Wenn der Löwe mit der Jungfrau: Sternzeichen auf Partnersuche

von: Annette Riestenpatt, 23. April 2009

"Welches Sternzeichen bist Du?" - berechtigte Frage oder absoluter Schwachsinn, darüber scheiden sich die Geister. Horoskope boomen, obwohl die meisten rationalen Geister gern betonen, das alles sei Mumpitz. Mit Astrologie auf Partnersuche - was macht den Reiz eigentlich aus?

Wenn der Löwe mit der Jungfrau: Sternzeichen auf Partnersuche

Schütze und Widder – passt. Ebenso Fische und Stier. Zwillinge kommen mit vielen anderen Zeichen gut aus, solange es sich nicht um Fische handelt. Die Kombi Jungfrau / Schütze ist gewagt. Glauben Sie nicht? Damit sind Sie in guter Gesellschaft: Laut unserer Umfrage stehen 72 Prozent Jahreshoroskopen skeptisch gegenüber. Lesen tun sie die Astro-Prognosen aber trotzdem. Frauen haben dabei eine besondere Schwäche für Sternenzauber: Jede Dritte achtet beim Kennenlernen auf das Sternzeichen eines potenziellen Partners.

Männer sind skeptisch

"Die meisten Frauen haben eine Schwäche für Horoskope, speziell wenn es um Vorhersagungen in der Liebe geht" stellt Diplom-Psychologin Lisa Fischbach fest. "Dabei geht es aber mehr um das Spielerische an der Sache. Die wenigsten nehmen die Aussagen für bare Münze." Männer sind deutlich skeptischer: Nur jeder Fünfte achtet bei der Partnersuche auf das Sternzeichen und 30 Prozent finden, Horoskope seien kompletter Humbug. Und tatsächlich: Menschen unterschiedlicher Sternzeichen sind nicht systematisch verschieden in ihrer Persönlichkeit. Zu diesem Ergebnis kamen gleich mehrere Studien. Also alles nur Zufall? Wohl kaum, denn sogar Sternzeichen-Skeptiker gestehen ein, dass gewisse Persönlichkeitsmerkmale durchaus kennzeichnend für bestimmte Zeichen sein können.

Die Suche nach dem Löwen im Löwen

Sandra (36) ist wie so viele hin und her gerissen: "Eigentlich glaube ich nicht wirklich daran", sagt die Fische-Frau. "Aber dann bin ich immer wieder überrascht, wie oft es zutrifft. Mein Ex war Löwe und besaß alle Löwe-typischen Eigenschaften." Es waren auch genau die Dinge, die ihr Horoskop voraus gesagt hatte, die letztlich zum Ende der Beziehung führten. Kann das alles nur Zufall sein? Nein, sagt die Psychologin. Und erklärt: "Wir neigen zur selektiven Wahrnehmung. Wir sehen also nur das, was wir sehen wollen. Wenn wir wissen, dass unser Gegenüber Steinbock ist, suchen wir nach Steinbock-typischen Eigenschaften und nicht nach beispielsweise Wassermann-typischen Eigenschaften, obwohl wir diese wahrscheinlich gleichermaßen finden würden." Außerdem neigt der Mensch eher dazu, Bestätigungen für Annahmen zu suchen, statt Gegenbelege. Ein simpler Denkfehler also, der bis zu einem gewissen Punkt mit Selbstbetrug oder verzerrter Wahrnehmung zu tun hat. Mag sein, aber australische Psychologen haben nachgewiesen, dass Astrologieanhänger nicht weniger intelligent und kritisch sind als alle anderen auch – im Gegenteil, sie sind sogar etwas kreativer.

