Frau und Mann beim Flirt

Flirtsignale Mann vs. Flirtsignale Frau

von: Janin Minkus

Eine Frau sendet andere Flirtsignale als ein Mann – vielen Menschen fällt die spielerische Kontaktaufnahme mit dem anderen Geschlecht daher gar nicht so leicht. Woran Sie unmissverständlich erkennen, dass Sie angeflirtet werden, erfahren Sie in den Kapiteln Flirtsignale Mann und Flirtsignale Frau. Single-Coach Lisa Fischbach kennt außerdem die besten Tipps, wie Sie selbst erfolgreich zur Tat schreiten.

Inhaltsverzeichnis:

Männliche Initiative erwünscht, doch jeder Dritte traut sich nicht

Wenn es um den ersten Schritt beim Flirten geht, ist bei vielen Frauen immer noch männliche Initiative gefragt: In ihren Zwanzigern erwartet jede zweite von ihnen, dass der Mann aktiv wird. Das ergab eine Elite-Partner-Studie, bei der 6.000 Singles befragt wurden. Diese passive Haltung ist vor allem in jungen Jahren verbreitet, ab 30 Jahren vertritt sie nur noch jede Dritte. Reifere Frauen profitieren davon, sich beim Kennenlernen nicht allein auf den Mut der Männer zu verlassen: Immerhin traut sich nur jeder Dritte, jede Frau anzusprechen, die ihm gefällt. Dabei lassen sich Unsicherheiten auf beiden Seiten mit etwas psychologischem Know-how schnell aushebeln. Die Flirtsignale von Mann und Frau sprechen nämlich eine eindeutige Sprache. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die Hinweise, die für eindeutiges Interesse sprechen.

Flirtsignale Frauen

Frau schickt die Flirtsignale, Mann braucht nur zu reagieren

Viele Männer fragen sich: Wie flirten Frauen? Richtig eindeutig wirken Flirtsignale von Frauen leider nicht immer. Sie signalisieren ihre Bereitschaft zur Kontaktaufnahme häufig mit einem Wechsel aus intensiven Blicken und Wegschauen. Somit lautet die gute Nachricht für schüchterne Männer: Wenn Frauen flirten, machen sie auf subtile Art den ersten Schritt — mit einem gekonnten Augenaufschlag. Wer als Mann Angst vor einem Korb hat, sollte sich Zeit nehmen und dieses Spiel genießen. So sinkt auch das Risiko für einen Korb. „Wichtig ist zu lernen, Blicke zu deuten. Frauen lachen nämlich nicht nur aus einer Flirtlaune heraus, sondern auch aus vielen anderen Gründen. Zum Beispiel überspielen Sie damit negative Gefühle wie Unsicherheit, Überforderung oder Genervtsein“, gibt Flirt-Coach Lisa Fischbach zu bedenken. Und nicht immer ist Freundlichkeit mit Interesse verbunden. „Wenn aber eine Frau Flirtsignale schickt, indem sie mehrere Male den Augenkontakt sucht, wäre sie zumindest nicht völlig irritiert, angesprochen zu werden.“

Tricky: Vorgetäuschte Freundlichkeit statt Interesse

Sich als Mann in Bezug auf die Flirtsignale der Frau auch mal zu verschätzen, gehört leider zum „Kennenlerngeschäft“ dazu. Das ist sogar wissenschaftlich erwiesen: Skyler Place, Psychologe an der Indiana University Bloomington, spielte amerikanischen Studenten deutsche Videoaufnahmen von Speed Datings vor und ließ sie nur anhand der Gestik und Mimik der Frauen beurteilen: Hat sie Interesse? 80 Prozent der Probanden lagen mit ihrer Einschätzung falsch. Denn: Viele der weiblichen Speeddating-Teilnehmerinnen verbargen ihre Absichten oder gaben ihre Flirtbereitschaft nur vor. „Die Frauen machten einen sehr koketten Eindruck, hatten in Wahrheit aber überhaupt kein Interesse an ihrem Gegenüber“, so wird Place in einem Artikel der Welt zitiert. Der Psychologe erklärt dies mit einem biologischen Vorteil, den Frauen haben, wenn sie in Beziehungen zu Männern ein scheues Verhalten zeigen oder vorgetäuschte Flirtsignale entsenden. Diplom-Psychologin Lisa Fischbach rät Männern: „Wenn Frauen flirten, achten Sie darauf, ob beim Lächeln nur die Mundwinkel nach oben gezogen sind oder die Augen ‚mitlachen’. Um sicherzugehen, dass eine Frau Flirtsignale schickt, sollten Männer unbedingt auch die weibliche Körpersprache bewusst wahrnehmen.“

Hat sie Interesse? Die weibliche Körpersprache

Frauen signalisieren mit einer offenen, zugewandten Haltung, dass ihnen ihr Gegenüber sympathisch ist. Ergibt sich ein Gespräch, zeigen Frauen oftmals zunächst das sogenannte Beschwichtungsverhalten und spiegeln die Körpersprache des Mannes. Zugleich betonen sie unbewusst ihre Weiblichkeit, indem sie ihre Haare zurückwerfen oder damit spielen, den Nacken präsentieren und sich selbst im Gesicht oder an den Armen berühren. An folgenden abwehrenden Gesten können Männer Desinteresse erkennen: „Vor dem Körper verschränkte Arme symbolisieren Distanz, ebenso wie abwehrende Handbewegungen. Dreht sich die Frau mit dem Körper weg, ist auch das leider kein gutes Zeichen“, so Lisa Fischbach.

