Frau schaut traurig in ihr Handy weil Sie Opfer von Benching geworden ist

Benching: Auf ewig in der Warteschleife? Mit diesen Tipps nicht mehr!

von: ElitePartner Redaktion , 21. Februar 2019

Benching ist wahrscheinlich jedem schon einmal widerfahren. Sie lernen jemanden kennen, doch er hält Sie immer und immer wieder hin. So erkennen Sie das Dating-Phänomen bereits am Anfang – und gehen richtig damit um.

Inhaltsverzeichnis:

Jeder Sechste wurde schon gebencht

Wem genau diese Situation bekannt vorkommt, ist nicht allein: Laut unserer ElitePartner-Studie sind 16 Prozent der Frauen und Männer in Deutschland bereits Opfer von Benching geworden. 14 Prozent haben es schon einmal selbst getan. Wobei es zwischen den Altersgruppen durchaus Unterschiede gibt. Das Risiko diese Erfahrung zu machen, ist besonders hoch in der Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren. 22 Prozent von ihnen waren bereits Bencher, 20 Prozent wurden damit ausgenutzt. Aber woher stammt eigentlich diese Dating-Taktik?

Benching, was ist das eigentlich?

Der Begriff kommt aus den USA und heißt frei übersetzt, „jemanden auf die Ersatzbank“ schicken. Es ist ein Dating-Trend, der mit der Zunahme von Online-Kommunikation immer häufiger auftritt – eine Art digitales Warmhalten, dass es im Prinzip im echten Leben schon immer gegeben hat. Vereinfacht gesagt: Einer von beiden will mehr, der andere weiß das – und nutzt es aus. Nur ist es heute viel einfacher, Parallelkontakte zu unterhalten und mehrere Personen immer wieder mit Nachrichten zu ködern, sie auf der Wartebank zu halten. Wer Opfer von Benching ist, merkt es unter Umständen über Wochen und Monate nicht einmal.

Der Unterschied zwischen Hinhalte- und Fallenlassen-Taktik

Dieser Dating-Verhalten ist aber nicht zu verwechseln mit dem sogenannten „Ghosting“. Die Ausgangssituation ist ähnlich wie beim Benching: Sie treffen sich mit einem Mann oder einer Frau und alles scheint darauf hinzudeuten, dass sich etwas zwischen Ihnen beiden entwickelt. Doch plötzlich bricht der Kontakt unvermittelt und ohne jede Vorwarnung ab. Das kann in jedem Stadium der Beziehung passieren – vor dem ersten Date, sogar nach monatelangen Treffen. Versuche, den anderen zu erreichen, werden kategorisch ignoriert. Er ist wie ein Geist und der Verlassene bleibt verletzt zurück, mit einer Vielzahl von Fragen. Da uns unabgeschlossene Dinge am meisten beschäftigen, ist das besonders schmerzhaft.

So erkennen Sie Anzeichen von Benching

Benching ist schwerer wahrzunehmen im Vergleich zur absoluten Funkstille, weil es viel behutsamer und raffinierter vonstatten geht. Sie befinden sich ständig in der Schwebe, auf der Reservebank und werden mit Bestätigung auf Raten geködert. Einige Hinweise gibt es aber, an denen Sie Benching frühzeitig erkennen können:

  • Sie haben das Gefühl, das Kennenlernen geht nur schleppend voran
  • Der andere meldet sich nicht mehr, nur wenn ein konkreter Nutzen für ihn dabei herausspringt
  • Die Abstände zwischen den Phasen des Kontaktes sind zu lang für einen interessierten Umgang miteinander – ein Zeichen dafür, dass Sie Benching erkannt haben
  • Sie hören immer die gleichen Ausreden: Der andere hat Stress, zu viel Arbeit, Probleme mit der Familie. Das kann alles zutreffen – doch gerade durch die digitale Kommunikation findet jeder einen Augenblick, auch wenn die Zeit knapp ist – falls echtes Interesse besteht

Wie sollten Sie auf Benching reagieren?

Das ständige Auf und Ab in Ihrer Kommunikation zerrt auf Dauer an Ihren Nerven. Haben Sie das Gefühl, versetzt worden zu sein und in der Warteschleife festzuhängen, sollten Sie entschlossen handeln. Aber wie reagieren Sie richtig auf Benching?

1. Kommunizieren Sie mit dem Bencher

Der erste Schritt ist: Sprechen Sie mit Ihrem Date. Das kann bei einem echten Treffen sein, per Telefon oder auch virtuell. Nur so finden Sie heraus, woran Sie wirklich sind. Folgendes sollten Sie dabei beachten, um Benching entgegen zu treten:

  • Drücken Sie sich klar aus
  • Erklären Sie dem potenziellen Bencher, dass Sie sein Verhalten nicht tolerieren
  • Sagen Sie ihm deutlich, was Sie wollen und was nicht

2. Haken Sie nach

Ihr Gegenüber wird daraufhin wahrscheinlich Ausflüchte suchen. Wenn Sie das Benching beenden wollen, dürfen Sie aber nicht nachgeben. Sonst enden Sie wieder auf der Ersatzbank und er hat eine andere.

3. Benching beenden: Vereinbaren Sie ein Treffen oder trennen Sie sich

Dies alles dient dem Zweck, eine eindeutige Aussage von Ihrem potenziellen Partner zu bekommen und die Unsicherheit zu beenden. Vielleicht ist er oder sie wirklich gerade im Stress, sieht ein, dass er sich falsch benommen hat und lenkt ein. Sind Sie wirklich von Benching betroffen, wird Ihr Gegenüber allerdings Ausflüchte suchen oder abspringen. Er wird Sie vertrösten, vage bleiben wollen. Dies ist der Zeitpunkt, an dem sie demjenigen einen Korb geben sollten. Wenn der andere keine Entscheidung treffen kann, müssen Sie sich trennen. Auch wenn es schmerzhaft sein sollte, Ihr Selbstschutz geht vor.

Fazit: Benching kann jeden treffen – bleiben Sie aufmerksam und handeln Sie frühzeitig

Vielen fällt es schwer, Benching sofort zu identifizieren. Das hat einen einfachen Grund: Das Verhalten ist so subtil, dass es oft Wochen dauert, um zu verstehen, was Ihr Gegenüber wirklich vorhat. Halten Sie in der Kennenlernphase die Augen offen und achten Sie auf folgende Dinge:

  • Geht die Kommunikation nur schleppend voran?
  • Werden Sie immer wieder vertröstet?
  • Kommt kein Treffen zustande, weil der andere es immer wieder verschiebt?

Dann sollten Sie hellhörig werden. Sie werden vielleicht gerade in diesem Moment das Opfer von Benching. Suchen Sie das direkte Gespräch, fordern Sie einen konkreten Termin für ein Treffen ein, lassen Sie sich nicht hinhalten. Nur so können Sie herausfinden, ob er es ernst mit Ihnen meint. Ist das nicht der Fall, beenden Sie die Beziehung. Solch eine Person verdient Ihre Aufmerksamkeit nicht. Widmen Sie diese lieber jemandem, der Sie zu schätzen weiß. Davon gibt es schließlich jede Menge.

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