mutterrolle. Hinzu kommt noch das Kleinkind und die regelmäßige Präsenz der Ex (oder Eben-nicht-Ex) und der damit einhergehende Geliebtenstatus. Das würde mich auch massiv stören.

    An deiner Stelle würde ich die Reißleine ziehen und mich distanzieren. Mit jemandem, der sein Leben nicht auf die Reihe kriegt, bzw. herumeiert, wollte ich nicht zusammensein.

    Alles Gute!
    W50
     
  16. Ich hab es bis heute nicht verstanden, warum es so wichtig ist geschieden zu sein, wenn ein neuer Partner ins Leben kommt. Mein Trennungsjahr ist auch vorbei, ich bin aber noch nicht geschieden da finanzielle Dinge erst geregelt werden müssen. Ansonsten haben mein Ex und ich getrennte Leben/Wohnungen/Konten usw. und unsere Tochter ist der einzigste Berührungspunkt. Bei meinem neuen Partner ist es dasselbe. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, das er geschieden sein muss. Solange eine klare Trennung besteht, ist das doch nicht schlimm. Natürlich gibt es immer schwarze Schaafe, aber das hat man doch schnell raus wenn man die Wohnverhältnisse usw sieht. Eine Freundin von mir ist seit 6 Jahren getrennt von ihrem Mann und nicht geschieden. Beide haben neue Partner seit Jahren und das funktioniert auch. Es hat halt eben noch keiner den Schritt zur Scheidung getan. Es stört aber auch keinen.
    Mir würde eher diese immer noch gemeinsam bestehende Adresse stören. Wie oft sieht dein Freund sein Kind? Gibt es klare Regelungen? Und den Kontakt zur Ex wird er immer haben! Da ist ein Kind das auch in 15 Jahren noch da sein wird. Dann wohl eher weniger Kontakt durch die Ex. Klare Verhältnisse kann man auch schaffen in dem man klar und deutlich macht, das Du die Partnerin bist. Da muss er für doch nicht geschieden sein..
     
  17. Sorry, liebe Fragende, du kennst diesen Mann erst so kurz und bezeichnest ihn schon als deinen Partner? Warum Partner???

    Ansonsten ist es doch klar. Er sagte dir nicht die Wahrheit, du bist die Übergangsfrau, Geliebte, er ist noch lange nicht so weit, mit seine Ehe aufgeräumt zu habe.

    Selbst nach dem Trennungsjahr sind die Männer noch lange nicht wirklich getrennt, das braucht einfach Zeit.

    Fragen solltest du dich, warum du trotz deines Anspruches, dich mit getrennt lebenden Männern nicht einzulassen, es dennoch gemach hast? Schau also bei dir und nicht so viel bei dem Mann.

    Für mich gäbe es nur eine schnelle Handlung. Kontakt sofort beenden und Tschüss....

    W
     
  18. Diesen Typ Mensch gibt es , dass ist gar keine böse Absicht.

    Er ist getrennt.
    Aber das ganze Organisatorische, Regelungen, Anträge, Vermögensauseinandersetzungen, klärende Gespräche / Zwistigkeiten mit der Ex - das ist ihm auf jeden Fall mehr Belastung als den Status Quo zu bewahren.
    Lieber zahlt er, er kommt klar damit, und muss dafür die Komfortzone nicht verlassen.
    Er ist schlicht ein Vermeider.
    Frag mal, woran seine Partnerschaft gescheitert ist? Es war nicht Er, der gegangen ist, er ist gegangen worden.
    Irgendwann ermüdet so ein Partner, für den man alles regeln und organisieren muss, und dann reicht es der Frau.

    Und der Ex ist die formale Seite nicht wichtig, sie profitiert.

    Wie ist er denn sonst?
    Aktiv, initiativ, wie sieht seine Wohnung aus, ordentlich, organisiert - aber nicht , oder?
    Oder bist auch Du der Motor?

    Organisierte, klare, aktive Frauen ziehen solche Energieräuber magisch an, und am Anfang können solche Männer gut blenden. Sie sind nett, zuvorkommend, es ist harmonisch.

    Nur meine Vermutung aufgrund Deines Textes, Du kannst für Dich prüfen, es zutreffend ist.

    W,49
     
  19. Getrennt Lebende sind keine guten Männer. Sie brauchen Sicherheiten und können sich nicht richtig lösen. Sie haben keine Bereitschaft für dich auf das volle Programm. Regulär sind sie unaufrichtig. Sehr beliebt ist die Getrenntlebung als Ausrede für verheiratete Männer, die sich nie trennen lassen wollen.