Flirtsignale Männer

Wie flirten Männer?

Männer flirten offensiver als Frauen, was sowohl ihre Körpersprache als auch ihre verbale Taktik angeht. „Manche legen regelrechten Ehrgeiz an den Tag, wenn es darum geht, eine Frau von sich zu begeistern. Da liefert oftmals eher das männliche Ego den Antrieb, das einen Erfolg verbuchen will“, erklärt Lisa Fischbach die Flirtsignale des Mannes. Ihr Tipp an die Männer: „Zu großes Engagement verschreckt eine Frau eher als dass es ihr imponiert. Gehen Sie lieber spielerischer und ohne Erfolgsdruck in die Situation. Das nimmt den Druck aus der Konversation und die Frau hat mehr Chancen, das Tempo des Flirts mitzubestimmen.“

Hat er Interesse? Männliche Signale

Viele Frauen haben feinfühlige Antennen dafür, ob sie einem Mann positiv aufgefallen sind. Sie profitieren außerdem davon, dass die Flirtsignale des Mannes eindeutiger zu erkennen sind. Wenn Männer eine Frau interessant finden und sie kennenlernen möchten, machen sie zunächst auf körperliche Weise auf sich aufmerksam. Sie richten sich auf und kehren damit visuell den Alphamann nach außen. So präsentieren sie sich ihrem Gegenüber als potenzieller starker Beschützer. Eine betont lässige Haltung soll dabei Souveränität verkörpern. „Als Frau können Sie außerdem darauf achten, ob Ihr Gegenüber beispielsweise an der Gürtelschnalle nestelt oder imaginäre Fusseln vom Pullover klaubt — auch dabei handelt es sich um unbewusste Flirtsignale des Mannes,“ erklärt Lisa Fischbach.

5 Flirttypen – wie Ernst ist es ihm oder ihr?

Unabhängig von den geschlechtsspezifischen Flirtsignalen nutzen Männer wie Frauen eher physisch oder emotional ausgerichtete Strategien, um mit dem anderen Geschlecht in Kontakt zu treten. Die University of Kansas hat in einer Studie mit 1000 Teilnehmern das Flirtverhalten von Männern und Frauen analysiert und dabei fünf verschiedene Flirttypen kategorisiert, die sehr aufschlussreich sind: Wie offensiv, verspielt oder ernsthaft die erste Begegnung ausfällt, lässt nämlich Rückschlüsse auf die Absichten zu. Bettgeschichte oder Langzeitbeziehung? Anhand der fünf Flirttypen ist eine Prognose schon beim ersten Kontakt möglich.

Die Physischen: Leidenschaft und Strohfeueralarm!

Die physischen Flirter drücken Ihr Interesse und in besonderem Maße über ihre Körpersprache aus. Sexuelle Anziehungskraft und optische Reize stehen im Vordergrund. Dieser Flirttyp ist leicht zu entfachen und geht rasch eine Beziehung ein, lässt sie aber ebenso schnell auch wieder fallen.

Die Verspielten: Flirten im Hier und Jetzt

Wenn „verspielte“ Frauen oder Männer flirten, hegen sie nicht unbedingt ernste Absichten: Sie genießen spürbar den Spaßfaktor, möchten dem eigenen Ego schmeicheln und ihren Marktwert testen. Häufig bleibt es bei einer unverbindlichen Begegnung.

Die Höflichen: Ernste Absichten

Die höflichen Flirter verzichten auf sexuelle Anspielungen und nutzen lieber ihren Charme, um bei ihrem Gegenüber zu punkten. Dabei beabsichtigen sie, einen tiefergehenden Kontakt mit ihrem Gegenüber herzustellen und führen dann oft ernsthafte Beziehungen.

Die Ernsthaften: Emotionaler Tiefgang

Die ernsthaften Flirter mögen keine Unverbindlichkeit, sondern hegen grundsätzlich ernste Absichten, wenn sie auf jemanden zugehen. Sie wollen auch bei sexueller Anziehung vordergründig ein emotionales Band knüpfen. Ihre Partnerschaften halten meist sehr lange.

Die Traditionellen: Am Anfang steht die Freundschaft

Die traditionellen Flirter fühlen sich mit konventionellen Rollenmustern am wohlsten und greifen  beim Flirt auf die „alte Schule“ zurück. Der Mann macht den ersten Schritt, die Frau lässt sich erobern und eine Beziehung erwächst langsam aus dem zunächst freundschaftlichen Kontakt.

