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Die Angst vor Trennungen
Die Angst vor Trennungen (Kategorie: Trennungsblog)
Sie ist immer da: Die Angst, den Partner zu verlieren. Wie geht man mit ihr um?

Ein ernstes Thema ist Angst immer. Man muss mit ihr leben. Niemand ist frei von ihr. Und je weniger man hat, umso härter trifft sie einen, wenn sie dann doch mal auftaucht.

Die Angst vor Trennungen ist etwas Schreckliches. Entweder sie ist ein klares Zeichen dafür, dass man bald alleine ist – und offensichtlich gefällt einem der Gedanke nicht – Oder, was noch schlimmer ist, sie ist unbegründet. Was soll ein Partner tun? Einem sagen das alles gut ist? Wenn man das glauben könnte, hätte man keine Angst. Vielleicht einem seine Liebe beweisen? Liebe ist schön, aber man kann nicht ständig beweisen, dass sie noch da ist. Das hält kein Mensch aus.

Darum führt die Angst davor, dass der Partner sich von einem trennen will, genau dazu. Man ist ja nicht gerade ein Traumpartner, wenn man ständig am Anderen zweifelt. Und wenn diese Angst nicht weggeht, egal was der andere sagt…dann traut man ihm letzten Endes nicht. Man glaubt, er würde lügen, wenn er sagt alles sei okay.

Warum gibt es dann so viele Menschen, die nicht aufhören können zu glauben, ihr Partner würden die Beziehung beenden? Klar, manchmal hat man den Eindruck, dass eine langjährige Beziehung nicht mehr den Pepp einer frischen Beziehung hat. Aber das ist doch nicht allein der Grund, oder?

Ich habe da so meine eigenen Erfahrungen. Weniger aus meinen eigenen Beziehungen als mehr aus Gesprächen mit Freunden. Ja, es stimmt schon, dass diese Menschen gegen jede Vernunft glauben, ihr Partner wäre so gut wie weg. Aber das liegt vor allem daran, dass sie nicht glauben in irgendeiner Art und Weise selbst ein attraktiver Partner zu sein. Merkwürdigerweise ist diese Einstellung vor allem bei Menschen, die sich da eigentlich keine Sorgen machen müssen, weit verbreitet.

Diese Angst ist aber rein subjektiv. Sie sitzt in ihnen drinnen.

Das extremste Beispiel das ich kannte war eine junge Schönheit, die wirklich allen Männern in der Bar in der sie arbeitete, den Kopf verdrehte. Sie war eigentlich – trotz ihres Aussehens, das die meisten Frauen arrogant gemacht hätte – zu lieb für die Welt. Ihr Freund trug sie, wie sich das gehörte, auf Händen. Kein besonders netter Kerl, aber sie liebte ihn. Er war gut zu ihr. Sie war aber trotzdem davon besessen, dass er sie eigentlich gar nicht wollte. Das Beste war: Sie glaubte, auch sonst niemand würde sie wollen. Die Gruppe aus Männern, in der sie das zum Besten gab, brach in lautes Lachen aus. Was sie allerdings nicht verstand. Irgendwie haben die beiden es dann geschafft sich zu streiten, obwohl alles gut war. Und das hat dazu geführt, dass dieses Mädchen irgendwann die Beziehung selbst beendete. Mit den Worten: "Du hast mich doch eh nie richtig gewollt!"

Der arme Kerl regt sich bis heute noch darüber auf. Er verstand die Welt nicht. Alles was ich mir damals dachte war "Wovor hat SIE soviel Angst?"

Um keine falschen Eindrücke zu vermitteln: Die Angst vor dem Verlassenwerden ist bei Männern mindestens ebenso verbreitet. Das ist das Faire an Angst. Sie behandelt alle gleich.

Aber es gehört zu den traurigsten Dingen, die es in einer Beziehung gibt. Nicht an sie glauben zu können. Oder an sich selbst.


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8 Antworten zu “Die Angst vor Trennungen”

  • IngeKreeb sagt:

    Abschied kann etwas sehr Positives sein. Natürlich ist die Entäuschung da, aber das geht vorbei und man ist frei für neue Möglichkeiten. Einer der beiden merkt eben zuerst, dass es nicht passt. Ist das so schlimm? Mein Ziel ist, einen passenden Partner zu finden.

