„Pfoten weg!“ – Berührungen beim Flirt mag nicht jeder

„Pfoten weg!“ – Berührungen beim Flirt mag nicht jeder

von: Dr. Marcus Damm

Woher weiß ich, dass mein Gegenüber für die intimere Phase – die nach der Small Talk-Phase kommt – „bereit“ ist?

Flüchtige Berührungen beim Süßholzraspeln passieren nie aus Zufall. Einer der beiden inszeniert ab einem bestimmten Punkt den sogenannten „Zucktest“. Und das hat auch seinen Grund…

Männern sagt man ja nach, sie würden beim Flirt oft zu forsch vorgehen, sprich: Zu schnell ihre Griffel „ausfahren“. Da ist wohl tendenziell was dran. Wie viele Flirts sind wohl nur deshalb abrupt von „ihr“ beendet worden, weil „er“ nicht abwarten konnte? Entsprechend heißt es oft: „Hey, Pfoten weg!“
Auf der anderen Seite kann eine Berührung einen regelrecht magischen Moment heraufbeschwören. Sie haben mit Sicherheit auch schon mal folgende oder eine ähnliche Situation erlebt. Ihr Gesprächspartner greift nach einem Objekt, etwa nach seinem Glas, das direkt hinter Ihnen steht; er (oder sie) beugt sich also vor, greift mit der einen Hand das Glas – und stützt sich mit der anderen etwas auf Ihrem Oberschenkel ab (und die Hand bleibt dann da liegen). Eine wirklich magische Situation, oder? Die Zeit steht still, der Moment wirkt auf einen elektrisierend. Zumindest, wenn es zuvor zwischen beiden einigermaßen gefunkt hat.
Ist eine solche (dauerhafte) Berührung beiderseits erwünscht, wird in der Regel eine neue Flirtphase eingeläutet, die im Vergleich zu den vorherigen (Blickkontakt, Ansprechen, Small Talk) viel intimer ist. Viele Beobachtungsexperimente zeigen: Die Flirtpartner wenden sich mehr einander zu, gehen vertrauter miteinander um, und es kommt – wenn beide das wollen – zu weiteren Berührungen – und schließlich zur „Kussphase“.
Nun werden Sie sich aller Wahrscheinlichkeit nach fragen: Woher weiß ich, dass mein Gegenüber für die intimere Phase – die nach der Small Talk-Phase kommt – „bereit“ ist? Ja, liebe Leserin, lieber Leser, das ist ganz einfach: Praktizieren Sie einen harmlosen „Zucktest“!
Das heißt, wenn Sie ein gutes Gefühl beim Small Talk haben, dann nutzen Sie doch einfach mal einen guten Moment aus. Vielleicht müssen Sie sich ja auch etwas „strecken“, um nach etwas zu greifen. Zack – eine kurze Berührung. Und jetzt kommt das Wichtigste: Sie müssen unbedingt die Körpersprache des Anderen im Augenblick der Berührung registrieren. „Zuckt“ er (oder sie) zurück, kommt es zu einer (unangenehmen) Erstarrung? Oder aber reagiert er (oder sie) positiv?
Im Falle der letzteren Reaktion würde ich Ihnen, wenn Sie ein Mann sind, dazu raten, wieder zurück zu rudern und es später noch einmal zu probieren.
Wenn Sie eine Frau sind und die letztere Reaktion beobachten, können Sie die Hand gerne ein bisschen da lassen, wo sie ist (falls Sie an einem näheren Kontakt interessiert sind).
Wie die Sache dann weitergeht, liegt ganz bei Ihnen.

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