    Mit getrennt lebenden Männer gibt es nichts zu diskutieren, seine eine knallharte Frau und blockiere diese Männer sofort, denn es ist ja dein eigener Wille, klare Verhältnisse zu haben! Wenn du nicht durchsetzungsfähig bist, macht der Mann es so, wie er will.

    Wann hören Frauen endlich auf, das Gute im Menschen zusuchen? Da ist nichts!
     
  20. Liebe Lucrecia. Ja, es gab schon verschiedene Stellungnahmen zum Thema geordnete Verhältnisse. Daher darf ich Dir auch mal eine andere Sichtweise schreiben.

    Du möchtest, dass seine Verhältnisse geregelt sind, weil Du befürchtest, dass seine ungeregelten familiären Verhältnisse zu Deinen Ungunsten sind, sprich: doch nicht richtig getrennt oder was auch immer. Okay. Das kann ich nachvollziehen.

    Für mich wäre die faktische Trennung viel wichtiger. Er hat mit seiner Ex ein Kind. Dann wird er sowieso noch sehr sehr lange, wenn nicht gar für immer irgendwie mit ihr Kontakt haben.

    Du schreibst, die beiden streiten sehr viel. Das ist schon mal gut für Dich. Nun gibt es aber auch Leute, die scheuen sich, ein solches Wespennest aufzuräumen. Das gibt sehr wahrscheinlich noch mehr Streit und Frust. Und dann müssen sich die Beiden immer wieder begegnen, wenn es um das gemeinsame Kind geht.

    Ich habe damals bei meiner Trennung alles geregelt, aber nie die Scheidung eingereicht. Es war ja alles geregelt und ich habe bei der Scheidung nur noch meinen Ortszuschlag für Verheiratete verloren. Mein Ex hat irgendwann die Scheidung eingereicht. Dafür musste er aber auch das Gericht bezahlen.

    Niemals auf der Welt hätte ich ihn zurück wollen. Aber es hat bei uns sehr sehr lange gedauert, bis alles geregelt war, vor allem, wenn eine Immobilie und ein deftiger Zugewinnausgleich dranhängt.

    Es gibt Menschen, die scheuen sich vor bürokratischen Problemen. Ein Beispiel: mein Freund hatte vor über einem Jahr einen Autounfall, an dem er nicht einmal schuld war. So, wie ich das sehe, ist der Schaden nicht einmal unbeachtlich. Und weisst Du, was er getan hat: NICHTS. Er hat sich noch nicht einmal das Geld von der gegnerischen Versicherung geholt. So etwas ist mir völlig unbegreiflich, aber es gibt Menschen, die wollen sich mit solchen Bürokratien und Bergen, die sich vor ihnen auftun, nicht befassen.

    Ich kenne einen älteren Herrn, der ist nun im Pflegeheim und wird von seiner Ehefrau betreut. Von ihr lebte er lange getrennt. Die Scheidung nahm er halbherzig in Angriff, es wäre finanziell verzwickt gewesen. Also ließ er es bleiben, bezahlte ihr jeden Monat noch etwas Unterhalt und kümmerte sich nicht weiter um die Sache. Sie lebte schon lange wieder in der weit entfernten Heimatstadt. Nun ist er dement, die Ehefrau betreut ihn und seine Söhne haben ihn dorthin in ein Heim geschafft. Hätte er mal lieber für klare Verhältnisse gesorgt.

    Liebe FS. Wenn Dir klare Verhältnisse wichtig sind, dann glaube ich, bist Du bei ihm falsch, obwohl ich keine große Gefahr darin sehe, dass er zurück zu ihr will. Aber er hängt eben doch noch sehr da drin, auch im Streit ist man noch miteinander verbunden. Du hast einen Mann mit Altlasten.
     
  21. Es wird schon stimmen, dass er getrennt ist, eine eigene Wohnung hat und davon ausgeht, geschieden zu werden. Er sagt ehrlich, dass er nicht besonders hinter den Formalitäten hinterher ist. Viel wichtiger ist doch die Frage, wie er sich das Zusammenleben mit dir und eure Zukunft vorstellt. Was sagt er denn dazu?