Flirtsignale von Frau und Mann: Die besten Tipps

Die meisten Menschen denken nicht darüber nach, welche Signale sie senden und wie sie ankommen. Einerseits ist so ein intuitiver Flirt besonders unverkrampft und unverstellt, andererseits lohnt es sich, die Wirkung bestimmter Verhaltensweisen im Hinterkopf zu behalten — besonders, wenn Sie eher schüchtern sind oder Ihre Flirtversuche bislang nicht vom gewünschten Erfolg gekrönt wurden.

Entschärfe deine Flirtsignale, Mann!

Beim Flirten möchten Sie sich von Ihrer Schokoladenseite zeigen, das ist nur allzu verständlich. Schnell schießen Männer bei dem Versuch, sich von der besten Seite zu präsentieren, jedoch über das Ziel hinaus. Wenn Sie trotz ihrer Bemühungen beim anderen Geschlecht nicht so richtig „landen“, können Ihnen folgende Tipps das nächste Date sichern:

  • Ansprechen: Ein frecher Spruch kann nach hinten losgehen und belebt auch nicht unbedingt den Dialog. Ins Gespräch kommen Sie besser, indem Sie sich von Ihrer Umgebung inspirieren lassen. Beispiel Cocktailbar: „Wusstest Du schon, dass die hier die größte Gin-Auswahl der Stadt haben?“
  • Das Gespräch ausbalancieren: Achten Sie darauf, dass sich Fragen und Antworten die Waage halten. Zeigen Sie der Frau, dass Sie interessiert an ihr sind, statt zu monologisieren.
  • Interesse ohne Selbstdarstellung wecken: Mein Haus, mein Boot, mein Auto — Geprotze wirkt in jeglicher Form abschreckend. Zeigen Sie lieber Leidenschaft als Erfolge aufzulisten, wenn Sie von Ihrem Job, ihrem Hobby und Ihren Interessen erzählen.
  • Nicht zu schnell vorpreschen: Sie haben eine Gemeinsamkeit entdeckt und schon fragen Sie nach der Telefonnummer? Drosseln Sie besser das Tempo! Nach einer netten Unterhaltung vorsichtig zu fragen, ob sie Lust hätte, das Gespräch bei einem Kaffee ein anderes Mal zu vertiefen, wirkt viel charmanter.

Verdeutliche deine Flirtsignale, Frau!

Viele Frauen wünschen sich, dass der Mann den ersten Schritt wagt, verhalten sich aber nicht eindeutig genug oder „zu spielerisch“. Wenn Sie sich fragen, warum eher Ihre Freundin als Sie selbst angeflirtet werden, können Sie Ihre Erfolge beim anderen Geschlecht mit etwas Nachhilfe steigern.

  • Chancen schaffen: Frauen sind häufig in Gruppen unterwegs. Wenn Sie im Club umringt von Freundinnen stehen, ist die Hemmschwelle für den Mann besonders groß. Ordern Sie immer mal wieder allein an der Theke ein Getränk, schafft das Gelegenheiten, auch von einem schüchternen Mann angesprochen zu werden.
  • Immer wieder Blickkontakt suchen: Nur ein zaghaftes Lächeln genügt nicht als eindeutiges Flirtsignal, Mann braucht mehr Sicherheit, dass sich das Ansprechen lohnt! Also immer wieder den Blickkontakt suchen, lächeln — so sprechen Sie nonverbal eine Einladung aus.
  • Selbst aktiv werden: Viele Männer trauen sich einfach nur nicht. Halten Sie sich in der Nähe des Mannes auf und nutzen Sie einen günstigen Augenblick. Ihr Lieblingssong im Club läuft, er wippt im Takt? Sprechen Sie ihn an: „Ich kann kaum erwarten, dass das neue Album rauskommt. Warst Du letzte Woche auch auf dem Konzert?“
  • Machen Sie sich nicht rar: Flirten ist ein Spiel, aber wenn Frauen „Spielchen spielen“, steigen viele Männer lieber aus. Macht sich eine Frau in der Kennenlernphase rar, finden das laut der ElitePartner-Studie nur 12 % der Männer anziehend. Interesse wecken Sie, indem Sie sich Ihrerseits eindeutig und offen verhalten.

Fazit

Frauen und Männer flirten auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Während viele Männer dazu neigen, zu schnell vorzupreschen, halten sich viele Frauen sehr zurück und hoffen auf das Interpretations- und die Hellsehereivermögen der Männer. An dem Flirtverhalten des Gegenübers lassen sich leicht Absichten und generelle Verhaltensmuster in Beziehungen erkennen. Es gilt also Signale richtig einzuordnen und das eigene Flirtverhalten kritisch zu reflektieren. Bei allen Tipps und Regeln sollten alle Beteiligten jedoch nie den Spaß an der Sache vergessen.

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