Vorwurfsvoller Blick von Frau gegenüber Mann als Beziehungskiller

Beziehungskiller: Das sind die häufigsten Ursache für das Liebesaus

von: ElitePartner Redaktion , 15. Februar 2018

Seit zwei Stunden spielt Hannes jetzt schon mit seinem Smartphone, während Anna aufräumt, Wäsche zusammenlegt und sich um die Tochter kümmert. Irgendwann platzt ihr der Kragen und die Situation endet in einem Streit, bei dem die beiden zum ersten Mal in acht Jahren Beziehung das Wort „Trennung“ in den Mund nehmen. Sind wirklich Kleinigkeiten die größten Beziehungskiller oder muss bei Paaren Schwerwiegenderes vorfallen? Wir verraten es Ihnen.

Woran scheitern die meisten Beziehungen?

Warum Beziehungen scheitern, unterscheidet sich natürlich von Paar zu Paar. Betrachtet man die Ergebnisse unserer ElitePartner-Studie, dann fällt auf, dass Frauen insgesamt schneller zu einer Trennung bereit sind als Männer. Das größte No-Go ist und bleibt dabei die Affäre. 83 Prozent der befragten Frauen würden Schluss machen, wenn ihr Partner sie betrügt, bei den Männern sind es 71 Prozent. Fehlender Freiraum lässt bei den knapp 3.000 Befragten ebenso die Alarmglocken schrillen, wie ein vernachlässigtes Äußeres. Sehen Sie hier in der Übersicht, welches die häufigsten Beziehungskiller im Einzelnen sind:

Gründe Frauen Männer
Eine längere Affäre 83 % 71 %
Partner engt mich ein, lässt mir kaum Freiraum 68 % 64 %
Partner vernachlässigt sein Äußeres bzw. seine Körperhygiene 61 % 58 %
Ein Seitensprung 56 % 45 %
Partner ist stark eifersüchtig 54 % 52 %
Zärtlichkeiten gehen verloren 50 % 44 %
Wir tauschen uns nur noch über das Nötigste aus 49 % 44 %
Unterschiedlicher Umgang mit Geld 23 % 22 %
Wir haben zu wenig Zeit füreinander 21 % 19 %
Länger andauernde Sexflaute 15 % 28 %
Partner ist beruflich lange erfolglos, arbeitslos 13 %   8 %
Partner verändert sich äußerlich stark (nimmt z.B. deutlich an Gewicht zu) 10 % 23 %
Partner arbeitet zu viel, macht zu viele Überstunden   6 %   6 %

Beziehungskiller Handy

In der heutigen Zeit kann das Smartphone schnell zum Streitthema werden – oder gar zum Grund zur Trennung. Diese Risiken birgt der technische Dauerbegleiter:

  1. Smartphones machen schweigsam
    Kennen Sie diese Situation? Endlich Feierabend, eigentlich könnten Sie und Ihr Partner sich einen schönen Abend zu zweit machen, stattdessen sitzen Sie nebeneinander auf der Couch und beschäftigen sich mit Ihren Smartphones. Noch schnell ein paar Nachrichten beantworten, noch kurz etwas nachlesen – und schon hat der Beziehungskiller zugeschlagen. Zwar haben Sie den Abend gemeinsam verbracht, aber eigentlich doch allein. Was früher der Fernseher war, ist heute das Smartphone. Aber während Sie sich über einen gemeinsam angeschauten Film noch unterhalten konnten, ersetzt das Smartphone praktisch Ihre Konversation. Das hat auch unsere ElitePartner-Studie ergeben: Bei mehr als jedem vierten Paar in Deutschland führt Smartphonekonsum zu weniger Gesprächen und bei jedem zehnten zu mehr Streit. Lassen Sie sich vom Beziehungskiller Handy nicht die Liebe ruinieren und vereinbaren Sie handyfreie Zeiten.
  2. Beziehungskiller: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser?
    Kontrolliert Ihr Partner Ihre Nachrichten oder lässt gar Ihr Smartphone orten, stellt dies eine grobe Verletzung Ihrer Privatsphäre dar. Nicht umsonst gaben in unserer ElitePartner-Studie 57 Prozent der Befragten an, dass sie es stört, wenn ihr Partner heimlich an ihr Handy geht oder ihre E-Mails liest. Laut unseren neuesten Erkenntnissen haben 21 Prozent der Paare in Deutschland schon einmal heimlich die Nachrichten ihres Partners gelesen – und Männer tun das genauso häufig wie Frauen. Damit ist dieses Verhalten der dritthäufigste Störfaktor in einer Partnerschaft. Spionieren Sie dem Partner mithilfe des Smartphones hinterher, ist die Beziehung oft bereits gescheitert. „Wenn ich meinen Partner auf diese Weise überwachen will, schürt das nur Misstrauen auf beiden Seiten“, warnt auch unsere Diplom-Psychologin Lisa Fischbach. „Eine Beziehung sollte auf Vertrauen aufgebaut sein. Zur Liebe gehört daher auch, dem anderen Freiraum zu lassen.“
  3. Heimliches Helferlein
    Das Handy lädt natürlich geradezu zum Spionieren ein, schließlich lassen sich mithilfe des Smartphones bestens Dinge verheimlichen. Potential für Beziehungskrisen. Liest der Partner seine Nachrichten plötzlich nur noch, wenn er alleine ist, geht zum Telefonieren vor die Tür oder schafft sich ein Zweithandy an, würden auch Sie vielleicht Trennungsangst haben. Ein offenes Gespräch kann Unsicherheiten frühzeitig aus dem Weg räumen und die Gefahr im Keim ersticken.