  • AnonymBitte sagt:

    "Wer Angst davor hat verlassen zu werde, wird selbst verlassen" ??????
    Meine jüngste Erfahrung beweist das Gegenteil: ein halbes Jahr mit meinem neuen Freund war ich zusammen, bevor ich mich von Trennungsangst befreien konnte. Die Folge: zwei Monate später verlies er mich.
    Gar nicht so einfach danach wieder ohne Angst in eine neue Beziehung einzugehen!!

  • anonymbitte sagt:

    Es gibt verschiedene Arten von Angst. Sie zu überwinden, ist aber wohl in jedem Fall das Beste. Und sich nicht so viele Gedanken über alles zu machen, ist auch ratsam, aber schwer!

  • Joachim sagt:

    Wenn des Verlassenwerden nur nicht so schmerzhaft wäre, und nicht so lange dauern würde! Furchtbar, man ist seelisch und geschäftlich, nach Monaten, fast am Ende!!
    Beim Aufbau einer neuen Beziehung wird man deshalb härter (berechnender, skeptischer, mißtraurischer, ..). Wenn man überhaupt loslassen kann…
    Und, ich behaupte, Männer sind hierbei das schwachere Geschlecht!

  • geli sagt:

    ich lebe gerade in Angst,bin wegen der Liebe in ein neues Bundesland,meine Existenz aufgegeben,und nach 20 tagen wollte er alles rückgängig ,was nicht mehr ging,das sind Ängste alles verloren zu haben,aufgegeben zu haben allein zu sein,bin jetzt hier in meiner eigenen Whg,aber der Schmerz hier in der Nähe zu sein ist hart,in 3Monaten geh ich zurück,hatte geglaubt wenn ich hier bleib und alles sich beruhigt findet man wieder zusammen,hatte auch paar mal so ausgesehen,aber ich tu mir nur selbst weh,ich liebe ihn noch immer,und ich weiss für mich, ich muss zurück in mein Umfeld,ich habe Angst auch ihn ganz jetzt zu verlieren.

  • Kentaur sagt:

    Hallo Geli und alle anderen!
    Möchte Dir nur sagen das ich mit Dir mitfühle und Du sehr mutig warst und Du Vertrauen in Dich und den Menschen gehabt hast.
    Das ist etwas ganz großes! Sei stolz auf Dich!
    Ich will nicht klug schwätzen, aber Dir trotzdem schreiben, dass das NEIN auf seiner Seite geblieben ist und Du die Entscheidung getroffen hast, die für Dich, indem Moment die richtige war – triff wieder die Entscheidung, die für Dich richtig ist.
    Du hast keine Schuld und kannst aufrechten Hauptes neu auswählen – den richtigen.
    …und ja, Du hast Recht, tue Dir nicht mehr selber weh und tue das, was für Dich gut ist – und das weißt Du am besten, wenn Du ganz ruhig und tief in Dich reinhörst.
    Trotzdem eine schöne Zeit und alles Gute!
    Viele Grüße
    Kentaur

  • optimistin sagt:

    Ich habe mich auch vor wenigen Wochen von meinem Mann getrennt, nachdem ich sehr, sehr lanhge überlegt hatte, ob ich dies wirklich tun sollte. Insbesondere hatte ich am meisten Angst, wie meine Kinder mit der Trennung fertig werden. Zuerst wollte sie unbedingt, dass ich die Entscheidung treffe, jetzt lassen sie sich von meinem Mann sehr beeinflußen. Es ist schhwer, auch wenn ich mich bemühe, positiv in meine neue Zukunft zu blicken. Der Optimismus ist noch nicht ganz gebrochen…
    Viel Glück für alle, die in einer ähnlichen Situation sind.
    Optimistin

  • ohneBedeutung sagt:

    Sich aus den richtigen Gründen zu trennen als aus den falschen weiterhin zusammen zu beleiben schreibt / sagt sich so einfach und ist doch in Wahrheit so schwer. Schlimm finde ich das viele Menschen die unglücklich in ihrer Partnerschaft sind die Äußerung treffen: "Wenn ich jetzt die /den Richtige /n treffe, würde ich gehen." Ich denke jeder hat in seinem Umfeld schon solche oder ähnliche Bemerkung gehört. Aus meiner Sicht ist das die schlimmste Form einen Menschen, den man doch mal ohne Ende geliebt hat, zu verletzen. Hier kann ich leider aus Erfahrung schreiben. Das Leben rückwärts betrachtet ist diese Trennung unausweichlich gewesen und hat mein Leben positiv verändert. Den Glauben an das Leben werde ich nie verlieren, auch wenn die Angst vor der nächsten Trennung immer im Unterbewusstsein schlummert wird.