Horoskop als Denkanstoß

Zudem sagt der Hamburger Astrologe und Coach Michael Ulrich: "Ein Horoskop sowie die einfühlsame Deutung und Interpretation durch einen erfahrenen Astrologen kann eine tiefe und erkenntnisreiche Begegnung mit dem eigenen Selbst sein." Schließlich handelt es sich bei der Astrologie um eine Jahrtausend alte Lehre. Und was bedeutet das für die Partnersuche? Der Astrologe kann laut Michael Ulrich neue Blickrichtungen eröffnen: "Er kann Anstöße zum Nachdenken offerieren. Mehr sollte er eigentlich nicht tun. Aber genau diese Erkenntniserweiterungen sind für viele oft eine große Befreiung." Also: Auch wenn Sie Astrologie-Skeptiker sein sollten, blocken Sie nicht gleich ab, wenn Sie auf einer Party jemand nach Ihrem Sternzeichen fragt. Wer weiß, was sich daraus entwickelt. Und mal ganz unabhängig davon, ob Sie daran glauben oder nicht: Sternzeichen können ein hervorragender Gesprächseinstieg sein, in dessen Verlauf Sie sich dann wirklich wichtigen Dingen zuwenden können.

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7 Kommentare

H.M.

10. Januar 2009, 13:00 Uhr

7 Kommentare (älteste zuerst)Der Artikel ist sachlich nicht ganz sauber. Der Verfasser trennt nicht deutlich zwischen Sternzeichen und Horoskop. Das sind aber zwei ganz unterschiedliche Begriffe. Das Horoskop bezieht solche Dinge wie Sternzeichen (und andere) mit ein.
Zu der Frage, ob es alles Blödsinn ist, oder nicht, läßt vortrefflich streiten, da es bei jedem auf die eigene Erfahrung ankommt. Ich halte es nicht für Blödsinn, da ich mehr als zufällige Erfahrung gemacht habe. Jedoch weiß ich auch aus Erfahrung, daß nicht jeder Mensch diesem Typenschema entspricht, ich gehe entsprechend ohne vorgefertigte Meinung auf Menschen zu.
Ich bin nicht religiös, also würde man vielleicht nicht von mir erwarten, daß ich mich mit Sternzeichen beschäftige. Jedoch ignoriere ich Erfahrungen nicht, wenn sie statistisch über reine Zufälligkeiten hinausgehen.
Daß muß aber jeder halten, wie er will. Letztlich merken wir auch ohne das Sternzeichen zu kennen, ob wir mit IHR gemeinsame Zeit verbringen möchten, oder ob wir nicht harmonieren.

Sazay

12. Januar 2009, 11:00 Uhr

Es fehlen in dem Artikel wahre Kenntnisse der seriösen Astrologie, im Gegensatz zur Vulgärastrologie, von Nuancen ganz zu schweigen. Wenn man z.B hauptsächlich Steinbock-Merkmale wahrnimmt, weil man bereits weiß, daß es sich um einen Steinbock handelt, frage ich mich, wieso ich, Hobbyastrologin seit über 30 Jahren, ohne das Sternzeichen des/der jenigen zu wissen, es ihm/ihr auf den Kopf zusagen kann!
( Wir sprechen hier vom Sonnenzeichen das jeder kennt der sein Geburtsdatum weiß). Manchmal geschieht es erst nach bekannt werden von einigen Merkmalen, wie den optischen, gesundheitlichen, beruflichen, etc… Gerade bei Steinböcken, ein Zeichen was eigentlich nicht besonders gut zu mir passt, aber zum Haupteil mein 7. und Ehefeld besetzt und zudem eine starke gegenseitige Anziehungkraft besteht, habe ich eine gute Trefferquote. Wenn ich nun ein Zeichen "ausmache" und mir vom Betroffenen gesagt wird, nein trifft nicht zu , sondern… finde ich das von mir vermute Zeichen z.B im Aszendent (+ Planeten Anhäufungen ), das mindestens so bedeutsam ist wie das Sonnenzeichen desjenigen. ( Der Aszendent wird berechnet unter zusätzlichen Angaben der genauen Geburtsstunde und des Geburtsortes). Diese schnelle Ausführung ist nur ein kleines Beispiel des möglich machbaren.
MfG
A.S.F

Elisabeth

15. Januar 2009, 14:00 Uhr

Astologie ist ein hervorragendes Instrument, Themenberiche, besonders herausfordernde Lebenssituationen und deren Hintergründe zu erkennen.
Die Frage was liegt wirklich hinter einer Lebenssituation ist das wichtigste, um eine wirksame und bleibende Lösung eines Problems zu finden. Dies sollte die Essenz, einer seriösen Astrologie sein.
Auch sog. Sternzeichen die nicht zusammenpassen haben sicher nicht weniger Chancen gemeinsam glücklich zu werden. Im Gegenteil, der Lernprozess ist um ein vielfaches grösser, wenn man versteht das das "Anderssein" auch immer eine Chance auf Weiterentwicklung unserer eigenen Persönlichkeit mit sich bringt.
Denkende Grüße