    Das herauszufinden wäre für mich viel wichtiger. Sagt und zeigt er dir, dass er dich liebt, mit dir zusammenleben will und Pläne mit dir hat? Daran scheint es doch zu hapern. Weiß seine Frau von dir, hat er dich schon zu engen Freunden oder gar zur Familie mitgenommen und ist es ihm wichtig in deinen Freundeskreis/Familie integriert zu werden? Sage ihm, wie verunsichert du bist und dass dich seine fehlendes Engagement bezüglich der Scheidung verletzt. Frage ihn, was er sich für die Zukunft vorstellt und wie er zu dir steht. Hat er dir schon mal gesagt, dass er sich verliebt hat und wie hat er dir das durch Taten gezeigt? Außerdem fände ich noch wichtig zu wissen, wie lange er mit seiner Frau zusammen war, wer von beiden die Trennung wollte und warum. Schwierig ist für ihn sicher auch, dass er ein Kind hat, dass mit in die Trennung einbezogen ist.

    Trotzdem kennt ihr euch jetzt drei Monate, da sollte er in etwa wissen, was er will, wie er zu dir steht und das auch artikulieren und umsetzenkönnen. Wenn er rumeiert, ausweicht, seine Worte nicht zu seinen Taten passen, bist du ziemlich wahrscheinlich nur eine Übergangsfreundin, damit er nicht allein ist. Dann ist die Frage, ob du diese Rolle mehr oder weniger weiter mitspielst oder ob du dich konsequent trennst.
     
  22. Das ist doch aus deiner Sicht das Wichtige. Also nicht, dass sie sich streiten, aber dass du keine Angst haben musst, zwischen den beiden läuft noch was.

    Es gibt halt solche und solche Menschen. Mein Partner schiebt auch jeglichen Papierkram auf die lange Bank. Ist eben nicht so seins. Ich arbeite im Büro und kann Unordnung bei meinem Papierkram und ungeregelte Verhältnisse nicht ab. Würde ich nicht alles regeln, würde manchmal Chaos herrschen. Ich reg mich zwar noch manchmal darüber auf (vor kurzem hat uns seine Unordnung ca. 50 Euro gekostet, weil er die nicht rechtzeitig reklamiert hat), aber ich versuche mich mit dieser Marotte zu arrangieren. Dafür hat mein Partner andere Seiten, die ich sehr an ihm schätze.

    Wenn es dich zu sehr stört, musst du die Konsequenzen ziehen und gehen. Vielleicht kannst du aber auch akzeptieren, dass er in diesen Dingen eine Schlafmütze ist, wie er selbst sagt. Am besten sprichst du ihn darauf an, wie sehr dich dieser ungeklärte Status verunsichert.

    W33
     
    • # 22
    • 07.02.2019
    • Loba
    Du fühlst dich von seinen Ausreden hingehalten und verar....
    Dann bleibt als letzte Konsequenz nur dein Ausstieg, egal ob ohne oder nach einem Ultimatum ohne Ergebnis. Wenn du keine Affäre führen willst, sehe ich keinen anderen Weg.
    Denn sollte er wieder mit seiner Frau zusammen kommen, ändert sich für ihn nicht viel. Sie sind ja nach wie vor verheiratet. Und für dich?
    Wenn es keinen stört, also auch die neuen Partner nicht, ist es ja in Ordnung.
    Aber die FS kommt damit nicht zurecht und seine Reaktion sind Ausreden à la "zu faul" etc. Er nimmt keine Rücksicht auf ihre Gefühle. Das muss sie nicht mit sich machen lassen.
    Und vielleicht will ja der neue Partner auch mal heiraten. Das ist dann nicht möglich, weil die Position noch vom/ von der Ex besetzt ist. Dann auf die Witwenschaft warten zu müssen ist eine massive Einschränkung der Lebensplanung.
     
  23. Vom Prinzipiellen
    - Abgesehen von Partnerbörsen, wo sich etliche Verpartnerte hinter dem Getrennt Lebend verbergen -

    Ich kenne etliche Paare, bei denen die Scheidung länger dauerte. Weil man es nicht so eilig mit der Formalie hatte, auch wenn man längst räumlich und auch sonst getrennt war. Zurück ist sehr selten jemand gegangen.

    Ich prüfe es für mich, wichtiger ist es, dass es emotional abgeschlossen ist.

    Was nützt es, wenn die Scheidung zwar durch ist, aber die (negativen) Erfahrungen mit die Ex mit in eine neue Partnerschaft genommen werden? Ich am Ende gleich unter Verdacht stehe?

