Helene und Johannes

Kindergartenpädagogin, 36 und Einzelhandelskaufmann, 44 aus Niederösterreich

Helene und Johannes

Kindergartenpädagogin, 36 und Einzelhandelskaufmann, 44 aus Niederösterreich

„Wir freuen uns darauf, gemeinsam alt zu werden“

Anfangs war sich Helene nicht sicher, ob das mit Johannes eine Beziehung werden könnte. Sie sah ihn mehr als Freund. Doch als sie für ein Seminar nach Deutschland fuhr, merkte sie, wie sehr sie Johannes vermisste. Der Tag ihrer Rückkehr nach Wien war für beide ein denkwürdiger: Denn sie gestanden sich, dass sie sich ineinander verliebt hatten. Seit diesem Tag sind die beiden unzertrennlich. Fast ein Jahr später haben sie sich ihren Herzenswunsch nach einer kleinen Familie bereits erfüllt – denn die Hochzeit steht kurz bevor und ihr gemeinsames Kind ist auf dem Weg.

„Der erste Kontakt zwischen mir und Johannes kam im Frühjahr letzten Jahres zustande. Johannes machte den ersten Schritt und schrieb mich an. In seiner Nachricht schrieb er ein bisschen über sich und stellte mir Fragen zu meinem Profil.  Durch den langen Text bekam ich das Gefühl, dass er ehrliches Interesse hatte. Und so schrieb ich zurück. Es ergab sich ein reger Austausch über mehrere Wochen hinweg.

„Schließlich machte ich den nächsten Schritt und gab ihm meine Telefonnummer“

In vielen Nachrichten tauschten wir uns über gemeinsame Vorlieben und unsere Freizeitgestaltung aus. Aber wir diskutierten auch erste Sinnfragen und unsere Zukunftspläne. Bald stellte sich heraus, dass wir beide aus einer Großfamilie stammen –  er hat vier Geschwister und ich fünf. Und noch ein Zufall: Beide arbeiten wir in Wien und wohnen nur wenige Kilometer voneinander entfernt.

Doch teilweise musste ich eine Woche auf Johannes Antwort warten. Weil mir dies einfach zu zäh wurde, machte ich schließlich den nächsten Schritt und gab ihm meine Telefonnummer –  mit den Worten „Ich will keinen Brieffreund“.

„Zunächst konnte ich mir nicht mehr als Freundschaft mit Johannes vorstellen“

Ein paar Telefonate und einen Monat später trafen wir uns dann das erste Mal in einem Eiscafé in Wien. Wir waren beide etwas aufgeregt, nervös und sicherlich nicht ganz locker – doch die Sympathie stimmte von Anfang an. Wir schlenderten durch die Innenstadt, machten zwischendurch Halt in einem Café und später im Stephansdom. Wir verstanden uns gut. Allerdings konnte ich mir zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als eine Freundschaft mit Johannes vorstellen. Denn ich glaubte, dass wir in gewissen Wertevorstellungen nicht zusammenpassen würden.

„Abrupt brach ich das Treffen an dieser Stelle ab“

Als wir uns schließlich nach zwei Stunden auf eine Parkbank setzten, schien uns auf einmal der Gesprächsstoff auszugehen. Die Anspannung zwischen uns stieg und die Stimmung kippte. Abrupt brach ich an dieser Stelle das Treffen ab. Durch meine hastige Verabschiedung glaubte Johannes, dass ich nichts mehr mit ihm zu tun haben wollte. Sehr zu seinem Erstaunen teilte ich ihm in den nächsten Tagen mit, dass ich ihn gerne wiedersehen würde. Er stimmte zu.

Wir trafen uns noch zwei Mal und verbrachten bei diesen Verabredungen viel Zeit zusammen. Doch so wirklich fallen lassen konnte und wollte ich mich noch immer nicht. Ich dachte, ich genieße einfach den Augenblick und warte erst einmal ab.

„An diesem Tag merkten wir, dass wir uns ineinander verliebt hatten“

Als ich dann Ende Juli für eine Woche nach Deutschland auf ein Seminar fuhr, merkte ich, dass ich ihn doch sehr vermisse. Es lag mir offensichtlich doch mehr an Johannes, als ich mir selber eingestehen wollte. Am Tag meiner Rückkehr wollte ich ihn unbedingt sofort wiedersehen. Dieser Tag wird uns beiden noch lange in Erinnerung bleiben: Denn wir merkten, dass wir uns ineinander verliebt hatten. Bereits eine Woche später sahen wir uns so gut wie täglich.

„Wir sind überglücklich!“

Heute funktioniert unsere Beziehung so gut, weil wir einfach harmonieren. Uns beiden sind Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Wertschätzung des anderen sehr wichtig.  Von Anfang an sind wir offen und ehrlich aufeinander zugegangen und haben der Beziehung Zeit gegeben. Zudem haben wir ähnliche Wertvorstellungen und teilen den Herzenswunsch nach einer kleinen Familie mit eigenen Kindern.

Genau diesen Wunsch haben wir uns nun auch schon erfüllt – unser Baby ist bereits unterwegs und wird im Juli das Licht der Welt erblicken. Auch die Hochzeit ist bereits geplant. Wir sind überglücklich!

„Gemeinsam blicken wir nun freudig in die Zukunft“

Voraussetzung für eine Beziehung war für mich von Anfang an radikale Ehrlichkeit. Johannes war offen und mutig genug, sich darauf einzulassen und wirklich alles mit mir zu teilen, sowie alles an- und auszusprechen. Das sehen wir immer wieder aufs Neue als großes Geschenk an. Es bereichert uns, schafft Klarheit, Vertrauen und Nähe.

Umgekehrt vermittelte Johannes mir von Anfang an, dass ich ihm zu hundert Prozent vertrauen kann. Gemeinsam blicken wir nun aufgeregt in die Zukunft. Wir freuen uns darauf, bald zusammenzuziehen, zu heiraten, in ein paar Monaten unser Kind zur Welt zu bringen und gemeinsam glücklich alt zu werden.“

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