FF

18. Januar 2009, 16:00 Uhr

Naja, alles auch eine "Glaubensfrage". Von Berufes wegen habe ich hunderte von Scheidungsverfahren miterlebt. Dies wohl quer durch alle Sternzeichenkombinationen…Ich denke, die Persönlichkeit der Menschen ist zu komplex und zu vielschichtig, um sie auf wenige Biodaten herunterbrechen zu können.

Dani

2. Februar 2009, 23:00 Uhr

Es ist schon im letzten Jahr eine Studie kanadischer Wissenschaftler beim Spiegel veröffentlicht worden, die sich mit der Beziehung zwischen Sternzeichen und Krankheitsneigung beschäftigte.
Der Tenor war eindeutig. Unter 10.000 Probanden war die Häufung bestimmter Krankheiten überdurchschnittlich oft in den jeweiligen Sternzeichen zu finden.
Das liegt sicher nicht an dem Geburtstermin, sondern an der Embryonalphase und dem Angebot an Nährstoffen und Licht in den jeweiligen Entwicklungsphasen des Fötus.
Wenn ich also im Sommer gezeugt wurde, dann entwickelte sich mein Gehirn Ende Herbst, Anfang Winter mit ausreichend Nährstoffen und noch gutem Licht. Ich wurde im April geboren, neige zu Großzügigkeit, Optimismus, denke rational, bin aber auch etwas zu sprunghaft und neugierig und gar nicht sparsam. Mein Gehirn hat Überschuss gelernt.
Ein Skorpion, im Herbst geborener, wurde im Winter gezeugt, sein Gehirn entwickelte sich in der nährstoffarmen Phase, in der es erst langsam wieder bergauf ging- ergo neigen Skorpione zu starker Sparsamkeit, zu Pessimismus und großer Verantwortung- ihr Gehirn hat gelernt, dass es schwere Phasen gibt und dass man vorbeugen muss. Aber diese Menschen verfügen auch über sehr große Energien, weil sie sich in der zunehmenden Lichtphase im Mutterleib entwickelten- der Fötus bekam immer mehr Energie, bevor er auf die Welt kam.
Diese Studie ist sehr interessant und repräsentativ.
Es ist kein Unsinn, sich mit Sternzeichen und den dazugehörigen Charaktereigenschaften auszukennen. Das hilft enorm, Fehlschläge zu vermeiden. Ich würde nie mit einem Fisch zusammenkommen- viel zu unzuverlässig für einen Widder. Eine Jungfrau würde wahnsinnig werden bei meiner chaotischen Lebensweise und eine Waage würde ich glatt plattmachen mit meiner Entschlussfreudigkeit. ;-)

Uwe

18. Februar 2009, 09:00 Uhr

Also, ob seriös oder Quatsch,

katiliisa

4. November 2009, 10:00 Uhr

belächelt habe ich horoskope und sternzeichengeschichten – bis ich erfahrungen machte, die mich wirklich beeindruckten: ich erkannte plötzlich männliche jungfrauen – und, das beeindruckendste überhaupt: als meine tochter zwei monate zu früh durch kaiserschnitt zur welt kam und somit löwin wurde, dachte ich zufällig darüber nach, wie das verhältnis zu löwinnen in meinem bisherigen leben war … mich haute es fast aus dem bett – alle meine guten langjährigen freundinnen sind im sternzeichen löwe geboren – ausnahmslos! das war mir so nie aufgefallen, außer durch die anhäufung von geburtstagen. es war nie so, daß ich fragte – oh, du bist löwin? wunderbar, dann können wir gute freunde werden. – bei den männern kann ich mit den löwen allerdings gar nichts anfangen, da habe ich mit dem krebs die besten erfahrungen gemacht. ach ja – ich bin fisch, aszendent skorpion …