    Aber, wie schon geschrieben , den Freund der FS halte ich tatsächlich für eine Schlafmütze, mit chronischer Aufschieberitis und Vermeiderei.
    Ob man so einen Partner möchte, muss man für sich entscheiden. DARÜBER würde ich mir mehr Gedanken machen, als über seinen Status.

    W,49
     
  24. Hallo, alle miteinander. Hier schreibt die Threaderstellerin. Danke für Eure zahlreichen Antworten und Impulse. Ich erlebe ein Auf und Ab der Gefühle. Richtig ist, dass ich in der Tat geordnete, klare Verhältnisse suche und auch vorziehe und selbst so verfahre. Ich bin auch geschieden; mein Exmann und ich waren uns einig, dass wir nicht zusammenbleiben wollen, wir haben das Trennungsjahr hinter uns gebracht und kurz darauf waren wir geschieden; und wir haben auch ein Kind. Nach der Scheidung habe ich meinen Mädchennamen wieder angenommen, weil sich das für mich korrekter anfühlte. Also - ich weiß auch, wie Scheidung geht :) Mein jetziger Partner ist ja auch schon geschieden, wir reden von seiner zweiten Ehe, die mich da gerade nervt; deshalb wundert es mich ja so, dass er so rumzaudert. Und ja: Ich habe schlicht und ergreifend Angst, dass ich die Tröstefrau bin und es eines Tages bereue, einfach nur geduldig gewesen zu sein, nur um Jahre lang einen Mann zu supporten, der sich irgendwie nicht positionieren kann?! Seine Freunde kenne ich nicht; er sagt, er habe keine. Seiner Familie wollte er mich vorstellen, was aber mit einem mehrtägigen Aufenthalt mit seiner Tochter verbunden gewesen wäre, und sorry: Seine Tochter ist meines Erachtens out of control - ich bin seit vielen Jahren allein erziehend; ich habe noch nie so ein Affentheater mit Kind erlebt wie bei ihm...Er ist auch beim Kind nicht konsequent. Er ist zweifelsohne lieb und freundlich - aber ich soll gefühlt permanent hinten dranstehen und sagen, was zu tun ist, auch in Erziehungssachen. Ich will das nicht - weil ich dadurch permanent das Gefühl habe, Druck auszuüben. Sei es im Thema Scheidung, sei es im Thema "Umgang mit der Ex", oder sei es im Umgang mit seinem Kind, das in meinen Augen so was von schlecht erzogen ist?! Ich habe keine Kraft mehr für so viele Probleme. Die hatte ich vor der Beziehung alle nicht.
     
  25. Mein Exmann und ich waren da auch sehr schlafmützig.
    Die notarielle Scheidungsfolgenvereinbarung haben wir noch zügig unterschrieben- und haben es dann über zweieinhalb, fast drei Jahre irgendwie ohne gerichtliche Scheidungsverhandlung dahindümpeln lassen.
    Das hatte damit nichts zu tun, dass wir noch aneinander gehangen hätten, im Gegenteil, wir waren beide ernstmeinend und auch fündig auf Partnersuche.

    Letzten Endes war ich dann mit meinem jetzigen Partner schon lange zusammen und im sechsten Monat schwanger, als wir die Formalitäten noch unter zeitlichem Hochdruck nachholten, weil wir alle drei vermeiden wollten, das Baby unter der falschen Flagge zur Welt zu bringen.
    Insofern: ich glaube deinem Partner, dass er da einfach nicht in die Puschen kommt, weil ich damals auch so prokrastinierend unterwegs war.

    Ich fühle mich partiell ertappt, auch wenn ich nicht generell so bin- anderes treibe ich objektiv gesehen dagegen sehr energisch, mit Plan und Biss, weiter, mein Exmann und mein jetziger Partner sowieso. Keine Ahnung, warum wir das so aufschoben.
    Bei mir war es, glaube ich, die unbewusste Hemmung, "gegen" meinen Expartner, den ich früher einmal sehr geliebt hatte, "anwaltlich vorzugehen". Bei der einreichenden Person besteht ja Anwaltspflicht. Vielleicht war es bei meinem Exmann auch so.
     