Beziehungskiller – Wenn aus Gemeinsamkeit, Einsamkeit wird

Das Handy ist bekannterweise nur einer von vielen möglichen Beziehungskillern. Generell lässt sich feststellen, dass glückliche Paare über mehr Gemeinsamkeiten verfügen als unglückliche. Gehen die Interessen stark auseinander, ist dies selten die Grundlage für eine funktionierende Beziehung. „Ähnlichkeiten auf Basis von Einstellungen, Wertehaltungen, Zielen und Interessen bilden ein entscheidendes Fundament einer zufriedenen Partnerschaft. Durch Gemeinsamkeiten entstehen Harmonie und das Gefühl, verstanden zu werden“, so unsere Paar-Beraterin Lisa Fischbach. „Auslaugende Konflikte werden vermieden und ständige Kompromissverhandlungen obsolet – das entlastet eine Beziehung und führt zu mehr Stabilität. Das Motto ‚Gegensätze ziehen sich an‘ mag eher eine geeignete Formel für Leidenschaft und körpernahe Merkmale sein.“ Beziehungskiller wie das Handy, Eifersucht oder mangelnder Freiraum wirken sich demnach umso gravierender aus, wenn Sie und Ihr Partner wenige Gemeinsamkeiten aufweisen.

Fazit: So können Sie Beziehungskiller aus der Welt schaffen

Ein Seitensprung, zu wenig Freiraum und die Vernachlässigung des eigenen Äußeren gehören in einer Partnerschaft zu den Hauptgründen, warum Beziehungen scheitern. Dazu kommen Stress im Alltag, wachsende Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt und der daraus resultierende Mangel an gemeinsamer Zeit – diese Beziehungskiller führen dazu, dass beide Partner oft zu müde für Kommunikation sind und auch immer weniger Platz für ein ausgewogenes Sexleben bleibt. Darum ist es wichtig, den Stand der Beziehung in regelmäßigen Abständen zu evaluieren, damit es zu keiner Trennung trotz Liebe führt. Haben Sie genug Paarzeit? Unternehmen Sie öfter gemeinsam etwas? Wissen Sie wirklich, wie es Ihrem Partner gerade geht? Nein? Dann sollten Sie schnell die Notbremse ziehen und sich wieder etwas mehr Zeit füreinander nehmen. Sie können zum Beispiel einfach handy- und fernsehfreie Abende vereinbaren. Gute Musik, ein besonderes Essen und ein langes Gespräch – und schon haben Sie vermeintliche Probleme wieder ausgehebelt. Die Liebe ist zwar oft kompliziert, aber in diesem Fall sehr simpel.

Jetzt kostenlos anmelden

Ich bin
Ich suche

Es gelten die AGB und Datenschutzhinweise. Mit der kostenlosen Mitgliedschaft erhalten Sie regelmäßig Angebote zur kostenpflichtigen Mitgliedschaft und weiteren Produkten der PE Digital GmbH per Email (Widerspruch jederzeit möglich).