Mann und Frau beim Date im Restaurant

Erster oder zweiter Blick: Wie Beziehungen wirklich beginnen

von: Beatrice Bartsch , 18. März 2019

Mit den ersten Sonnenstrahlen steigt die Sehnsucht nach Frühlingsgefühlen, viele möchten sich am liebsten Hals über Kopf verlieben. Die ElitePartner-Studie 2019 zeigt: Diese Erwartung an den Start einer neuen Liebe wird häufig nicht erfüllt – und das muss nichts Schlechtes bedeuten. Denn die Mehrheit verliebt sich erst auf den zweiten Blick. Jeder Fünfte hat sogar lange gehadert, weil der Partner nicht den Idealvorstellungen entsprach. Doch diese zu überdenken lohnt sich: Jedes zweite Paar hat beím Kennenlernen eigene Ansprüche über Bord geworfen – und ist heute froh darüber.

Die Mehrheit hat sich erst auf den zweiten Blick verliebt

Die Ergebnisse zeigen: Liebe auf den ersten Blick gibt es wirklich. Aber sie ist längst nicht der Normalfall – und auch nicht notwendig für eine beständige Beziehung. Unter den 2.666 befragten Liierten haben sich immerhin 39 Prozent auf den ersten Blick in ihren derzeitigen Partner verliebt, während 61 Prozent angeben, dass sich die Verliebtheit erst mit der Zeit entwickelt hat.

Schaut man auf die Beziehungsdauer, verändert sich das Bild nicht: Auch unter Paaren, die über zehn Jahre zusammen sind, haben sich im Schnitt nur vier von zehn auf den ersten Blick verliebt (40 Prozent). Allerdings haben sich Paare, die heute angeben, mit ihrer Beziehung zufrieden zu sein, etwas häufiger schockverliebt (41 Prozent) als unzufriedene (35 Prozent).

Männer verlieben sich eher auf den ersten Blick – entscheiden aber rational

Erstaunlich: Männer sind anfälliger für spontane Gefühlsexplosionen als Frauen. Rückblickend auf ihre aktuelle Beziehung haben sich mehr Männer (42 Prozent) als Frauen (37 Prozent) auf den ersten Blick verliebt. Wenn es dann allerdings darum geht, sich tatsächlich für die Beziehung zu entscheiden, scheinen Männer etwas rationaler vorzugehen. 38 Prozent der Männer geben an, dass sie bei der Entscheidung für ihre Partnerin mehr auf den Kopf als auf den Bauch gehört haben, aber nur 29 Prozent der Frauen.

Liebe mit Startschwierigkeiten: Jeder Fünfte hat anfangs lange gezögert

Liebe ohne Zweifel ist ein Mythos:Etwa jeder Fünfte (21 Prozent) hat anfangs lange gehadert, eine Beziehung mit dem aktuellen Partner einzugehen, weil er oder sie nicht den Idealvorstellungen entsprach. Anfängliche Zweifel bedeuten jedoch nicht unbedingt, dass der Partner nicht der Richtige ist. Denn auch viele Liierte, die heute glücklich mit ihrer Beziehung sind, waren zunächst unsicher. Immerhin 18 Prozent der zufriedenen Liierten geben an, dass sie anfangs länger gezögert haben.

Ansprüche überdenken lohnt sich – fast jeder Zweite ist heute froh darüber

Keine Kompromisse bei der Partnerwahl? Könnte demnach ein Fehler sein. Das zeigen auch die folgenden Ergebnisse: Fast jeder zweite Liierte hat beim aktuellen Partner ein paar seiner Ansprüche über Bord geworfen – und ist heute froh darüber (46 Prozent). Trotzdem sagen knapp drei Viertel der Liierten in Deutschland, dass ihr Partner genau dem entspricht, wonach sie immer gesucht haben (73 Prozent).

„Viele Ansprüche, die wir an Partner stellen, sind gesellschaftlich geprägt oder aus dem Wunsch geboren, uns eine perfekte Partnerschaft zu sichern“, erläutert Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner den scheinbaren Widerspruch. „Doch was sich Singles bei der Partnersuche vorstellen, muss nicht deckungsgleich mit ihren tatsächlichen Bedürfnissen in einer Partnerschaft sein. Einige Qualitäten des Partners zeigen sich erst mit der Zeit oder dann, wenn Herausforderungen gemeinsam gemeistert wurden. Wer bei der Partnerwahl nur seiner Idealvorstellung folgt, verpasst nicht selten die Chance auf eine glückliche Partnerschaft.“

Eine Frage des Typs: Frauen gehen bei der Optik eher Kompromisse ein

„Er oder sie ist nicht mein Typ“ – diesen Grund geben Singles häufig an, wenn sie jemanden für ein Kennenlernen nicht interessant finden. Und das spiegelt sich auch in Beziehungen wieder. Die überwiegende Mehrheit der Liierten in Deutschland ist mit einem Partner zusammen, der optisch dem Beuteschema entspricht (71 Prozent). Frauen sind hier allerdings etwas mehr zu Kompromissen bereit als Männer. Denn während drei von vier Männern mit einer Partnerin zusammen sind, die optisch genau ihr Typ ist (73 Prozent), sind es nur zwei Drittel der Frauen (68 Prozent).

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