  26. Ob seine Frau von mir weiß, weiß ich nicht. Ich habe ihn gefragt, ob er es ihr gesagt habe: Nein, das gehe sie nichts an; er denkt, dass seine Tochter von mir erzählt, die ist 2. Auslöser meiner ganzen Zweifel, oder anders gesagt: Verstärker meiner Zweifel hat diese Woche stattgefunden: Er hatte bei mir übernachtet und ihm ging es morgens plötzlich ganz schlecht; er war kaum noch ansprechbar, lag zitternd auf dem Sofa, hatte Krämpfe. Ich wollte den Notdienst anrufen, das wollte er nicht, da habe ich ihn zu seiner Hausärztin gebracht. Es ging ihm echt dreckig...Ich habe ihn dann daheim gepflegt und versorgt und sollte seine Krankmeldung wegbringen - da habe ich halt wieder mal die Eheadresse drauf gesehen...Und das hat mich einfach alles frustriert: Ich mache und tue, höre mir seit Monaten diese Probleme an, werde vertröstet, bin da, wenn er mich braucht - aber Name, Adresse und Familie teilt er eben noch immer mit seiner Frau?! Als ich bei der Arbeit war, kam dann eine Whatsapp von ihm - dass ich die Beste sei, so geduldig, so lieb und fürsorglich und dass er mich liebt. Ja...ok...ich weiß, dass ich lieb, geduldig und fürsorglich bin - und ich fühle mich einfach nur noch verarscht und hingehalten.
     
  27. Das hingegen wäre jetzt für mich ein Trennungsgrund, bzw. das war auch einmal Grund für meine Kinder, von vornherein ein Veto gegen eine (noch nicht bestehende) Beziehung einzugehen.
    Waren das Entzugserscheinungen?
     
  28. Im Herbst 2018 hast du liebe FS ihn kennen gelernt. Also wenn ich den September mal als Herbst selbst bei 30 Grad anerkennen würde, seid ihr seid 4 Monate etwa ein Pärchen.
    Deinen Kummer kann ich ein wenig nachvollziehen, ich hatte mal etwas ähnliches erlebt, was sich aber selbst auflöste.
    Aber hätte meine damalige Partnerin so fixiert auf Daten reagiert, hätte ich vermutlich auch die Lust verloren. Ich weiß ja nicht wie lange dein Freund verheiratet war und wie die Geschichte geendet hat.
    Aber ich kann dir sagen, dass man sich selbst bei einer Trennung/Scheidung oft Ziele setzt weil man glaubt diese auch so schnell realisieren zu wollen und zu können.
    Aber oft irrt man sich auch einfach diesbezügl. - da geht ein Stück Leben zu Ende was ja auch nicht immer Schlecht gewesen sein kann.
    Und manchmal ässt einen genau dieser Umstand halt etwas stottern.
    Wie wäre es, wenn du ihm vielleicht noch mal ein halbes Jahr Zeit geben kannst, ohne dieses Thema noch mal aufzugreifen. Klar kann dir dann passieren das er immer noch nicht aus den pushen kommt. Aber er soll es machen weil er es will und nicht weil du drängelst. Denn das wird dir/euch früher oder später um die Ohren fliegen.
    Ob er dich Warm halten wollte oder nicht wirst du dann noch feststellen können.
    Aber wenn er für dich ansonsten ein guter Mann ist, frage dich, kannst du Dir diese Zeit selbst noch geben? Ist er dir das Wert?
    Eine Scheidung ist meistens ein großer Schritt. Ich fühlte mich auch zum Teil als Versager. Ich habe genau wie meine Ex meinen Anteil daran gesehen wie wir Gemeinsam in diesem Lebensabschnitt letztendlich die letzten Jahre versagten. Es gibt Menschen die lächeln das weg, aber auch andere die sich damit etwas mehr auseinander setzen müssen.
    Vier Monate! Ich hatte auch gezögert.
    Irgendwann habe ich Nägel mit Köpfen gemacht, weil ich für MICH entschieden habe, dass es für MICH das beste ist.

    m48
     
  29. Lieb und nett, einfühlsam, geduldig, liebevoll - das ist die eine Seite.
    Und die andere Seite, leider öfters - vermeidend, sich nie positionieren, nie anecken wollen, nur keinen Streit, duldsam, kein Standing.

    Er müsste aktiv werden, regeln, organisieren, das kann er nicht. Das ist anstrengend, und man muss sich auseinander setzen.
    Und er muss bei seiner Tochter Grenzen setzen, erziehen ist eben nicht immer lieb und nett und friedlich.
    Also kann er auch dies nicht.

    Er ist so, Du lernst ihn jetzt kennen, die rosa Brille verschwindet. Du entscheidest, ob seine positiven Seiten überwiegen.
    Ändern wird er sich nicht.

    Glaskugel
    Es wird Dich in den Wahnsinn treiben. Ehrlich.
     

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